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BlueOptics SFP-10G-ER-UQ-BO Netzwerk-Transceiver-Modul Faseroptik 10000 Mbit/s SFP+

Kabel & Adapter

CBO BlueOptics SFP+ BO35J15640D | 10G Single-Mode | 40km Reichweite

Herstellernummer: SFP-10G-ER-UQ-BO

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BlueOptics SFP-10G-ER-UQ-BO: Professionelles 10-Gigabit-Transceiver-Modul für Extended-Range-Verbindungen

Das BlueOptics SFP-10G-ER-UQ-BO ist ein hochleistungsfähiges SFP+ Transceiver-Modul, das speziell für Extended-Range-Glasfaserverbindungen bis 40 Kilometer entwickelt wurde. Als Ubiquiti Networks SFP-10G-ER kompatibler Transceiver bietet es Systemintegratoren und Netzwerkadministratoren eine kostengünstige Alternative für Campus-übergreifende 10-Gigabit-Verbindungen. Mit seiner robusten Metallkonstruktion und umfassender digitaler Diagnose-Überwachung erfüllt es professionelle Anforderungen in kritischen Netzwerkumgebungen. Die Kombination aus 1310-nm-Wellenlänge und Single-Mode-Faser-Unterstützung macht es zur idealen Lösung für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen über große Distanzen.

Technische Leistung und Übertragungscharakteristik

Der BlueOptics SFP-10G-ER-UQ-BO basiert auf bewährter Single-Mode-Fasertechnologie und liefert eine konstante Datenübertragungsrate von 10.000 Mbit/s (10 Gigabit Ethernet). Die Verwendung der 1310-nm-Wellenlänge ist dabei kein Zufall: Diese Wellenlänge liegt im sogenannten "Zero-Dispersion-Window" von Standard-Single-Mode-Fasern (ITU-T G.652), wodurch chromatische Dispersion minimiert und maximale Übertragungsdistanzen erreicht werden.

Mit einer maximalen Übertragungsstrecke von 40.000 Metern (40 Kilometer) positioniert sich dieses Modul klar im Extended-Range-Segment. Diese Reichweite ermöglicht Verbindungen zwischen weit entfernten Standorten, etwa zwischen Hauptgebäuden eines Campus, verschiedenen Unternehmenssitzen oder zwischen Rechenzentren in einer Großstadt. Die hohe Sendeleistung und Empfindlichkeit des Transceivers gewährleisten dabei auch über diese Distanzen eine stabile Signalqualität.

Der LC-Steckverbinder folgt dem Industriestandard für Single-Mode-Anwendungen und bietet durch sein Push-Pull-Design eine sichere, wiederholbare Verbindung. Die kompakte Bauform erlaubt hohe Portdichten in Switches und Routern, während die Hot-Plug-Fähigkeit einen unterbrechungsfreien Betrieb beim Modultausch gewährleistet.

Digitale Diagnose und Überwachungsfeatures

Ein entscheidendes Merkmal für den professionellen Einsatz ist die integrierte Digital Diagnostic Monitoring (DDM) Funktionalität. Diese ermöglicht die Echtzeitüberwachung kritischer Parameter wie Sendeleistung, Empfangsleistung, Temperatur und Versorgungsspannung direkt über die Netzwerk-Management-Software. Administratoren können dadurch proaktiv Verschlechterungen der Verbindungsqualität erkennen, bevor es zu Ausfällen kommt.

Die DDM-Funktion ist besonders bei Extended-Range-Verbindungen wertvoll, da hier bereits kleine Änderungen in der Faserqualität oder an Steckverbindungen erhebliche Auswirkungen auf die Signalqualität haben können. Durch kontinuierliches Monitoring der optischen Leistungswerte lassen sich Wartungsintervalle optimieren und ungeplante Ausfälle vermeiden.

Das Betriebstemperaturspektrum von 0 bis 70 Grad Celsius qualifiziert den Transceiver für den Einsatz in Standard-Netzwerkumgebungen. Diese Spezifikation ist ausreichend für klimatisierte Technikräume und die meisten Outdoor-Installationen in gemäßigten Klimazonen.

Kompatibilität und Integration

Als Ubiquiti Networks SFP-10G-ER kompatibler Transceiver wurde das BlueOptics-Modul speziell für die nahtlose Integration in Ubiquiti-Switching-Hardware entwickelt. Dies umfasst die komplette UniFi-Switch-Serie sowie die EdgeSwitch-Produktlinie. Die Firmware-Kompatibilität gewährleistet, dass alle erweiterten Features wie Link Aggregation, VLAN-Tagging und Quality-of-Service-Funktionen uneingeschränkt verfügbar bleiben.

Darüber hinaus folgt das Modul den IEEE 802.3ae-Standards für 10-Gigabit-Ethernet und ist damit grundsätzlich mit allen SFP+-fähigen Switches kompatibel, die Extended-Range-Module unterstützen. Die MSA-konforme (Multi-Source Agreement) Bauform gewährleistet mechanische und elektrische Kompatibilität zu Standard-SFP+-Ports.

Die RoHS-Konformität bestätigt, dass das Modul frei von gefährlichen Substanzen ist und den europäischen Umweltschutzstandards entspricht. Dies ist insbesondere für Unternehmen relevant, die strenge Compliance-Anforderungen erfüllen müssen.

Gehäusedesign und Zuverlässigkeit

Das Metallgehäuse des Transceivers bietet mehrere Vorteile gegenüber Kunststoffgehäusen: Bessere elektromagnetische Abschirmung, verbesserte Wärmeableitung und höhere mechanische Robustheit. Mit einem Gewicht von nur 20 Gramm bleibt das Modul trotz der robusten Konstruktion leicht genug, um auch bei vollbestückten Switch-Chassis keine mechanischen Probleme zu verursachen.

Die Hot-Plug-Fähigkeit ermöglicht den Austausch des Moduls im laufenden Betrieb, ohne dass der gesamte Switch neugestartet werden muss. Dies ist besonders in kritischen Netzwerkumgebungen wichtig, wo Ausfallzeiten minimiert werden müssen. Die standardisierte Bauform gewährleistet dabei, dass das Modul auch in dicht gepackten Switch-Umgebungen einfach zugänglich bleibt.

Installation und Inbetriebnahme

Die Installation des BlueOptics SFP-10G-ER-UQ-BO ist denkbar einfach: Nach dem Entfernen der Schutzkappe wird das Modul in den entsprechenden SFP+-Port eingesteckt, bis es hörbar einrastet. Die LC-Stecker der Glasfaserkabel werden anschließend in die entsprechenden Ports eingesteckt – üblicherweise TX (Transmit) und RX (Receive) je nach Kabelkonfiguration.

Bei Extended-Range-Verbindungen ist die Qualität der Glasfaser besonders kritisch. Standard-Single-Mode-Faser nach ITU-T G.652 ist für die vollen 40 Kilometer Reichweite erforderlich. Multimode-Faser ist nicht kompatibel und würde die Reichweite drastisch reduzieren. Auch die Qualität der Steckverbinder und Spleißstellen entlang der Übertragungsstrecke beeinflusst die maximale Reichweite erheblich.

Nach der physikalischen Installation erkennt das Host-System das Modul automatisch. Die DDM-Funktionen werden über SNMP oder entsprechende Management-Interfaces der Switch-Software zugänglich. Eine initiale Überprüfung der optischen Leistungswerte hilft dabei, die Verbindungsqualität zu verifizieren.

Einsatzbereiche und Anwendungsszenarien

  • Campus-Netzwerke mit großen Distanzen: Verbindung zwischen Gebäuden eines Universitäts- oder Firmen-Campus, wo die Distanzen für Standard-LR-Module zu groß sind
  • Metro-Ethernet-Verbindungen: Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zwischen Standorten in derselben Stadt, etwa zwischen Hauptsitz und Zweigstellen
  • Rechenzentrum-Interconnect: Verbindung zwischen geografisch getrennten Rechenzentren für Disaster Recovery oder Load Balancing
  • Carrier-Ethernet-Services: Bereitstellung von dedizierten 10-Gigabit-Verbindungen für Unternehmenskunden über bestehende Glasfaser-Infrastruktur
  • Backbone-Verbindungen in weitläufigen Industrieanlagen: Vernetzung von Produktionsstandorten, Lagerhallen oder Hafenterminals über große Distanzen

Die 40-Kilometer-Reichweite macht das Modul besonders attraktiv für Szenarien, wo Standard-LR-Module (10 km) nicht ausreichen, aber die Kosten für ZR-Module (80+ km) nicht gerechtfertigt sind. In der Praxis deckt diese Reichweite die meisten metropolitanen Verbindungsanforderungen ab.

Wartung und Lifecycle-Management

Dank der DDM-Funktionalität lässt sich der Zustand des Transceivers kontinuierlich überwachen. Typische Überwachungsparameter umfassen die optische Sendeleistung, Empfangsleistung, Temperatur und Versorgungsspannung. Abweichungen von den Normalwerten können auf beginnende Hardware-Probleme oder Verschlechterungen in der Glasfaser-Infrastruktur hindeuten.

Die erwartete Lebensdauer von SFP+-Transceivern liegt typischerweise bei 10-15 Jahren unter normalen Betriebsbedingungen. Faktoren wie Temperaturzyklen, mechanische Belastung durch häufiges Ein-/Ausstecken und die Qualität der optischen Verbindungen beeinflussen die Lebensdauer. Eine proaktive Überwachung der DDM-Parameter ermöglicht es, Module zu ersetzen, bevor es zu Ausfällen kommt.

Für kritische Anwendungen empfiehlt sich die Bereithaltung von Ersatzmodulen, da Extended-Range-Transceiver aufgrund ihrer spezialisierten Natur nicht immer sofort verfügbar sind. Die Hot-Plug-Fähigkeit ermöglicht dabei einen schnellen Austausch ohne Netzwerkunterbrechung.

Häufige Fragen

Ist das Modul mit Standard-Multimode-Fasern kompatibel?

Nein, dieses Extended-Range-Modul ist ausschließlich für Single-Mode-Fasern konzipiert. Die 1310-nm-Wellenlänge und die hohe Sendeleistung sind spezifisch für Single-Mode-Übertragungen optimiert. Bei Multimode-Fasern würde die Reichweite drastisch reduziert und die Spezifikationen nicht erreicht werden.

Welche maximale Dämpfung verträgt die 40-km-Verbindung?

Hierzu liegen uns keine spezifischen Herstellerangaben vor. Die tatsächliche Reichweite hängt von der Qualität der Glasfaser, der Anzahl der Verbindungen und Spleißstellen sowie den Umgebungsbedingungen ab. Für eine genaue Beurteilung sollte eine Link-Budget-Berechnung basierend auf den konkreten Installationsbedingungen durchgeführt werden.

Kann das Modul in beiden LC-Ports das gleiche Signal übertragen?

Nein, das Modul arbeitet mit getrennten TX- (Transmit) und RX- (Receive) Kanälen. Ein Port sendet bei 1310 nm, der andere empfängt bei derselben Wellenlänge. Für eine bidirektionale Verbindung werden immer zwei Module benötigt – eines an jedem Ende der Glasfaser-Verbindung.

Unterstützt das Modul Forward Error Correction (FEC)?

Zu FEC-Unterstützung liegen uns keine spezifischen Herstellerangaben vor. FEC-Funktionalität wird typischerweise vom Host-System (Switch/Router) implementiert, nicht vom Transceiver-Modul selbst. Die Kompatibilität hängt von der verwendeten Switching-Hardware ab.

Wie hoch ist der Stromverbrauch des Moduls?

Der spezifische Stromverbrauch ist in den vorliegenden Daten nicht angegeben. Extended-Range-Module haben typischerweise einen höheren Stromverbrauch als Standard-LR-Module aufgrund der höheren optischen Sendeleistung. Der genaue Wert sollte beim Hersteller erfragt werden, insbesondere bei der Planung von Switch-Chassis mit vielen Modulen.

Ist eine Kalibrierung oder regelmäßige Wartung erforderlich?

SFP+-Module sind wartungsfreie Komponenten ohne bewegliche Teile. Eine Kalibrierung ist nicht erforderlich. Die DDM-Funktionalität ermöglicht jedoch die kontinuierliche Überwachung der Leistungsparameter, wodurch sich der Zustand des Moduls beurteilen lässt. Regelmäßige Reinigung der optischen Steckverbinder verlängert die Lebensdauer und erhält die Signalqualität.

Allgemein

Hersteller
CBO GMBH
Herstellernummer
SFP-10G-ER-UQ-BO

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