BlueOptics SFP-BIDI-1550-10-BO Netzwerk-Transceiver-Modul Faseroptik 1000 Mbit/s
BlueOptics SFP-BIDI-1550-10-BO: Bidirektionaler SFP-Transceiver für 10km Single-Mode-Verbindungen
Das BlueOptics SFP-BIDI-1550-10-BO ist ein bidirektionaler Gigabit-SFP-Transceiver, der speziell für Single-Mode-Glasfaser-Verbindungen über Distanzen bis zu 10 Kilometern entwickelt wurde. Als kompatible Alternative zu Original-Modulen bietet dieser BIDI-Transceiver eine kosteneffiziente Lösung für Netzwerk-Administratoren, die zuverlässige Punkt-zu-Punkt-Verbindungen in Campus- und Metropolitan-Netzwerken aufbauen möchten. Die BIDI-Technologie (Bidirectional) ermöglicht dabei die Datenübertragung in beide Richtungen über eine einzige Glasfaser, was die Verkabelungskosten erheblich reduziert und gleichzeitig die verfügbare Faserinfrastruktur optimal ausnutzt.
BIDI-Technologie: Doppelte Effizienz bei halber Verkabelung
Die Kernstärke des SFP-BIDI-1550-10-BO liegt in seiner bidirektionalen Übertragungstechnologie, die eine elegante Lösung für das häufige Problem der Faserknappheit in Netzwerkinstallationen darstellt. Während herkömmliche SFP-Module zwei separate Glasfasern für die Übertragung benötigen – eine für das Senden (Tx) und eine für das Empfangen (Rx) – arbeitet dieses BIDI-Modul mit nur einer einzigen Single-Mode-Faser.
Das technische Geheimnis liegt in der Verwendung unterschiedlicher Wellenlängen für die beiden Übertragungsrichtungen: Der Transceiver sendet Daten bei 1550 Nanometern und empfängt gleichzeitig bei 1310 Nanometern über dieselbe Faser. Diese Wellenlängentrennung (WDM - Wavelength Division Multiplexing) ermöglicht es, dass sich die beiden Signale nicht gegenseitig stören, obwohl sie denselben physischen Übertragungsweg nutzen.
Für Netzwerk-Administratoren bedeutet dies eine Halbierung des Faserverbrauchs, was besonders in bereits verlegten Kabeltrassen mit begrenzter Kapazität von enormem Wert ist. Ein typisches Szenario ist die Verbindung zwischen zwei Gebäuden, wo nur noch eine freie Faser zur Verfügung steht – mit BIDI-Technologie lässt sich dennoch eine vollwertige Gigabit-Verbindung realisieren, die mit herkömmlichen Transceivern unmöglich wäre.
Übertragungsreichweite und Single-Mode-Optimierung
Mit einer maximalen Übertragungsstrecke von 10.000 Metern positioniert sich der SFP-BIDI-1550-10-BO im Segment der mittleren bis langen Distanzen. Diese Reichweite macht das Modul ideal für Campus-Verbindungen zwischen entfernten Gebäuden, Industrieanlagen mit weitläufigen Arealen oder Metropolitan-Area-Networks (MAN), wo herkömmliche Kupferverbindungen längst an ihre physikalischen Grenzen stoßen.
Die Spezialisierung auf Single-Mode-Fasern ist dabei kein Zufall: Im Gegensatz zu Multi-Mode-Fasern, die aufgrund ihrer größeren Kerndicke verschiedene Lichtmodi gleichzeitig übertragen und dadurch bei längeren Distanzen unter Signaldispersion leiden, bieten Single-Mode-Fasern mit ihrem winzigen 9-Mikrometer-Kern eine praktisch verlustfreie Übertragung auch über große Entfernungen.
Die Wellenlängenwahl von 1550 nm für die Senderichtung ist ebenfalls durchdacht gewählt: Dieser Bereich liegt im sogenannten "dritten Fenster" der optischen Datenübertragung, wo Glasfasern ihre geringste Dämpfung aufweisen. Laut Hersteller ermöglicht dies eine optimale Signalqualität auch bei der maximalen Übertragungsdistanz von 10 Kilometern.
Gigabit-Ethernet und 1000BASE-Kompatibilität
Die Datenübertragungsrate von 1000 Mbit/s entspricht dem bewährten Gigabit-Ethernet-Standard und bietet damit ausreichend Bandbreite für die meisten Unternehmensanwendungen. Als 1000BASE-kompatibles Modul fügt sich der Transceiver nahtlos in bestehende Gigabit-Infrastrukturen ein, ohne dass Änderungen an Switch-Konfigurationen oder Netzwerkprotokollen erforderlich wären.
Für typische Büroumgebungen bedeutet dies, dass mehrere hundert Benutzer gleichzeitig auf Netzwerkressourcen zugreifen können, ohne dass die Verbindung zum Engpass wird. Auch anspruchsvolle Anwendungen wie IP-Telefonie, Videokonferenzen oder der Zugriff auf zentrale Fileserver profitieren von der stabilen Gigabit-Bandbreite.
Die SFP-Schnittstelle (Small Form-factor Pluggable) gewährleistet dabei die Kompatibilität mit einer Vielzahl von Netzwerkgeräten – von Managed Switches über Router bis hin zu Medienkonvertern. Der Hot-Swap-fähige Formfaktor ermöglicht es zudem, Module im laufenden Betrieb zu tauschen, ohne dass die gesamte Netzwerkinfrastruktur heruntergefahren werden muss.
LC-Connector und professionelle Verkabelung
Der LC-Anschluss (Lucent Connector) hat sich in professionellen Netzwerkumgebungen als Standard für Single-Mode-Verbindungen etabliert. Im Vergleich zu älteren SC-Connectoren bietet der LC-Stecker eine höhere Packungsdichte und damit mehr Flexibilität in dicht bestückten Patchfeldern.
Wichtig für die Installation: Bei BIDI-Modulen ist die korrekte Paarung essentiell. Das SFP-BIDI-1550-10-BO muss mit einem kompatiblen Gegenstück verbunden werden, das bei 1310 nm sendet und bei 1550 nm empfängt – typischerweise einem SFP-BIDI-1310-10-Modul. Diese Paarung ist nicht austauschbar: Zwei identische 1550-Module können nicht miteinander kommunizieren, da beide auf derselben Wellenlänge senden würden.
Die professionelle Verkabelung mit LC-Steckern erfordert entsprechende Glasfaserkabel mit Single-Mode-Charakteristik. Standard-Patchkabel für Multi-Mode-Anwendungen sind nicht kompatibel und würden zu erheblichen Signalverlusten führen. Laut Hersteller sollten nur qualitativ hochwertige Single-Mode-Kabel mit geringen Dämpfungswerten verwendet werden, um die maximale Übertragungsreichweite zu erreichen.
Digital Diagnostic Monitoring für proaktive Netzwerküberwachung
Eine der wertvollsten Funktionen des SFP-BIDI-1550-10-BO ist die integrierte Digital Diagnostic Monitoring (DDM)-Fähigkeit. Diese Technologie verwandelt den Transceiver von einem passiven Übertragungsmodul in einen intelligenten Netzwerkknoten, der kontinuierlich seine eigenen Betriebsparameter überwacht und an das übergeordnete Management-System weiterleitet.
DDM erfasst kritische Parameter wie die optische Sendeleistung, die empfangene Signalstärke, die Betriebstemperatur, die Versorgungsspannung und den Bias-Strom der Laserdiode. Diese Werte werden in Echtzeit ausgelesen und können über SNMP-Management-Systeme abgefragt werden. Für Netzwerk-Administratoren bedeutet dies die Möglichkeit zur proaktiven Wartung: Degradierende Verbindungen können erkannt werden, bevor sie zu Ausfällen führen.
Ein praktisches Beispiel: Steigt die Betriebstemperatur eines Transceivers kontinuierlich an, kann dies auf unzureichende Kühlung im Switch hinweisen. Sinkt die empfangene Signalstärke schleichend ab, deutet dies möglicherweise auf eine Verschlechterung der Faserverbindung oder Verschmutzung der Stecker hin. In beiden Fällen ermöglicht DDM eine rechtzeitige Intervention, bevor kritische Schwellwerte erreicht werden.
Kompatibilität und Einsatzgebiete
Laut Hersteller ist der SFP-BIDI-1550-10-BO speziell für die Kompatibilität mit Ubiquiti Networks-Produkten optimiert worden. Dies umfasst sowohl die Hardware-Kompatibilität auf Signaleben als auch die korrekte Implementierung von DDM-Funktionen und anderen herstellerspezifischen Features.
Für Unternehmen, die auf Ubiquiti-Switching-Infrastruktur setzen, bietet dies den Vorteil einer nahtlosen Integration ohne Kompatibilitätsprobleme oder Funktionseinschränkungen. Die charakteristische Edelstahl-Optik des Moduls fügt sich dabei harmonisch in professionelle Rack-Installationen ein.
Typische Einsatzgebiete für diesen BIDI-Transceiver sind Campus-Netzwerke mit mehreren Gebäuden, wo bestehende Glasfaser-Infrastruktur optimal genutzt werden soll. Bildungseinrichtungen profitieren von der Möglichkeit, mit einer einzigen Faser bidirektionale Gigabit-Verbindungen zwischen Bibliothek, Hörsaalgebäuden und Verwaltung zu realisieren. Industrieunternehmen nutzen die 10-Kilometer-Reichweite für Verbindungen zwischen Produktionshallen, Lagern und Bürogebäuden auf weitläufigen Firmengeländen.
Auch für Service Provider eignet sich das Modul zur kostengünstigen Erweiterung bestehender Metro-Ethernet-Services, wo die Faserkapazität begrenzt ist, aber zusätzliche Kundenanbindungen realisiert werden müssen. Die BIDI-Technologie ermöglicht es, die vorhandene Faserinfrastruktur zu verdoppeln, ohne neue Kabel verlegen zu müssen.
Installation und Betriebsaspekte
Die Installation des SFP-BIDI-1550-10-BO folgt den Standard-Prozeduren für SFP-Module: Das Modul wird einfach in den entsprechenden SFP-Cage eingeschoben, bis es einrastet. Der Hot-Swap-fähige Formfaktor ermöglicht dabei den Austausch im laufenden Betrieb, was bei wartungsintensiven Umgebungen ein erheblicher Vorteil ist.
Kritisch für den erfolgreichen Betrieb ist die korrekte Paarung mit dem Gegenstück: Das empfangende Ende muss zwingend mit einem SFP-BIDI-1310-Modul ausgestattet sein. Eine Verwechslung führt zu einer nicht funktionsfähigen Verbindung, da beide Module auf derselben Wellenlänge senden würden. Professionelle Netzwerkdokumentation sollte daher die Wellenlängen-Zuordnung klar dokumentieren.
Die Reichweite von 10 Kilometern ist ein Maximalwert, der unter optimalen Bedingungen erreicht wird. Faktoren wie die Qualität der verwendeten Glasfaser, die Anzahl der Verbindungsstellen (Splices und Stecker) sowie die Sauberkeit der optischen Verbindungen beeinflussen die tatsächlich erreichbare Distanz. In der Praxis sollte für kritische Verbindungen eine Sicherheitsreserve von etwa 20% eingeplant werden.
Häufige Fragen zum BlueOptics SFP-BIDI-1550-10-BO
Kann ich zwei identische SFP-BIDI-1550-Module miteinander verbinden?
Nein, das ist nicht möglich. BIDI-Module arbeiten mit unterschiedlichen Wellenlängen für Sende- und Empfangsrichtung. Das SFP-BIDI-1550-10-BO sendet bei 1550 nm und empfängt bei 1310 nm. Für eine funktionsfähige Verbindung benötigen Sie am anderen Ende ein Modul, das bei 1310 nm sendet und bei 1550 nm empfängt (typischerweise ein SFP-BIDI-1310-10-Modul). Zwei identische Module würden beide auf 1550 nm senden und könnten daher nicht miteinander kommunizieren.
Funktioniert das Modul auch mit Multi-Mode-Glasfasern?
Nein, das SFP-BIDI-1550-10-BO ist ausschließlich für Single-Mode-Glasfasern konzipiert. Multi-Mode-Fasern haben andere optische Eigenschaften und einen größeren Kernquerschnitt (50 oder 62,5 Mikrometer statt 9 Mikrometer bei Single-Mode). Die Verwendung mit Multi-Mode-Fasern würde zu erheblichen Signalverlusten und einer drastisch reduzierten Reichweite führen. Für die angegebene Übertragungsdistanz von 10 Kilometern sind Single-Mode-Fasern zwingend erforderlich.
Welche Switches sind mit diesem Modul kompatibel?
Laut Hersteller ist das Modul speziell für die Kompatibilität mit Ubiquiti Networks-Produkten optimiert. Grundsätzlich funktioniert es jedoch in jedem Switch oder Router mit Standard-SFP-Steckplätzen, die Gigabit-Ethernet unterstützen. Die DDM-Funktionen sind allerdings möglicherweise nicht in allen Geräten verfügbar. Für vollständige Funktionalität und garantierte Kompatibilität empfiehlt sich der Einsatz in Ubiquiti-Hardware.
Was bedeutet DDM und welche Vorteile bietet es?
DDM steht für Digital Diagnostic Monitoring und ist eine Technologie zur Echtzeitüberwachung der Transceiver-Parameter. Das Modul überwacht kontinuierlich Werte wie optische Sendeleistung, empfangene Signalstärke, Betriebstemperatur, Versorgungsspannung und Laser-Bias-Strom. Diese Daten können über das Netzwerk-Management-System abgerufen werden und ermöglichen eine proaktive Wartung. So können potenzielle Probleme erkannt werden, bevor sie zu Ausfällen führen.
Wie erkenne ich, welche Wellenlänge mein BIDI-Modul verwendet?
Die Wellenlängen sind normalerweise auf dem Etikett des Moduls angegeben. Das SFP-BIDI-1550-10-BO sendet bei 1550 nm (Tx) und empfängt bei 1310 nm (Rx). Zusätzlich sind BIDI-Module oft farbcodiert: Module mit 1550 nm Sendewellenlänge haben häufig einen blauen oder violetten Markierungsring, während 1310 nm Module meist einen roten oder orangen Ring tragen. Die genauen Spezifikationen finden Sie im Datenblatt oder auf dem Produktetikett.
Kann die Reichweite von 10 km in der Praxis immer erreicht werden?
Die angegebenen 10.000 Meter sind ein theoretischer Maximalwert unter optimalen Bedingungen. In der Praxis hängt die erreichbare Distanz von verschiedenen Faktoren ab: Qualität der Glasfaser, Anzahl der Verbindungsstellen (Splices, Stecker), Sauberkeit der optischen Verbindungen und Umgebungstemperatur. Für kritische Verbindungen sollte eine Sicherheitsreserve von etwa 20% eingeplant werden. Bei hochwertigen Single-Mode-Fasern und professioneller Installation sind jedoch Distanzen von 8-9 Kilometern realistisch erreichbar.
Allgemein
Produktdatenblatt (PDF)
Link
Hinweise zu den Produktangaben: Diese Produktdarstellung richtet sich ausschließlich an gewerbliche Abnehmer:innen (Unternehmer:innen iSv § 14 BGB). Alle Angaben zu Spezifikationen, Verfügbarkeit und Lieferzeiten sind freibleibend und unverbindlich; sie stellen kein verbindliches Angebot dar. Maßgeblich werden Leistungsumfang und Konditionen erst mit unserer Auftragsbestätigung. Abbildungen können vom tatsächlichen Produkt abweichen. Hersteller-, Produkt- und Markennamen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber:innen und dienen ausschließlich der Beschreibung, eine Markenrechtsgestattung wird hierdurch nicht erteilt. Druckfehler, Irrtümer und Zwischenverkauf bleiben vorbehalten.
Alle Preise verstehen sich, sofern nicht anders gekennzeichnet, in Euro zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer (derzeit 19 %) und zzgl. Versandkosten. Es gelten ausschließlich unsereAGBin der zum Zeitpunkt der Bestellung jeweils gültigen Fassung.
Beratung, Garantie und Betreuung
Garantieerweiterung
Herstellergarantie verlängern oder auf Vor-Ort-Service erweitern. Passende Servicepakete für Lenovo, HP und Apple findet ihr in der Kategorie Garantie & Service.
Eingerichtet und betreut geliefert
Auf Wunsch kommt das Gerät mit Microsoft 365, SentinelOne Endpoint-Schutz und Backup eingerichtet an, mit laufender Betreuung ab 199,95 € pro Mitarbeitenden und Monat.
Projekt- und Mengenpreise
Ab 5 Stück oder für Rollouts erstellen wir ein Angebot mit Projektpreis, Lieferplan und Vor-Ort-Einrichtung in Rostock und bundesweit.