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BlueOptics SFP-BXD43-40KM-UQ-BO Netzwerk-Transceiver-Modul Faseroptik 1250 Mbit/s

Kabel & Adapter

BLUEOPTICS SFP-BXD43-40KM | 1.25G BiDi Transceiver | 40km SMF

Herstellernummer: SFP-BXD43-40KM-UQ-BO

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BlueOptics SFP-BXD43-40KM-UQ-BO: Professionelles BiDi-Transceiver-Modul für Weitverkehrsverbindungen

Das BlueOptics SFP-BXD43-40KM-UQ-BO ist ein spezialisiertes bidirektionales SFP-Transceiver-Modul für Gigabit-Ethernet-Übertragungen über Single-Mode-Glasfasern. Mit einer maximalen Übertragungsstrecke von 40 Kilometern richtet sich dieses Modul primär an Netzbetreiber, Rechenzentren und Unternehmen, die kostengünstige Punkt-zu-Punkt-Verbindungen über große Distanzen realisieren müssen. Die bidirektionale Übertragungstechnik (BiDi) ermöglicht es, beide Übertragungsrichtungen über eine einzige Glasfaser abzuwickeln – eine entscheidende Eigenschaft für die effiziente Nutzung der verfügbaren Faserinfrastruktur.

Übertragungstechnologie und Leistungsmerkmale

Das SFP-BXD43-40KM-UQ-BO arbeitet nach dem Standard BX-D und nutzt die bewährte bidirektionale WDM-Technologie (Wavelength Division Multiplexing). Dabei werden unterschiedliche Wellenlängen für Sende- und Empfangsrichtung verwendet: Die Sendeseite arbeitet bei einer Wellenlänge von maximal 1490 nm, während die Empfangsseite bei maximal 1390 nm operiert. Diese Wellenlängentrennung ist das Herzstück der BiDi-Technologie und ermöglicht die simultane Datenübertragung in beide Richtungen über eine einzige Glasfaser.

Mit einer maximalen Datenübertragungsrate von 1.250 Mbit/s entspricht das Modul dem Gigabit-Ethernet-Standard und ist vollständig kompatibel zu IEEE 802.3z. Die Übertragungsleistung von 1,25 Gbit/s brutto erlaubt eine Nutzdatenrate von 1 Gbit/s, was für die meisten Unternehmensanwendungen und Backbone-Verbindungen ausreichend dimensioniert ist. Besonders bemerkenswert ist die Reichweite von 40 Kilometern über Single-Mode-Fasern, die das Modul für Metropolitan Area Networks (MANs) und Weitverkehrsverbindungen zwischen Standorten qualifiziert.

Das Metallgehäuse sorgt für die notwendige elektromagnetische Abschirmung und Wärmeableitung während des Betriebs. Die Hot-Plug-Funktionalität ermöglicht den Austausch des Moduls im laufenden Betrieb, ohne dass der entsprechende Switch oder Router heruntergefahren werden muss – ein kritisches Feature für unterbrechungsfreie Netzwerkoperationen.

Anschlusstechnik und Kompatibilität

Der LC-Steckverbinder (Lucent Connector) am Faserausgang ist heute der De-facto-Standard für Single-Mode-Anwendungen und bietet eine hohe Packungsdichte sowie niedrige Einfügungsdämpfung. Im Gegensatz zu SC-Steckern benötigen LC-Stecker nur etwa die halbe Baugröße, was in dicht bestückten Patchfeldern und Switch-Modulen von Vorteil ist. Der LC-Stecker ist außerdem weniger anfällig für Beschädigungen als die älteren ST-Stecker und bietet eine zuverlässige Verriegelung.

Das SFP-Format (Small Form-factor Pluggable) gewährleistet die Kompatibilität mit einer breiten Palette von Netzwerkgeräten. Praktisch alle modernen Switches, Router und Konverter mit SFP-Slots können dieses Modul aufnehmen, sofern sie Single-Mode-Fasern und die entsprechenden Wellenlängen unterstützen. Wichtig ist dabei die Paarung mit einem kompatiblen Gegenstück: Da es sich um ein BX-D-Modul handelt, muss auf der Gegenseite ein BX-U-Modul (Upstream) installiert werden, das mit umgekehrten Wellenlängen arbeitet.

Faseroptik-Grundlagen für Single-Mode-Übertragung

Single-Mode-Fasern haben einen sehr kleinen Kerndurchmesser von etwa 9 Mikrometern und erlauben nur die Ausbreitung einer einzigen Lichtmode. Dies minimiert die Modendispersion und ermöglicht Übertragungen über sehr große Distanzen mit hoher Bandbreite. Im Gegensatz zu Multi-Mode-Fasern, die auf kurze Distanzen beschränkt sind, können Single-Mode-Fasern Signale über Dutzende von Kilometern ohne Verstärkung übertragen.

Die Wahl der Wellenlängen um 1400 und 1500 nm ist nicht zufällig: Diese liegen in den sogenannten optischen Fenstern, in denen Glasfasern besonders niedrige Dämpfungswerte aufweisen. Das zweite optische Fenster (um 1310 nm) und das dritte Fenster (um 1550 nm) bieten die geringsten Übertragungsverluste und werden daher für Langstreckenverbindungen bevorzugt. Die verwendeten Wellenlängen des BXD43-Moduls liegen optimal in diesen verlustarmen Bereichen.

Bidirektionale Übertragung und Kosteneffizienz

Der entscheidende Vorteil der bidirektionalen Übertragungstechnologie liegt in der Einsparung von Glasfasern. Während herkömmliche SFP-Module separate Fasern für Send- und Empfangsrichtung benötigen, kommt das BiDi-Modul mit einer einzigen Faser aus. Dies halbiert den Faserverbrauch und kann bei teuren Langstreckenverbindungen zu erheblichen Kosteneinsparungen führen.

Besonders in Situationen, wo nur begrenzte Faserkapazitäten verfügbar sind – etwa bei gemieteten Glasfaserstrecken oder in dicht belegten Kabelkanälen – bieten BiDi-Module einen klaren Vorteil. Die gesparten Fasern können für redundante Verbindungen oder zusätzliche Strecken genutzt werden. In Metropolitan-Netzwerken, wo Glasfaserkapazitäten oft knapp und teuer sind, amortisiert sich die Investition in BiDi-Technologie schnell.

Die 40-Kilometer-Reichweite macht das Modul ideal für Verbindungen zwischen Stadtteilen, Campus-Vernetzungen oder die Anbindung von Außenstellen. Typische Anwendungsszenarien sind Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zwischen Rechenzentren, die Vernetzung von Bürogebäuden über Stadtgrenzen hinweg oder die Anbindung von Produktionsstandorten.

Installation und Betriebsaspekte

Mit einem Gewicht von 200 Gramm liegt das Modul im typischen Bereich für SFP-Transceiver und beeinflusst die Belastung der SFP-Ports nicht nennenswert. Die Hot-Plug-Fähigkeit ermöglicht wartungsfreundliche Installationen: Defekte Module können ausgetauscht werden, ohne dass angeschlossene Geräte neu gestartet werden müssen. Dies ist besonders in kritischen Netzwerkumgebungen wichtig, wo jede Unterbrechung zu Ausfällen führen kann.

Das Metallgehäuse bietet nicht nur elektromagnetische Abschirmung, sondern auch eine effektive Wärmeableitung. SFP-Module können im Betrieb erhebliche Wärmemengen entwickeln, insbesondere bei den höheren Sendeleistungen, die für 40-Kilometer-Strecken erforderlich sind. Eine gute Wärmeableitung verlängert die Lebensdauer der optischen Komponenten und sorgt für stabile Übertragungsparameter.

Die RoHS-Konformität bestätigt, dass das Modul ohne problematische Substanzen wie Blei, Quecksilber oder Cadmium hergestellt wurde. Dies ist nicht nur umwelttechnisch relevant, sondern auch eine Voraussetzung für den Einsatz in vielen Unternehmensumgebungen und öffentlichen Einrichtungen, die strenge Umweltauflagen haben.

Netzwerkarchitektur und Einsatzplanung

Bei der Planung von BiDi-Verbindungen ist die korrekte Paarung der Module entscheidend. Das BX-D-Modul (Downstream) muss immer mit einem BX-U-Modul (Upstream) an der Gegenstelle kombiniert werden. Eine Verwechslung führt dazu, dass beide Seiten auf derselben Wellenlänge senden und keine Kommunikation stattfindet. Professionelle Netzwerkadministratoren kennzeichnen daher ihre BiDi-Module entsprechend und dokumentieren die Zuordnungen sorgfältig.

Die maximale Übertragungsstrecke von 40 Kilometern gilt unter optimalen Bedingungen mit hochwertigen Single-Mode-Fasern und sauberen Steckverbindungen. In der Praxis können zusätzliche Dämpfungen durch Spleißverbindungen, Patchkabel oder suboptimale Steckerqualität die tatsächliche Reichweite reduzieren. Ein Dämpfungsbudget von etwa 22 dB ist für 40-Kilometer-Strecken typisch, was professionelle Planung und Messung der Faserstrecke erfordert.

Ideal für diese Einsatzbereiche

  • Weitverkehrsverbindungen zwischen Unternehmensstandorten: Die 40-Kilometer-Reichweite ermöglicht direkte Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zwischen Bürogebäuden, Produktionsstätten oder Lagern über große Distanzen ohne Zwischenverstärker.
  • Metropolitan Area Networks (MANs): Netzbetreiber können mit der bidirektionalen Übertragung ihre Faserressourcen optimal nutzen und kostengünstige Gigabit-Verbindungen für Geschäftskunden realisieren.
  • Rechenzentrum-Interconnects: Für die Verbindung zwischen primären und Backup-Rechenzentren oder zwischen verschiedenen Rechenzentrumsstandorten eines Unternehmens bietet das Modul die nötige Reichweite und Bandbreite.
  • Campus-Netzwerke mit großer Ausdehnung: Universitäten, Krankenhäuser oder Industriekomplexe mit weitläufigen Geländen können ihre Gebäude kostengünstig mit Gigabit-Geschwindigkeit vernetzen.
  • Service-Provider-Infrastrukturen: Telekommunikationsanbieter nutzen solche Module für die Anbindung von Mobilfunkstandorten, Verteilerkästen oder Kundenstandorten über ihre Glasfaser-Backbone-Netze.

Häufige Fragen

Welches Gegenstück benötige ich für eine funktionierende Verbindung?

Da es sich um ein BX-D-Modul handelt, benötigen Sie an der Gegenstelle zwingend ein BX-U-Modul (Upstream). Diese arbeiten mit umgekehrten Wellenlängen: Während das BX-D bei 1490 nm sendet und bei 1390 nm empfängt, macht das BX-U genau das Gegenteil. Nur so ist eine bidirektionale Kommunikation über eine einzige Glasfaser möglich.

Kann ich das Modul mit Multi-Mode-Fasern verwenden?

Nein, dieses Modul ist ausschließlich für Single-Mode-Fasern konzipiert. Multi-Mode-Fasern haben andere Eigenschaften und können die für 40-Kilometer-Übertragungen nötigen optischen Parameter nicht bereitstellen. Für Multi-Mode-Anwendungen gibt es spezielle SFP-Module mit deutlich kürzerer Reichweite.

Wie erkenne ich, ob mein Switch das Modul unterstützt?

Ihr Switch muss über SFP-Ports verfügen und Single-Mode-Transceiver unterstützen. Die meisten modernen Gigabit-Switches mit SFP-Slots sind kompatibel. Prüfen Sie in der Dokumentation Ihres Switches, ob BiDi-Module und die verwendeten Wellenlängen unterstützt werden. Bei Unsicherheiten kontaktieren Sie den Switch-Hersteller.

Welche Faserqualität ist für 40 Kilometer erforderlich?

Sie benötigen hochwertige Single-Mode-Fasern mit geringer Dämpfung (typisch 0,4 dB/km oder besser). Die Gesamtdämpfung der Strecke einschließlich Steckverbindungen und Spleiße sollte das Dämpfungsbudget des Moduls nicht überschreiten. Professionelle Fasermessungen vor der Installation sind für solche Distanzen empfehlenswert.

Ist ein Hot-Swap während des Betriebs wirklich sicher?

Ja, das Modul unterstützt Hot-Plug-Funktionalität laut Hersteller. Dennoch sollten Sie bei kritischen Produktivsystemen den Austausch in wartungsarmen Zeiten durchführen. Stellen Sie sicher, dass keine wichtigen Datenübertragungen laufen, und informieren Sie betroffene Nutzer über die kurze Unterbrechung beim Modulwechsel.

Welche Umgebungsparameter muss ich beachten?

Hierzu liegen uns keine spezifischen Herstellerangaben vor. Generell sollten SFP-Module in temperaturkontrollierten Umgebungen betrieben werden. Sorgen Sie für ausreichende Belüftung der Switch-Gehäuse, da optische Module im Betrieb Wärme entwickeln. Vermeiden Sie extreme Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit und Vibrationen.

Allgemein

Hersteller
CBO GMBH
Herstellernummer
SFP-BXD43-40KM-UQ-BO

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