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BlueOptics SFP-10G-ZR-UQ Netzwerk-Transceiver-Modul Faseroptik 10000 Mbit/s SFP+ 1550 nm

Kabel & Adapter

CBO SFP+ 10G-ZR Transceiver | 80km SMF | LC 1550nm DDM

Herstellernummer: SFP-10G-ZR-UQ-BO

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BlueOptics SFP-10G-ZR-UQ: Glasfaser-Transceiver für extreme Reichweiten bis 80 Kilometer

Das BlueOptics SFP-10G-ZR-UQ ist ein hochspezialisierter SFP+ Transceiver, der für Glasfaserverbindungen mit extremen Reichweiten von bis zu 80 Kilometern entwickelt wurde. Als ZR-Standard-Modul (Zone Reach) richtet es sich primär an Telekommunikationsanbieter, Rechenzentrumsverbindungen zwischen Standorten und Unternehmensnetze mit weitläufiger Infrastruktur. Die Besonderheit liegt in der außergewöhnlichen Übertragungsstrecke bei gleichzeitig hoher 10-Gigabit-Ethernet-Performance über Single-Mode-Faser.

Technische Grundlagen und Übertragungsleistung

Der BlueOptics SFP-10G-ZR-UQ basiert auf der bewährten SFP+ (Small Form-factor Pluggable Plus) Technologie und erreicht eine maximale Datenübertragungsrate von 10.000 Mbit/s, entsprechend 10 Gigabit Ethernet. Das Modul arbeitet ausschließlich mit Single-Mode-Fasern (SMF), die aufgrund ihres geringen Kerndurchmessers von typisch 9 Mikrometern die extremen Reichweiten erst ermöglichen. Im Gegensatz zu Multi-Mode-Fasern, die durch Lichtstreuung auf kürzere Distanzen begrenzt sind, können Single-Mode-Fasern das Lichtsignal nahezu verlustfrei über Dutzende von Kilometern transportieren.

Die optische Wellenlänge beträgt 1550 Nanometer, sowohl für Sende- (Tx) als auch für Empfangsrichtung (Rx). Diese Wellenlänge liegt im sogenannten L-Band des optischen Spektrums und zeichnet sich durch minimale Dämpfung in Glasfasern aus. Laut Hersteller ermöglicht das Modul Übertragungsstrecken von maximal 80.000 Metern – das entspricht 80 Kilometern und positioniert es klar im ZR-Segment (Zone Reach) für Metropolitan Area Networks und Weitverkehrsverbindungen.

Das Transceiver-Modul unterstützt die 10GBASE-Verkabelungstechnologie und ist vollständig kompatibel zu den IEEE 802.3ae Standards. Durch die integrierte Digitale Diagnose-Überwachung (DDM) lassen sich wichtige Betriebsparameter wie optische Sendeleistung, Empfangsleistung, Temperatur und Spannung in Echtzeit überwachen. Dies ermöglicht präventive Wartung und vereinfacht die Fehlerdiagnose in kritischen Netzwerkinfrastrukturen.

Optische Eigenschaften und Faserkompatibilität

Der LC-Steckverbinder (Lucent Connector) ist zum Standard für moderne SFP+ Module geworden und bietet eine kompakte, zuverlässige Verbindung zur Glasfaser. Der LC-Anschluss ist dabei als Duplex-Verbindung ausgeführt – eine Faser für Senden, eine für Empfangen. Diese Trennung von Sende- und Empfangsweg eliminiert Reflexionen und optimiert die Signalqualität über die langen Übertragungsstrecken.

Die Wellenlänge von 1550 nm liegt strategisch günstig im Absorptionsminimum von Glasfasern. Während Wellenlängen um 850 nm (typisch für Multi-Mode) bereits nach wenigen Hundert Metern stark gedämpft werden, erreicht Licht bei 1550 nm Dämpfungswerte von nur etwa 0,2 dB pro Kilometer. Bei der maximalen Reichweite von 80 Kilometern bedeutet dies eine theoretische Gesamtdämpfung von 16 dB – ein Wert, den moderne Transceiver mit ausreichender optischer Sendeleistung problemlos kompensieren können.

Wichtig für die Planung: Das Modul arbeitet ausschließlich mit Single-Mode-Fasern. Multi-Mode-Fasern, wie sie oft in lokalen Netzwerken eingesetzt werden, sind nicht kompatibel. Die Single-Mode-Faser erfordert präzisere Steckverbinder und Spleißtechnik, bietet dafür aber die Grundlage für die extreme Reichweite des ZR-Standards.

Einsatzgebiete und Netzwerkarchitekturen

Der BlueOptics SFP-10G-ZR-UQ wurde primär für Weitverkehrsanwendungen entwickelt, bei denen herkömmliche SR- oder LR-Transceiver an ihre physikalischen Grenzen stoßen. Telekommunikationsanbieter nutzen ZR-Module für die Verbindung zwischen Vermittlungsstellen über Stadtgebiete hinweg oder für Backbone-Verbindungen zwischen Ballungsräumen. Die 80-Kilometer-Reichweite ermöglicht es, Metropolitan Area Networks (MANs) ohne optische Zwischenverstärker aufzubauen.

In Unternehmensumgebungen eignet sich das Modul für die Vernetzung weit entfernter Standorte, beispielsweise zwischen Hauptsitz und Produktionsstätten, Rechenzentren oder Zweigstellen. Auch für Backup-Verbindungen über alternative Routenführungen ist die hohe Reichweite vorteilhaft – so können redundante Glasfaserwege aufgebaut werden, die physisch vollständig getrennte Strecken nutzen.

Rechenzentrumsverbindungen profitieren ebenfalls von der ZR-Technologie, insbesondere bei Disaster-Recovery-Szenarien. Backup-Rechenzentren können in sicherer Entfernung zum Hauptstandort positioniert werden, ohne auf die Performance von 10-Gigabit-Ethernet verzichten zu müssen. Die niedrige Latenz von Glasfaserverbindungen ermöglicht dabei sogar synchrone Datenreplikation über beträchtliche Distanzen.

Installation und Kompatibilität

Als standardkonformes SFP+ Modul ist der BlueOptics SFP-10G-ZR-UQ mit nahezu allen aktuellen Switches, Routern und Netzwerkkarten kompatibel, die über SFP+ Slots verfügen. Die Hot-Swap-Fähigkeit ermöglicht den Austausch während des laufenden Betriebs, ohne dass Netzwerkunterbrechungen entstehen. Das kompakte Formfaktor-Design mit nur 20 Gramm Gewicht belastet die Geräte-Slots minimal und ermöglicht hohe Portdichten in Switches und Routern.

Die Betriebstemperatur ist laut Hersteller für bis zu 70°C spezifiziert, was auch den Einsatz in weniger klimatisierten Umgebungen oder bei höherer Umgebungstemperatur ermöglicht. Dies ist besonders relevant für Außeninstallationen oder Netzwerkschränke ohne perfekte Klimatisierung. Die silberne Farbgebung entspricht den Industriestandards und erleichtert die visuelle Identifikation in dicht bestückten Racks.

Ein wesentlicher Vorteil gegenüber proprietären Transceivern liegt in der herstellerunabhängigen Kompatibilität. Das Modul lässt sich in Geräten verschiedener Netzwerk-Hersteller einsetzen, ohne auf spezielle Firmware oder Konfigurationen angewiesen zu sein. Dies reduziert Lagerkosten und vereinfacht die Wartung heterogener Netzwerklandschaften.

Überwachung und Netzwerkmanagement

Die integrierte Digital Diagnostic Monitoring (DDM) Funktionalität ist ein entscheidender Vorteil für professionelle Netzwerkumgebungen. Das Modul übermittelt kontinuierlich Informationen über seine optische Sendeleistung, die empfangene optische Leistung, die interne Betriebstemperatur und die Versorgungsspannung. Diese Werte können über Standard-SNMP-Protokolle ausgelesen und in Netzwerk-Management-Systeme integriert werden.

Besonders bei den extremen Reichweiten des ZR-Standards ist diese Überwachung kritisch. Bereits geringe Verschlechterungen der Faserverbindung – durch Verschmutzung von Steckern, mechanische Belastung oder Alterung – können bei 80-Kilometer-Strecken zu Signalverlusten führen. Die DDM-Funktion ermöglicht es Administratoren, Trends zu erkennen und präventiv zu handeln, bevor es zu Ausfällen kommt.

Die kontinuierliche Temperaturüberwachung ist ebenfalls essentiell, da Temperaturschwankungen die Wellenlänge geringfügig verschieben können. Bei den engen Toleranzen der DWDM-Technik (Dense Wavelength Division Multiplexing), die oft in Weitverkehrsnetzen eingesetzt wird, kann bereits eine minimale Wellenlängenabweichung zu Störungen führen. Das DDM-System warnt rechtzeitig vor kritischen Zuständen.

Wirtschaftliche Betrachtungen und Alternativen

ZR-Transceiver wie der BlueOptics SFP-10G-ZR-UQ positionieren sich in einer spezialisierten Nische zwischen den kostengünstigeren LR-Modulen (bis 10 km) und den deutlich teureren Weitverkehrslösungen mit optischen Verstärkern. Für Strecken zwischen 10 und 80 Kilometern bieten sie oft die wirtschaftlichste Lösung, da sie ohne zusätzliche aktive Komponenten auskommen.

Die Alternative zu ZR-Modulen wären LR-Transceiver in Kombination mit optischen Verstärkern oder DWDM-Systemen. Diese Lösungen sind jedoch deutlich komplexer, erfordern zusätzliche Stromversorgung entlang der Strecke und verursachen höhere Installations- und Wartungskosten. Für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen ohne Zwischenverstärkung ist das ZR-Modul daher meist die praktikablere Wahl.

Bei der Glasfaser-Infrastruktur selbst müssen jedoch die höheren Anforderungen des ZR-Standards berücksichtigt werden. Die Faser sollte eine niedrige Dämpfung aufweisen, und alle Steckverbindungen und Spleißstellen müssen hochwertig ausgeführt sein. Bereits kleine Unreinheiten oder unsaubere Stecker können bei den extremen Reichweiten zu Problemen führen.

Häufige Fragen zum BlueOptics SFP-10G-ZR-UQ

Kann das Modul auch mit kürzeren Glasfaserstrecken verwendet werden?

Ja, das ZR-Modul funktioniert problemlos auch bei kürzeren Strecken ab wenigen Metern. Die hohe optische Sendeleistung wird dabei automatisch angepasst, um Übersteuerung des Empfängers zu vermeiden. Allerdings ist es für kurze Strecken überdimensioniert und kostspieliger als SR- oder LR-Module.

Ist das Modul mit Multi-Mode-Fasern kompatibel?

Nein, das SFP-10G-ZR-UQ arbeitet ausschließlich mit Single-Mode-Glasfasern. Multi-Mode-Fasern sind aufgrund ihrer anderen optischen Eigenschaften und des größeren Kerndurchmessers nicht kompatibel. Für Multi-Mode-Anwendungen sind SR-Module die richtige Wahl.

Welche Dämpfungsreserven sollten bei 80 km Reichweite eingeplant werden?

Laut Hersteller ist das Modul für maximal 80 Kilometer spezifiziert. In der Praxis sollten jedoch Reserven für Alterung der Faser, zusätzliche Steckverbindungen und Umwelteinflüsse eingeplant werden. Eine Dämpfungsreserve von 3-5 dB ist bei kritischen Verbindungen empfehlenswert.

Wie hoch ist der Stromverbrauch des Transceivers?

Hierzu liegen uns keine spezifischen Herstellerangaben vor. ZR-Module haben aufgrund der höheren optischen Sendeleistung typischerweise einen etwas höheren Stromverbrauch als SR- oder LR-Varianten, bewegen sich aber weiterhin im Rahmen der SFP+ Standards.

Unterstützt das Modul Forward Error Correction (FEC)?

Informationen über FEC-Unterstützung sind in den verfügbaren Produktdaten nicht spezifiziert. Bei kritischen Weitverkehrsverbindungen sollte diese Funktion mit dem Hersteller oder dem kompatiblen Netzwerkgerät abgeklärt werden.

Kann das Modul in bestehende DWDM-Systeme integriert werden?

Das Modul arbeitet mit der Standard-Wellenlänge 1550 nm. Für DWDM-Anwendungen werden jedoch meist Module mit exakt definierten ITU-Grid-Wellenlängen benötigt. Hierzu liegen uns keine spezifischen Angaben zur DWDM-Kompatibilität vor - dies sollte projektspezifisch geprüft werden.

Allgemein

Hersteller
CBO GMBH
Herstellernummer
SFP-10G-ZR-UQ-BO

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