BlueOptics UACC-OM-SM-10G-S-1270-BO Netzwerk-Transceiver-Modul Faseroptik SFP+
BLUEOPTICS Networks UACC-OM-SM-10G-S-1270 kompatibler SFP+ Transceiver für 10 Gigabit Ethernet
Der BLUEOPTICS Networks UACC-OM-SM-10G-S-1270 ist ein SFP+ Glasfaser-Transceiver-Modul von CBO GMBH, das eine kostengünstige Alternative zu Original-Equipment-Manufacturer-Modulen für 10 Gigabit Ethernet Verbindungen darstellt. Entwickelt für Single-Mode-Glasfaser-Infrastrukturen ermöglicht das Modul Übertragungsdistanzen von bis zu 10 Kilometern bei 10 GbE-Geschwindigkeit. Mit seiner BiDi-Architektur (Bi-Directional) überträgt es beide Datenrichtungen über eine einzige Glasfaser und reduziert dadurch den Verkabelungsaufwand um 50 Prozent.
Single-Mode BiDi-Technologie für maximale Übertragungsdistanz
Das Herzstück des UACC-OM-SM-10G-S-1270 bildet seine Single-Mode-Glasfaser-Technologie mit bidirektionaler Übertragung. Anders als herkömmliche SFP+ Module, die separate Glasfasern für Senden und Empfangen benötigen, nutzt dieser Transceiver eine einzige Single-Mode-Faser für beide Übertragungsrichtungen. Dies wird durch die Verwendung unterschiedlicher Wellenlängen erreicht: Das Modul sendet bei 1270 Nanometer und empfängt bei 1330 Nanometer.
Die Single-Mode-Technologie ermöglicht laut Hersteller Übertragungsdistanzen von bis zu 10.000 Metern bei voller 10 Gigabit Ethernet Geschwindigkeit. Diese Reichweite macht das Modul ideal für Campus-Netzwerke, Rechenzentrum-Interconnects und Metropolitan Area Networks (MAN). Im Vergleich zu Multi-Mode-Transceivern, die typischerweise auf wenige hundert Meter limitiert sind, eröffnet die Single-Mode-Technologie völlig neue Möglichkeiten für die Netzwerk-Architektur.
Besonders vorteilhaft ist die BiDi-Funktionalität bei der Modernisierung bestehender Netzwerke. Wo früher zwei separate Glasfasern pro Verbindung benötigt wurden, genügt jetzt eine einzige. Dies reduziert nicht nur die Verkabelungskosten, sondern verdoppelt auch die verfügbare Anzahl von Verbindungen in bereits verlegten Glasfaser-Kabeln mit mehreren Adern.
SFP+ Form-Faktor und universelle Kompatibilität
Der Transceiver nutzt den etablierten SFP+ (Small Form-factor Pluggable Plus) Standard, der sich seit über einem Jahrzehnt als De-facto-Standard für 10 Gigabit Ethernet Module etabliert hat. Mit seinem kompakten Design und dem Hot-Plug-fähigen LC-Duplex-Anschluss lässt sich das Modul ohne Netzwerk-Unterbrechung in entsprechende SFP+ Ports einsetzen oder austauschen.
Die LC-Verbindertechnologie (Lucent Connector) ist der aktuelle Standard für Single-Mode-Glasfaserverbindungen in professionellen Netzwerken. Der kleine Form-Faktor der LC-Stecker ermöglicht eine hohe Port-Dichte in Switches und erlaubt den Anschluss an praktisch jede moderne Glasfaser-Infrastruktur. Die Verwendung von LC-Duplex-Anschlüssen bedeutet, dass trotz der BiDi-Funktionalität nur eine der beiden Fasern im LC-Duplex-Kabel genutzt wird.
Das Modul ist für den Betrieb in Standard-SFP+ Ports von Switches, Routern und Netzwerkkarten verschiedener Hersteller konzipiert. Dabei folgt es den IEEE 802.3ae Standards für 10 Gigabit Ethernet und den SFF-8431 Spezifikationen für SFP+ Module, was die Kompatibilität mit einer breiten Palette von Netzwerk-Equipment sicherstellt.
Robuste Betriebsparameter für professionelle Umgebungen
Mit einem erweiterten Betriebstemperaturbereich von 0 bis 70 Grad Celsius ist der UACC-OM-SM-10G-S-1270 für den Einsatz in typischen Netzwerkumgebungen ausgelegt. Diese Spezifikation entspricht dem Commercial Temperature Range und ist für die meisten klimatisierten Rechenzentren, Serverschränke und Büroumgebungen geeignet.
Das geringe Gewicht von nur 20 Gramm pro Modul minimiert die mechanische Belastung der SFP+ Ports, was besonders bei Switches mit hoher Port-Dichte wichtig ist. Das kompakte Design und die robuste Konstruktion gewährleisten eine zuverlässige Verbindung auch bei häufigen Steckzyklen, wie sie in dynamischen Netzwerkumgebungen auftreten können.
Die Aluminiumkonstruktion des Gehäuses bietet optimale Wärmeableitung und elektromagnetische Abschirmung. Dies ist besonders wichtig bei 10 Gigabit Übertragungsraten, wo thermische Stabilität und EMV-Eigenschaften direkten Einfluss auf die Signalqualität haben. Das Metallgehäuse schützt zudem die empfindliche optische Elektronik vor mechanischen Beschädigungen während Transport und Installation.
Installation und Integration in bestehende Netzwerke
Die Installation des BLUEOPTICS Transceivers erfolgt über das bewährte Hot-Plug-Verfahren. Das Modul lässt sich ohne Abschaltung der Netzwerk-Hardware in entsprechende SFP+ Ports einsetzen. Nach dem Einsetzen erkennt die Netzwerk-Hardware das Modul automatisch über die digitalen Diagnosefunktionen (DDM - Digital Diagnostic Monitoring), sofern diese vom Host-System unterstützt werden.
Bei der Verkabelung ist zu beachten, dass für BiDi-Module spezielle Paarung erforderlich ist. Das UACC-OM-SM-10G-S-1270 mit 1270nm Sendefrequenz muss mit einem entsprechenden Gegenmodul gepaart werden, das bei 1330nm sendet und bei 1270nm empfängt. Diese Komplementär-Module sind meist mit entsprechenden Kennzeichnungen versehen (oft als "A-Side" und "B-Side" bezeichnet).
Für optimale Performance sollte die Glasfaser-Infrastruktur den Single-Mode-Spezifikationen entsprechen. Standard Single-Mode-Fasern (ITU-T G.652) sind für die verwendeten Wellenlängen optimiert und bieten minimale Dämpfung. Bei der Planung von Verbindungen über größere Distanzen sollten die Dämpfungsbudgets der Glasfaser-Strecke berücksichtigt werden, wobei typische Werte von 0,4 dB/km bei 1270nm und 0,35 dB/km bei 1330nm anzusetzen sind.
Wartung und Lifecycle-Management
Der Transceiver bietet laut Hersteller eine Garantiezeit von fünf Jahren, was seine Auslegung für langfristige Installationen unterstreicht. Diese erweiterte Garantiezeit ist besonders wichtig für kritische Netzwerkverbindungen, wo Ausfälle kostspielige Betriebsunterbrechungen verursachen können.
Wartungsmaßnahmen beschränken sich bei optischen Transceivern hauptsächlich auf die regelmäßige Reinigung der Glasfaser-Verbinder. Verschmutzte oder beschädigte Verbinder sind die häufigste Ursache für Performance-Probleme bei Glasfaser-Verbindungen. Professionelle Glasfaser-Reinigungssets und Endflächeninspektoren sollten daher zur Standard-Ausrüstung von Netzwerk-Technikern gehören.
Für das Monitoring der Verbindungsqualität können Netzwerk-Management-Systeme die DDM-Funktionen des Moduls nutzen, um Parameter wie optische Sendeleistung, Empfangspegel und Temperatur kontinuierlich zu überwachen. Diese präventive Überwachung ermöglicht es, potenzielle Probleme zu erkennen, bevor sie zu Verbindungsausfällen führen.
Ideal für diese Einsatzbereiche
- Campus-Netzwerk-Backbone-Verbindungen: Die 10-Kilometer-Reichweite ermöglicht die Verbindung von Gebäuden über große Entfernungen mit 10 GbE-Geschwindigkeit, ideal für Universitäten, Industrieanlagen oder Bürokomplexe.
- Rechenzentrum-Interconnects: Verbindung separater Rechenzentrum-Standorte oder verschiedener Bereiche innerhalb großer Rechenzentren über Single-Mode-Glasfaser-Infrastrukturen.
- Storage Area Networks (SAN): Hochgeschwindigkeitsverbindungen zwischen Storage-Arrays und Servern über größere Distanzen, wobei die geringe Latenz der direkten Glasfaserverbindung kritisch ist.
- Modernisierung bestehender Glasfaser-Infrastrukturen: Die BiDi-Technologie ermöglicht es, die Kapazität vorhandener Single-Mode-Verkabelungen zu verdoppeln, ohne neue Glasfasern verlegen zu müssen.
- Provider-Netzwerke und Metropolitan Networks: Kostengünstige Alternative zu Original-Equipment-Manufacturer-Modulen für Service-Provider, die 10 GbE-Services über mittlere Distanzen anbieten.
Häufige Fragen zum BLUEOPTICS UACC-OM-SM-10G-S-1270
Benötige ich ein spezielles Gegenmodul für BiDi-Verbindungen?
Ja, für BiDi-Transceiver ist immer ein komplementäres Modul am anderen Ende der Verbindung erforderlich. Das UACC-OM-SM-10G-S-1270 sendet bei 1270nm und empfängt bei 1330nm. Am anderen Ende der Strecke muss ein Modul installiert werden, das bei 1330nm sendet und bei 1270nm empfängt. Ohne diese korrekte Paarung funktioniert die Verbindung nicht.
Ist das Modul mit Original-Equipment-Herstellern kompatibel?
Das Modul folgt den SFP+ Standards (SFF-8431) und IEEE 802.3ae Spezifikationen, was grundsätzlich Kompatibilität mit standardkonformen SFP+ Ports gewährleistet. Allerdings können einige Hersteller Vendor-Lock-In-Mechanismen implementieren. CBO GMBH bietet als spezialisierter Anbieter von kompatiblen Transceivern entsprechende Kodierungen für verschiedene Systeme an.
Welche Glasfaser-Art wird benötigt?
Das Modul ist für Single-Mode-Glasfaser (ITU-T G.652 Standard) ausgelegt. Multi-Mode-Fasern sind nicht kompatibel. Die verwendeten Wellenlängen von 1270nm und 1330nm sind für Standard Single-Mode-Fasern optimiert und erreichen damit die spezifizierten 10 Kilometer Übertragungsdistanz.
Kann ich nur eine Faser im LC-Duplex-Kabel verwenden?
Ja, bei BiDi-Transceivern wird tatsächlich nur eine der beiden Fasern im LC-Duplex-Kabel genutzt. Die zweite Faser bleibt ungenutzt oder kann für eine zusätzliche unabhängige BiDi-Verbindung verwendet werden. Dies ermöglicht die Verdopplung der Verbindungsanzahl in bestehenden Duplex-Verkabelungen.
Welche Reichweite ist in der Praxis zu erwarten?
Der Hersteller spezifiziert eine maximale Übertragungsdistanz von 10.000 Metern bei Single-Mode-Glasfaser. In der Praxis hängt die tatsächliche Reichweite von der Qualität der Glasfaser-Strecke, Anzahl der Spleißstellen und Steckverbinder sowie der Dämpfung ab. Bei hochwertiger Installation sind die spezifizierten 10 Kilometer in der Regel problemlos erreichbar.
Unterstützt das Modul Digital Diagnostic Monitoring (DDM)?
Moderne SFP+ Module dieser Klasse unterstützen typischerweise DDM-Funktionen zur Überwachung von optischer Sendeleistung, Empfangspegel, Temperatur und weiteren Parametern. Hierzu liegen uns jedoch keine expliziten Herstellerangaben für dieses spezifische Modell vor. Die Verfügbarkeit kann beim Hersteller CBO GMBH erfragt werden.
Allgemein
Produktdatenblatt (PDF)
Link
Hinweise zu den Produktangaben: Diese Produktdarstellung richtet sich ausschließlich an gewerbliche Abnehmer:innen (Unternehmer:innen iSv § 14 BGB). Alle Angaben zu Spezifikationen, Verfügbarkeit und Lieferzeiten sind freibleibend und unverbindlich; sie stellen kein verbindliches Angebot dar. Maßgeblich werden Leistungsumfang und Konditionen erst mit unserer Auftragsbestätigung. Abbildungen können vom tatsächlichen Produkt abweichen. Hersteller-, Produkt- und Markennamen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber:innen und dienen ausschließlich der Beschreibung, eine Markenrechtsgestattung wird hierdurch nicht erteilt. Druckfehler, Irrtümer und Zwischenverkauf bleiben vorbehalten.
Alle Preise verstehen sich, sofern nicht anders gekennzeichnet, in Euro zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer (derzeit 19 %) und zzgl. Versandkosten. Es gelten ausschließlich unsereAGBin der zum Zeitpunkt der Bestellung jeweils gültigen Fassung.
Beratung, Garantie und Betreuung
Garantieerweiterung
Herstellergarantie verlängern oder auf Vor-Ort-Service erweitern. Passende Servicepakete für Lenovo, HP und Apple findet ihr in der Kategorie Garantie & Service.
Eingerichtet und betreut geliefert
Auf Wunsch kommt das Gerät mit Microsoft 365, SentinelOne Endpoint-Schutz und Backup eingerichtet an, mit laufender Betreuung ab 199,95 € pro Mitarbeitenden und Monat.
Projekt- und Mengenpreise
Ab 5 Stück oder für Rollouts erstellen wir ein Angebot mit Projektpreis, Lieferplan und Vor-Ort-Einrichtung in Rostock und bundesweit.