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BlueOptics SFP-BXU35-20KM-UQ-BO Netzwerk-Transceiver-Modul Faseroptik 1250 Mbit/s

Kabel & Adapter

CBO BlueOptics SFP-BXU35 | 20km BiDi Transceiver | 1.25 Gbit/s

Herstellernummer: SFP-BXU35-20KM-UQ-BO

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BlueOptics SFP-BXU35-20KM-UQ-BO: Professioneller Glasfaser-Transceiver für Langstreckenverbindungen

Das BlueOptics SFP-BXU35-20KM-UQ-BO ist ein Single-Mode-Glasfaser-Transceiver-Modul, das speziell für professionelle Netzwerkinfrastrukturen mit Langstreckenverbindungen bis 20 Kilometer entwickelt wurde. Als bidirektionales BX-U-Modul nutzt es eine einzige Glasfaser für gleichzeitige Datenübertragung in beide Richtungen und erreicht dabei Gigabit-Ethernet-Geschwindigkeiten von bis zu 1250 Mbit/s. Die robuste Metallkonstruktion und die Hot-Plug-Fähigkeit machen es zur idealen Lösung für unternehmenskritische Anwendungen in Rechenzentren, Campus-Netzwerken und Telekommunikationsinfrastrukturen.

SFP-Technologie und Übertragungsstandard

Das SFP-BXU35-20KM-UQ-BO basiert auf dem bewährten Small Form-factor Pluggable (SFP) Standard, der sich als Industriestandard für modulare Netzwerk-Transceiver etabliert hat. Der entscheidende Vorteil der SFP-Bauform liegt in ihrer Flexibilität: Netzwerkadministratoren können je nach Anforderung zwischen verschiedenen Transceiver-Typen wechseln, ohne die gesamte Hardware austauschen zu müssen.

Besonders hervorzuheben ist die BX-U-Spezifikation (Bidirectional Upstream), die eine kostengünstige und platzsparende Lösung für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen ermöglicht. Während herkömmliche Duplex-Verbindungen zwei Glasfasern benötigen (eine für jede Übertragungsrichtung), kommt dieser Transceiver mit nur einer Single-Mode-Faser aus. Dies wird durch die Verwendung unterschiedlicher Wellenlängen erreicht: 1310 nm für die Sendung (Tx) und 1550 nm für den Empfang (Rx).

Die maximale Datenübertragungsrate von 1250 Mbit/s entspricht dem Gigabit-Ethernet-Standard und bietet damit ausreichend Bandbreite für anspruchsvolle Unternehmensanwendungen. Diese Geschwindigkeit ermöglicht problemlose Übertragung von großen Datenmengen, Video-Streaming in hoher Qualität und unterstützt moderne Unified-Communications-Lösungen ohne Engpässe.

Glasfaser-Spezifikationen und Reichweite

Das Modul ist für den Einsatz mit 9/125 µm Single-Mode-Glasfasern optimiert, dem internationalen Standard für Langstreckenverbindungen. Der geringe Kerndurchmesser von nur 9 Mikrometern ermöglicht es dem Licht, sich praktisch ohne Dispersion auszubreiten, was die beeindruckende maximale Übertragungsstrecke von 20 Kilometern erklärt.

Diese Reichweite positioniert das SFP-BXU35-20KM-UQ-BO im mittleren Segment der Langstrecken-Transceiver. Während kürzere Distanzen oft mit kostengünstigeren Multi-Mode-Lösungen realisiert werden können, erfordern Verbindungen über mehrere Kilometer zwingend Single-Mode-Technik. Die 20-Kilometer-Reichweite deckt dabei typische Szenarien ab wie Campus-Vernetzung zwischen weit entfernten Gebäuden, Verbindungen zwischen Rechenzentren in derselben Stadt oder die Anbindung von Außenstellen.

Der LC-Steckverbinder (Lucent Connector) ist der aktuelle Industriestandard für Single-Mode-Anwendungen und bietet eine kompakte, zuverlässige Verbindung. Die Push-Pull-Mechanik ermöglicht einfache Installation und Wartung, während die geringe Bauform auch in dicht bestückten Patchfeldern ausreichend Platz lässt.

Bidirektionale Übertragungstechnik im Detail

Die BX-U-Technologie (Bidirectional Upstream) stellt eine elegante Lösung für das Problem der Fasereinsparung dar. Traditionelle Duplex-Verbindungen benötigen zwei Glasfasern – eine für jede Übertragungsrichtung. Das führt nicht nur zu höheren Kabelkosten, sondern auch zu einem erhöhten Platzbedarf in Kabelkanälen und an Rangierverteilern.

Das BlueOptics-Modul löst dieses Problem durch Wellenlängentrennung (Wavelength Division Multiplexing, WDM): Es sendet auf 1310 nm und empfängt auf 1550 nm. Für eine funktionsfähige Verbindung wird ein komplementäres BX-D-Modul (Bidirectional Downstream) benötigt, das auf 1550 nm sendet und auf 1310 nm empfängt. Diese Technik halbiert effektiv die benötigte Faseranzahl und reduziert damit Installations- und Infrastrukturkosten erheblich.

Die Wellenlängentrennung ist dabei so robust, dass beide Signale ohne gegenseitige Interferenz über dieselbe Faser übertragen werden können. Optische Filter und präzise abgestimmte Laser sorgen für saubere Signaltrennung und minimieren das Übersprechen zwischen den Kanälen.

Konstruktion und Zuverlässigkeit

Das robuste Metallgehäuse in silberner Ausführung gewährleistet optimale elektromagnetische Abschirmung und Wärmeableitung – ein entscheidender Faktor für die Langzeitstabilität optischer Komponenten. Laser-Dioden sind temperaturempfindlich, und die Metallkonstruktion hilft dabei, Temperaturschwankungen zu minimieren und die Signalqualität konstant zu halten.

Mit nur 20 Gramm Gewicht belastet das Modul SFP-Ports nicht übermäßig und eignet sich auch für Anwendungen, bei denen das Gesamtgewicht der Netzwerkausrüstung eine Rolle spielt. Die kompakte Bauform folgt dem SFP-MSA-Standard (Multi-Source Agreement) und garantiert damit Kompatibilität mit einer breiten Palette von Switches, Routern und Media-Convertern verschiedener Hersteller.

Besonders wichtig für den Betrieb in produktiven Umgebungen ist die Hot-Plug-Fähigkeit. Module können im laufenden Betrieb gewechselt werden, ohne dass nachgelagerte Systeme heruntergefahren oder Verbindungen unterbrochen werden müssen. Dies reduziert Wartungszeiten erheblich und erhöht die Verfügbarkeit kritischer Netzwerkverbindungen.

Die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen (MTBF) von 1.000.000 Stunden spricht für die hohe Qualität der verwendeten Komponenten. Dieser Wert entspricht einer theoretischen Laufzeit von über 114 Jahren bei Dauerbetrieb – in der Praxis bedeutet das eine sehr geringe Ausfallwahrscheinlichkeit über die typische Lebensdauer von Netzwerkinfrastrukturen.

Betriebsbedingungen und Umgebungsanforderungen

Der spezifizierte Betriebstemperaturbereich von 0 bis 70 °C macht das Modul für Standard-Rechenzentrumsumgebungen und klimatisierte Technikräume geeignet. Diese Spezifikation entspricht dem Commercial-Grade-Standard und ist für die meisten Indoor-Anwendungen ausreichend. Für Außenanwendungen oder ungeklimatisierte Umgebungen wären Industrial-Grade-Module mit erweiterten Temperaturbereichen erforderlich.

Optische Transceiver sind generell empfindlich gegenüber Feuchtigkeit und Staub, weshalb sie typischerweise in kontrollierten Umgebungen eingesetzt werden. Die SFP-Bauform selbst bietet bereits einen gewissen Schutz durch die geschlossene Konstruktion, dennoch sollten die Module in sauberen, gut belüfteten Räumen betrieben werden.

Installation und Kompatibilität

Die Installation erfolgt werkzeuglos durch einfaches Einstecken in kompatible SFP-Ports. Der standardisierte SFP-Connector gewährleistet mechanische und elektrische Kompatibilität mit Equipment verschiedener Hersteller, darunter Cisco, Juniper, HP Enterprise, Netgear und viele andere. Wichtig ist dabei die Beachtung der optischen Parameter – das Modul muss mit der vorhandenen Glasfaser-Infrastruktur und den Gegenstellen kompatibel sein.

Für den Betrieb mit diesem BX-U-Modul wird zwingend ein komplementäres BX-D-Modul auf der Gegenseite benötigt. Eine Verbindung zwischen zwei BX-U- oder zwei BX-D-Modulen ist technisch nicht möglich, da beide Module auf denselben Wellenlängen senden und empfangen würden.

Die Verkabelung erfolgt über Standard-LC-Patchkabel mit Single-Mode-Fasern. Dabei ist zu beachten, dass nur eine Faser pro Verbindung benötigt wird, im Gegensatz zu herkömmlichen Duplex-Verbindungen. Dies kann bei der Planung und Dokumentation der Verkabelung zu Verwirrung führen und sollte entsprechend gekennzeichnet werden.

Ideal für diese Einsatzbereiche

  • Campus-Netzwerke und Gebäudevernetzung: Die 20-Kilometer-Reichweite macht das Modul ideal für die Verbindung weit entfernter Gebäude auf Firmengeländen, Universitätscampus oder Industriearealen, wo Kupferverkabelung aufgrund der Distanz nicht mehr möglich ist.
  • Metro-Ethernet und Carrier-Anwendungen: Telekommunikationsanbieter nutzen solche Module für Last-Mile-Verbindungen und die Anbindung von Kundenstandorten an das Backbone-Netz, wobei die bidirektionale Technik Faserkosten reduziert.
  • Rechenzentrumsvernetzung: Für Verbindungen zwischen verschiedenen Rechenzentrumsstandorten innerhalb einer Stadt oder Region, wo die Single-Mode-Technik optimale Signalqualität über große Distanzen gewährleistet.
  • Backup- und Disaster-Recovery-Verbindungen: Die hohe Reichweite ermöglicht kostengünstige dedizierte Verbindungen zu ausgelagerten Backup-Standorten, ohne auf teure Carrier-Services angewiesen zu sein.
  • Industrielle Netzwerke: In großflächigen Produktionsanlagen oder Energieversorgungsnetzen, wo Kontrollzentren mit weit entfernten Anlagen verbunden werden müssen und die Single-Mode-Technik Immunität gegen elektromagnetische Interferenzen bietet.

Häufige Fragen zum SFP-BXU35-20KM-UQ-BO

Kann ich zwei BX-U-Module direkt miteinander verbinden?

Nein, das ist nicht möglich. BX-U-Module sind nur mit BX-D-Modulen kompatibel. Beide Module würden auf derselben Wellenlänge (1310 nm) senden und auf derselben Wellenlänge (1550 nm) empfangen, was zu Interferenzen führt. Für eine funktionierende Verbindung benötigen Sie ein BX-D-Modul auf der Gegenseite.

Welche Glasfaser-Typen sind kompatibel?

Das Modul ist ausschließlich für Single-Mode-Glasfasern mit 9/125 µm Kern-/Manteldurchmesser spezifiziert. Multi-Mode-Fasern sind nicht kompatibel. Die meisten modernen Gebäude-Verkabelungen nach TIA-568 oder ISO/IEC 11801 verwenden bereits diesen Standard für Langstreckenverbindungen.

Ist das Modul mit Cisco-Equipment kompatibel?

Das Modul folgt dem SFP-MSA-Standard und ist mechanisch sowie elektrisch mit Standard-SFP-Ports kompatibel. Jedoch können einige Hersteller wie Cisco Kompatibilitätsprüfungen implementieren. Informieren Sie sich vor dem Einsatz über die spezifischen Kompatibilitätsrichtlinien Ihres Equipment-Herstellers.

Wie hoch ist der Stromverbrauch des Moduls?

Hierzu liegen uns keine spezifischen Herstellerangaben vor. Typische SFP-Module dieser Klasse benötigen zwischen 0,5 und 1,5 Watt, die genauen Werte finden Sie im Datenblatt des Herstellers oder in der Gerätedokumentation Ihres Switches.

Benötige ich spezielle Patchkabel für die bidirektionale Übertragung?

Nein, Sie können Standard-LC-Patchkabel mit Single-Mode-Faser verwenden. Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass nur eine Faser pro Verbindung benötigt wird statt der üblichen zwei bei Duplex-Verbindungen. Achten Sie darauf, dass das Patchkabel für die Wellenlängen 1310 nm und 1550 nm geeignet ist, was bei modernen Single-Mode-Kabeln standardmäßig der Fall ist.

Kann ich das Modul auch für kürzere Distanzen einsetzen?

Ja, das Modul funktioniert auch bei kürzeren Distanzen problemlos. Die Mindestreichweite beträgt typischerweise wenige Meter. Bei sehr kurzen Distanzen unter 2 Kilometern könnten jedoch kostengünstigere Short-Range-Module wirtschaftlicher sein, außer Sie planen zukünftige Erweiterungen der Verbindungsstrecke.

Allgemein

Hersteller
CBO GMBH
Herstellernummer
SFP-BXU35-20KM-UQ-BO

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