BlueOptics SFP-1G-ZX-160KM-UQ-BO Netzwerk-Transceiver-Modul Faseroptik 1250 Mbit/s
BlueOptics SFP-1G-ZX-160KM-UQ-BO: Professioneller Long-Range SFP Transceiver für extreme Übertragungsdistanzen
Der BlueOptics SFP-1G-ZX-160KM-UQ-BO ist ein hochspezialisierter SFP-Transceiver für Gigabit-Ethernet-Verbindungen über extreme Distanzen bis zu 160 Kilometer. Als kompatibler Ersatz für den Ubiquiti Networks SFP-1G-ZX-160KM richtet sich dieses Modul von CBO GmbH an Netzwerkbetreiber, die Metropolitan Area Networks (MAN), Campus-Netzwerke mit weitläufigen Standorten oder Provider-Infrastrukturen aufbauen. Mit seiner ZX-Spezifikation und der Wellenlänge von 1550 nm gehört er zur Long-Reach-Kategorie und ermöglicht Punkt-zu-Punkt-Verbindungen über Single-Mode-Glasfasern, die mit Standard-SX- oder LX-Transceivern technisch unmöglich wären.
Technische Grundlagen und Übertragungsleistung
Der SFP-1G-ZX-160KM-UQ-BO arbeitet nach dem 1000BASE-ZX-Standard und erreicht eine maximale Datenübertragungsrate von 1.250 Mbit/s brutto, was einer effektiven Gigabit-Ethernet-Geschwindigkeit von 1.000 Mbit/s entspricht. Die zusätzlichen 250 Mbit/s werden für die 8B/10B-Kodierung benötigt, die bei Gigabit-Ethernet zur Taktrückgewinnung und Gleichstromfreiheit eingesetzt wird.
Das Herzstück des Transceivers bildet ein Laser-Dioden-Sender, der bei einer Wellenlänge von 1550 nm arbeitet. Diese Wellenlänge liegt im sogenannten C-Band des optischen Spektrums und zeichnet sich durch minimale Dämpfung in Standard-Single-Mode-Glasfasern (ITU-T G.652) aus. Bei dieser Wellenlänge beträgt die Dämpfung typischerweise nur 0,2 dB pro Kilometer, was die extremen Übertragungsdistanzen von bis zu 160 Kilometern erst ermöglicht. Zum Vergleich: Standard-LX-Transceiver bei 1310 nm schaffen maximal 10 Kilometer, SX-Module bei 850 nm über Multimode-Faser nur wenige hundert Meter.
Der Empfänger des Moduls ist auf dieselbe 1550-nm-Wellenlänge abgestimmt und nutzt eine hochempfindliche PIN-Photodiode mit nachgeschaltetem Transimpedanzverstärker. Diese Kombination ermöglicht es, auch schwächste optische Signale nach 160 Kilometern Übertragungsweg noch zuverlässig zu decodieren. Die Spezifikation als "ZX"-Modul bedeutet, dass es für Extended-Range-Anwendungen optimiert ist und deutlich höhere optische Sendeleistungen sowie bessere Empfangsempfindlichkeiten bietet als Standard-Module.
Single-Mode-Faser und LC-Konnektivität
Der Transceiver unterstützt ausschließlich Single-Mode-Glasfasern (SMF), was für die angestrebten Übertragungsdistanzen zwingend erforderlich ist. Single-Mode-Fasern haben einen Kerndurchmesser von nur 9 Mikrometern und erlauben lediglich eine Lichtmode, wodurch Dispersion und Signalverbreiterung minimiert werden. Dies ist entscheidend für die Signalintegrität über lange Strecken – Multimode-Fasern würden aufgrund der modalen Dispersion bereits nach wenigen Kilometern unbrauchbar werden.
Als Steckverbindung kommen LC-Duplex-Anschlüsse zum Einsatz, die sich als Standard für SFP-Module etabliert haben. LC-Stecker bieten gegenüber den älteren SC-Steckern eine kompaktere Bauform bei gleicher optischer Performance. Der Duplex-Aufbau ermöglicht bidirektionale Kommunikation über zwei separate Fasern – eine für Senden (Tx), eine für Empfangen (Rx). Dies ist der Standard für Ethernet-Verbindungen und unterscheidet sich von bidirektionalen (BiDi) Transceivern, die beide Richtungen über eine einzige Faser übertragen.
Bei der Glasfaserverkabelung für diesen Transceiver müssen Installateure auf die korrekte Polarität achten: Der Tx-Anschluss des sendenden Moduls muss mit dem Rx-Anschluss des empfangenden Moduls verbunden werden und umgekehrt. Standard-Patchkabel erfüllen diese Anforderung automatisch, aber bei fest verlegten Strecken muss dies bei der Installation berücksichtigt werden.
Einsatzbereiche und Netzwerkarchitekturen
Der extreme Übertragungsbereich von 160 Kilometern macht den SFP-1G-ZX-160KM-UQ-BO zu einem spezialisierten Werkzeug für ganz bestimmte Netzwerkszenarien. In Metropolitan Area Networks (MAN) ermöglicht er die direkte Verbindung von Stadtteilen oder Vororten ohne zwischengeschaltete Repeater oder optische Verstärker. Telekommunikationsprovider nutzen solche Long-Range-Module für Backhaul-Verbindungen zwischen Basisstationen oder für die Anbindung entlegener Standorte.
In Unternehmensumgebungen kommt der Transceiver bei weitläufigen Campus-Netzwerken zum Einsatz, beispielsweise wenn Universitäten, Industriekomplexe oder Logistikzentren mehrere Kilometer auseinander liegende Gebäude vernetzen müssen. Auch für Disaster-Recovery-Szenarien ist er wertvoll: Unternehmen können ihre Backup-Rechenzentren in größerer Entfernung platzieren und trotzdem synchrone Datenreplikation über eine dedizierte Glasfaserverbindung realisieren.
Ein weiterer wichtiger Einsatzbereich sind Punkt-zu-Punkt-Verbindungen in der Industrieautomatisierung, wo Produktionsstätten, Lager oder Überwachungseinrichtungen über große Distanzen hinweg vernetzt werden müssen. Die galvanische Trennung durch Glasfaser schützt dabei vor elektromagnetischen Störungen und Potentialunterschieden, die bei kupferbasierten Verbindungen über solche Entfernungen problematisch wären.
Kompatibilität und Integration
Als kompatibler Ersatz für den Ubiquiti Networks SFP-1G-ZX-160KM ist der BlueOptics-Transceiver vollständig abwärtskompatibel zu allen SFP-fähigen Netzwerkgeräten. Dies umfasst Switches, Router, Medienkonverter und Server-Netzwerkkarten mit SFP-Slots. Die Kompatibilität basiert auf der Einhaltung des SFP Multi-Source Agreement (MSA), einem Industriestandard, der mechanische, elektrische und optische Spezifikationen definiert.
Wichtig für die praktische Anwendung ist, dass beide Enden einer Verbindung mit identischen oder kompatiblen Transceivern bestückt werden müssen. Der ZX-Standard mit 160-km-Reichweite ist nicht direkt kompatibel zu Standard-LX- oder SX-Modulen, da sich die optischen Leistungspegel unterscheiden. Ein ZX-Modul kann ein LX-Modul durch zu hohe Sendeleistung beschädigen, während ein LX-Modul nicht genügend optische Leistung für die Kommunikation mit einem ZX-Modul über große Distanzen liefert.
Die Konfiguration erfolgt in der Regel automatisch durch das Host-System, das die Transceiver-Parameter über die I²C-Schnittstelle ausliest. Moderne Netzwerkbetriebssysteme erkennen das Modul automatisch und stellen die entsprechenden Ethernet-Parameter ein. Digital Diagnostics Monitoring (DDM) ermöglicht die Überwachung wichtiger Parameter wie Temperatur, Versorgungsspannung und optische Leistungen in Echtzeit.
Zuverlässigkeit und Betriebsbedingungen
Mit einer mittleren Betriebsdauer zwischen Ausfällen (MTBF) von 3.000.000 Stunden demonstriert der Transceiver seine Auslegung für den Dauerbetrieb in kritischen Infrastrukturen. Diese Angabe entspricht einer theoretischen Lebensdauer von über 342 Jahren bei kontinuierlichem Betrieb, wobei in der Praxis andere Faktoren wie Alterung der optischen Komponenten die tatsächliche Lebensdauer bestimmen.
Der Betriebstemperaturbereich von 0 bis 70 Grad Celsius qualifiziert das Modul für Standard-Datacenter-Umgebungen und temperaturkontrollierte Technikräume. Diese Spezifikation entspricht der Commercial-Grade-Klassifikation und ist für die meisten Indoor-Anwendungen ausreichend. Für Outdoor-Installationen oder ungeheizte Technikräume wären Industrial-Grade-Varianten mit erweiterten Temperaturbereichen von -40 bis +85 Grad Celsius erforderlich.
Das geringe Gewicht von nur 20 Gramm belastet SFP-Cages und Patchpanels minimal und ermöglicht auch in dicht bestückten Umgebungen eine problemlose Installation. Die kompakten Abmessungen folgen dem SFP-Standard und gewährleisten die Kompatibilität zu allen standardkonformen Aufnahmeschächten.
Installation und Inbetriebnahme
Die Installation des SFP-Moduls erfolgt nach dem Hot-Swap-Prinzip – das Einsetzen und Entfernen ist bei laufendem System möglich, ohne dass andere Ports oder das gesamte Gerät beeinträchtigt werden. Dennoch sollten kritische Verbindungen nur während geplanter Wartungsfenster getauscht werden, um ungewollte Netzwerkunterbrechungen zu vermeiden.
Vor der Installation müssen die Glasfaser-Steckverbinder gereinigt werden, da bereits kleinste Verschmutzungen die optische Übertragung über 160 Kilometer erheblich beeinträchtigen können. Professionelle Glasfaserreiniger und Inspektionsmikroskope sind für solche Long-Range-Verbindungen unverzichtbar. Eine Dämpfung von zusätzlichen 0,5 dB durch verschmutzte Stecker kann bei einer 160-km-Verbindung bereits zu Übertragungsfehlern oder kompletten Ausfällen führen.
Nach dem Einsetzen des Moduls zeigen Status-LEDs am Host-Gerät den Betriebszustand an. Die Link-LED signalisiert eine erfolgreiche Auto-Negotiation und physikalische Verbindung, während Activity-LEDs den Datenverkehr anzeigen. Bei Long-Range-Verbindungen kann es einige Sekunden dauern, bis die Verbindung aufgebaut ist, da die Signallaufzeit über 160 Kilometer bereits im Millisekundenbereich liegt und Auto-Negotiation-Prozesse entsprechend länger dauern.
Wirtschaftliche Betrachtungen
Der Einsatz von 160-km-Transceivern ist wirtschaftlich nur bei entsprechend langen Übertragungsstrecken sinnvoll, da sie deutlich teurer sind als Standard-LX- oder SX-Module. Die Alternative – mehrere Repeater oder optische Verstärker entlang der Strecke – verursacht jedoch laufende Kosten für Stromversorgung, Wartung und zusätzliche Ausfallrisiken. Bei Punkt-zu-Punkt-Verbindungen über 50 Kilometer amortisiert sich die Investition in Long-Range-Transceiver typischerweise innerhalb weniger Jahre.
Zusätzlich entfallen bei direkten Punkt-zu-Punkt-Verbindungen die Kosten für Zwischenstationen, Gebäudemieten oder Masten für Repeaterstationen. In dünn besiedelten Gebieten oder bei Übertragungswegen über schwer zugängliches Terrain können diese Einsparungen erheblich sein.
Die Kompatibilität zu Ubiquiti-Modulen ermöglicht es auch kleineren Netzwerkbetreibern und Systemintegratoren, von günstigeren Drittanbieter-Lösungen zu profitieren, ohne auf Funktionalität oder Zuverlässigkeit verzichten zu müssen. Dies senkt die Beschaffungskosten und verbessert die Verfügbarkeit von Ersatzmodulen.
Häufige Fragen zum SFP-1G-ZX-160KM-UQ-BO
Kann ich diesen Transceiver mit Standard-LX- oder SX-Modulen mischen?
Nein, ZX-Module mit 160-km-Reichweite sind nicht kompatibel zu Standard-LX- oder SX-Transceivern. Die optischen Leistungspegel unterscheiden sich erheblich – ein ZX-Modul könnte ein LX-Modul durch zu hohe Sendeleistung beschädigen. Beide Enden einer Verbindung müssen mit identischen oder explizit kompatiblen Transceiver-Typen bestückt werden.
Welche Glasfaser-Spezifikation benötige ich für 160 km Übertragung?
Für die maximale Übertragungsdistanz von 160 km sind Single-Mode-Glasfasern nach ITU-T G.652 Standard erforderlich. Multimode-Fasern sind aufgrund der modalen Dispersion für solche Entfernungen ungeeignet. Die Fasern sollten eine Dämpfung von maximal 0,4 dB/km bei 1550 nm aufweisen, um die Spezifikationen einzuhalten.
Ist der Transceiver mit Ubiquiti UniFi Switches kompatibel?
Ja, als direkter Ersatz für den Ubiquiti SFP-1G-ZX-160KM ist dieser BlueOptics-Transceiver vollständig kompatibel zu allen Ubiquiti-Geräten mit SFP-Anschlüssen, einschließlich UniFi und EdgeMAX Switches sowie Security Gateways. Die Kompatibilität basiert auf der Einhaltung des SFP MSA-Standards.
Wie hoch ist der Stromverbrauch des Moduls?
Hierzu liegen uns keine spezifischen Herstellerangaben vor. SFP-Module dieser Kategorie bewegen sich typischerweise im Bereich von 1-2 Watt, wobei Long-Range-Transceiver aufgrund der höheren Laserleistung am oberen Ende dieses Spektrums liegen. Das Host-System muss entsprechende SFP-Spezifikationen unterstützen.
Unterstützt das Modul Digital Diagnostics Monitoring (DDM)?
Aus den verfügbaren Produktdaten geht nicht hervor, ob DDM-Funktionalität integriert ist. DDM ermöglicht die Überwachung von Temperatur, Versorgungsspannung, Bias-Strom und optischen Leistungen in Echtzeit. Für kritische Long-Range-Verbindungen ist diese Funktion zur proaktiven Wartung empfehlenswert.
Kann ich den Transceiver für bidirektionale Übertragung über eine einzelne Faser nutzen?
Nein, dieses Modul arbeitet mit dem Standard-Duplex-Verfahren und benötigt zwei separate Fasern – eine für Senden und eine für Empfangen. Für bidirektionale Übertragung über eine einzelne Faser wären spezielle BiDi-Transceiver mit unterschiedlichen Wellenlängen für Up- und Downstream erforderlich.
Allgemein
Produktdatenblatt (PDF)
Link
Hinweise zu den Produktangaben: Diese Produktdarstellung richtet sich ausschließlich an gewerbliche Abnehmer:innen (Unternehmer:innen iSv § 14 BGB). Alle Angaben zu Spezifikationen, Verfügbarkeit und Lieferzeiten sind freibleibend und unverbindlich; sie stellen kein verbindliches Angebot dar. Maßgeblich werden Leistungsumfang und Konditionen erst mit unserer Auftragsbestätigung. Abbildungen können vom tatsächlichen Produkt abweichen. Hersteller-, Produkt- und Markennamen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber:innen und dienen ausschließlich der Beschreibung, eine Markenrechtsgestattung wird hierdurch nicht erteilt. Druckfehler, Irrtümer und Zwischenverkauf bleiben vorbehalten.
Alle Preise verstehen sich, sofern nicht anders gekennzeichnet, in Euro zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer (derzeit 19 %) und zzgl. Versandkosten. Es gelten ausschließlich unsereAGBin der zum Zeitpunkt der Bestellung jeweils gültigen Fassung.
Beratung, Garantie und Betreuung
Garantieerweiterung
Herstellergarantie verlängern oder auf Vor-Ort-Service erweitern. Passende Servicepakete für Lenovo, HP und Apple findet ihr in der Kategorie Garantie & Service.
Eingerichtet und betreut geliefert
Auf Wunsch kommt das Gerät mit Microsoft 365, SentinelOne Endpoint-Schutz und Backup eingerichtet an, mit laufender Betreuung ab 199,95 € pro Mitarbeitenden und Monat.
Projekt- und Mengenpreise
Ab 5 Stück oder für Rollouts erstellen wir ein Angebot mit Projektpreis, Lieferplan und Vor-Ort-Einrichtung in Rostock und bundesweit.