BlueOptics SFP-BXU35-40KM-UQ-BO Netzwerk-Transceiver-Modul Faseroptik 1250 Mbit/s
BlueOptics SFP-BXU35-40KM-UQ-BO: Professioneller BiDi-SFP-Transceiver für Weitstreckenverbindungen
Das BlueOptics SFP-BXU35-40KM-UQ-BO ist ein spezialisierter BiDi-SFP-Transceiver (Bidirectional Small Form-factor Pluggable), der für professionelle Netzwerkinfrastrukturen und Weitstreckenverbindungen bis 40 Kilometer entwickelt wurde. Mit seiner Gigabit-Ethernet-Übertragungsrate von 1,25 Gbit/s und der innovativen BiDi-Technologie ermöglicht dieses Transceiver-Modul kostensparende Single-Fiber-Verbindungen in Metropolitan Area Networks (MANs) und Wide Area Networks (WANs). Die Hot-Plug-Fähigkeit und die robuste Metallkonstruktion machen es zur idealen Wahl für Rechenzentren, Service Provider und Unternehmen, die zuverlässige Langstreckenverbindungen zwischen Standorten benötigen.
BiDi-Technologie und Übertragungsleistung
Der SFP-BXU35-40KM-UQ-BO basiert auf der bewährten BiDi-Technologie (Bidirectional), die es ermöglicht, sowohl das Sende- als auch das Empfangssignal über eine einzige Glasfaser zu übertragen. Diese innovative Technik nutzt unterschiedliche Wellenlängen für Up- und Downstream: Das Modul sendet bei 1310 nm und empfängt bei 1550 nm. Dadurch wird die Anzahl der benötigten Glasfasern halbiert, was erhebliche Kostenvorteile bei der Verkabelung bringt – besonders relevant bei Langstreckenverbindungen über 40 Kilometer.
Mit einer maximalen Datenübertragungsrate von 1.250 Mbit/s entspricht das Modul dem Gigabit-Ethernet-Standard und ist voll kompatibel zu IEEE 802.3z. Diese Übertragungsrate reicht für anspruchsvolle Anwendungen wie Backup-Replikation zwischen Rechenzentren, VPN-Verbindungen zwischen Unternehmensstandorten oder die Anbindung von Remote-Offices an das Hauptnetzwerk. Die konstante Gigabit-Performance auch über die maximale Distanz von 40 Kilometern macht das Modul besonders für Metropolitan Area Networks interessant.
Der BX-U-Standard (Bidirectional-Upstream) definiert dabei die Rolle des Transceivers in der Punkt-zu-Punkt-Verbindung. Während das BX-U-Modul bei 1310 nm sendet, muss am anderen Ende der Verbindung ein komplementäres BX-D-Modul (Downstream) eingesetzt werden, das bei 1550 nm sendet und bei 1310 nm empfängt. Diese paarweise Konfiguration ist essentiell für den erfolgreichen Betrieb einer BiDi-Verbindung.
Single-Mode-Glasfaser und Reichweite
Das Transceiver-Modul ist ausschließlich für Single-Mode-Glasfasern mit 9/125 µm Kerndurchmesser optimiert. Single-Mode-Fasern bieten gegenüber Multimode-Fasern deutlich größere Reichweiten und geringere Dämpfung, was für die angestrebte Übertragungsdistanz von 40 Kilometern unerlässlich ist. Der kleine Kerndurchmesser von 9 µm ermöglicht es, dass nur ein Lichtmodus propagiert, wodurch modale Dispersion vermieden und höchste Signalqualität auch über große Entfernungen gewährleistet wird.
Die maximale Übertragungsstrecke von 40.000 Metern positioniert das SFP-BXU35-40KM-UQ-BO im Long-Range-Segment der SFP-Transceiver. Diese Reichweite ist ideal für die Verbindung von Rechenzentren in verschiedenen Stadtteilen, Campus-Netzwerke mit weit verteilten Gebäuden oder die Anbindung von Außenstellen über Glasfaser-Infrastruktur von Telekommunikationsanbietern. Im Vergleich zu kurzen SFP-Modulen (bis 2 km) oder Medium-Range-Varianten (bis 20 km) eröffnet die 40-km-Reichweite völlig neue Anwendungsszenarien.
Der LC-Duplex-Konnektor ist industriestandard für Single-Mode-Anwendungen und bietet zuverlässige, verlustfreie Verbindungen. Obwohl das Modul BiDi-Technologie nutzt und theoretisch nur einen LC-Port benötigen würde, folgt es dem SFP-Standard mit LC-Duplex-Anschluss, wobei jedoch nur eine der beiden Fasern tatsächlich genutzt wird. Dies vereinfacht die Verkabelung und Kompatibilität mit bestehender Infrastruktur erheblich.
SFP-Standard und Hot-Plug-Fähigkeiten
Als SFP-Modul (Small Form-factor Pluggable) folgt der BlueOptics-Transceiver dem MSA-konformen SFP-Standard und ist damit universell kompatibel zu Switches, Routern und Medienkonvertern verschiedener Hersteller. Die kompakten Abmessungen und standardisierte Bauform ermöglichen eine hohe Portdichte in Netzwerkgeräten – ein entscheidender Vorteil in dicht gepackten Rechenzentren oder bei Edge-Switches mit begrenztem Platzangebot.
Die Hot-Plug-Unterstützung ist ein kritisches Feature für Produktivumgebungen. Sie ermöglicht das Ein- und Ausstecken des Transceivers während des laufenden Betriebs, ohne dass das Netzwerkgerät heruntergefahren oder neu gestartet werden muss. Dies ist besonders wertvoll für Wartungsarbeiten in 24/7-Umgebungen, bei denen Ausfallzeiten kostspielig sind. IT-Administratoren können defekte Module tauschen, Upgrades durchführen oder Konfigurationen ändern, ohne den Netzwerkbetrieb zu unterbrechen.
Das robuste Metallgehäuse in silberner Ausführung bietet nicht nur EMV-Schutz, sondern auch mechanische Stabilität bei häufigen Steckvorgängen. Die Konstruktion ist auf eine mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen (MTBF) von 1.000.000 Stunden ausgelegt – das entspricht etwa 114 Jahren kontinuierlichem Betrieb, ein Wert, der die außergewöhnliche Zuverlässigkeit des Moduls unterstreicht.
Betriebsbedingungen und Umwelteigenschaften
Der Betriebstemperaturbereich von 0 bis 70°C qualifiziert das SFP-Modul für den Einsatz in typischen IT-Umgebungen, von klimatisierten Rechenzentren bis hin zu weniger kontrollierten Umgebungen wie Technikräumen oder Outdoor-Gehäusen. Diese Temperaturtoleranz ist besonders wichtig für SFP-Module, da sie in dicht gepackten Switch-Chassis oft hohen Umgebungstemperaturen ausgesetzt sind.
Mit einem Gewicht von nur 20 Gramm gehört das Modul zu den leichteren SFP-Transceivern, was bei großen Switch-Installationen mit vielen Ports durchaus relevant ist. Das geringe Gewicht deutet auch auf eine effiziente Konstruktion hin, die ohne unnötige Materialien auskommt und dennoch die erforderliche mechanische Stabilität bietet.
Die Spezifikation macht keine Angaben zu erweiterten Umweltstandards wie Vibrations- oder Schockresistenz, was darauf hindeutet, dass das Modul primär für stationäre Installationen in geschützten Umgebungen konzipiert ist. Für mobile oder Outdoor-Anwendungen sollten entsprechend robustere Varianten in Betracht gezogen werden.
Kompatibilität und Interoperabilität
Als MSA-konformes SFP-Modul ist der BlueOptics SFP-BXU35-40KM-UQ-BO grundsätzlich mit allen SFP-fähigen Netzwerkgeräten kompatibel, die Gigabit-Ethernet unterstützen. Dies umfasst Switches von Cisco, HPE, Dell, Juniper, Huawei und vielen anderen Herstellern. Besonders wichtig ist dabei die Kompatibilität des BX-U-Standards – nicht alle SFP-Ports unterstützen automatisch BiDi-Transceiver, daher sollte vor dem Einsatz die Gerätekompatibilität geprüft werden.
Für eine funktionierende BiDi-Verbindung ist zwingend ein komplementäres BX-D-Modul am anderen Ende der Glasfaserstrecke erforderlich. Diese Paarung ist nicht austauschbar – zwei BX-U-Module können nicht miteinander kommunizieren, da sie auf der gleichen Wellenlänge senden würden. Die Beschaffung erfolgt daher typischerweise paarweise oder es wird eine entsprechende Lagerhaltung beider Modultypen vorgesehen.
Die Verwendung von Standard-LC-Konnektoren erleichtert die Integration in bestehende Glasfaser-Infrastrukturen erheblich. Bestehende Single-Mode-Verkabelungen können meist direkt genutzt werden, ohne dass spezielle BiDi-Patchkabel oder -Adapter erforderlich sind. Dies reduziert die Komplexität bei Migrationen oder Erweiterungen bestehender Netzwerke.
Ideal für diese Einsatzbereiche
- Rechenzentren-Interconnect: Verbindung räumlich getrennter Rechenzentren über Distanzen bis 40 km mit Gigabit-Performance. Die BiDi-Technologie halbiert die benötigten Glasfasern und reduziert damit die Verkabelungskosten erheblich.
- Metropolitan Area Networks (MAN): Aufbau stadtweiter Netzwerke für Service Provider oder Großunternehmen mit mehreren Standorten. Die 40-km-Reichweite deckt typische innerstädtische Distanzen optimal ab.
- Campus-Netzwerke: Anbindung weit verteilter Gebäude auf großen Firmen- oder Universitäts-Campus, wo herkömmliche Kupferverkabelung an ihre Grenzen stößt und Glasfaser die einzige praktikable Lösung darstellt.
- WAN-Backup-Verbindungen: Aufbau redundanter Weitverkehrsverbindungen über gemietete Glasfaser-Infrastrukturen als Alternative zu MPLS oder Internet-VPN-Lösungen mit deterministischen Latenz- und Bandbreiteneigenschaften.
- Service-Provider-Infrastruktur: Einsatz in Aggregations- und Metro-Ethernet-Netzen für die Anbindung von Kundenstandorten oder als Backhaul für Mobilfunkbasisstationen über mittlere Distanzen.
Häufige Fragen
Kann ich dieses Modul mit einem normalen SFP-Glasfasermodul verbinden?
Nein, das BX-U-Modul (SFP-BXU35-40KM-UQ-BO) funktioniert nur in Kombination mit einem komplementären BX-D-Modul am anderen Ende der Verbindung. Standard-SFP-Module verwenden andere Wellenlängen und sind nicht kompatibel zur BiDi-Technologie. Für eine funktionierende Verbindung benötigen Sie zwingend ein passendes BX-D-Gegenstück.
Welche Vorteile bietet die BiDi-Technologie gegenüber herkömmlichen SFP-Modulen?
BiDi-Module wie das SFP-BXU35-40KM-UQ-BO übertragen Daten bidirektional über eine einzige Glasfaser statt über zwei separate Fasern. Dies halbiert den Glasfaserbedarf, reduziert Verkabelungskosten und vereinfacht die Installation – besonders vorteilhaft bei Langstreckenverbindungen über 40 km, wo Glasfaser teuer ist.
Ist das Modul mit Switches verschiedener Hersteller kompatibel?
Ja, als MSA-konformes SFP-Modul ist es grundsätzlich mit SFP-fähigen Geräten aller großen Netzwerkhersteller kompatibel. Wichtig ist jedoch, dass der Switch BiDi-Transceiver unterstützt – nicht alle SFP-Ports sind automatisch BiDi-kompatibel. Prüfen Sie vor dem Einsatz die Kompatibilitätsliste Ihres Netzwerkgeräts.
Welche Art von Glasfaserkabel benötige ich für dieses Modul?
Das Modul arbeitet ausschließlich mit Single-Mode-Glasfasern mit 9/125 µm Kerndurchmesser. Multimode-Fasern sind nicht kompatibel. Sie benötigen LC-konfektionierte Single-Mode-Patchkabel oder eine entsprechende strukturierte Verkabelung für die gewünschte Übertragungsdistanz bis 40 km.
Kann ich das Modul während des Betriebs tauschen?
Ja, das Modul unterstützt Hot-Plug-Funktionalität. Sie können es während des laufenden Betriebs ein- und ausstecken, ohne das Netzwerkgerät herunterfahren zu müssen. Dies ermöglicht wartungsfreundliche Installationen und minimiert Ausfallzeiten bei Modulwechseln oder Reparaturen.
Wie lange ist die erwartete Lebensdauer des Transceivers?
Laut Hersteller beträgt die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen (MTBF) 1.000.000 Stunden. Das entspricht etwa 114 Jahren kontinuierlichem Betrieb und unterstreicht die außergewöhnliche Zuverlässigkeit des Moduls für kritische Netzwerkinfrastrukturen.
Allgemein
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