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BlueOptics UF-SM-10G-S-1270-20-BO Netzwerk-Transceiver-Modul Faseroptik 10000 Mbit/s SFP+

Kabel & Adapter

CBO UF-SM-10G-S-1270-20 | SFP+ 10G BiDi Transceiver | 20km SM

Herstellernummer: UF-SM-10G-S-1270-20-BO

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BlueOptics UF-SM-10G-S-1270-20 kompatibles SFP+ Transceiver-Modul im Detail

Das BlueOptics UF-SM-10G-S-1270-20-BO ist ein hochperformantes SFP+ Transceiver-Modul für professionelle Netzwerkinfrastrukturen, das eine zuverlässige 10-Gigabit-Ethernet-Übertragung über Singlemode-Glasfaser ermöglicht. Als kompatible Alternative zu Original-Equipment-Manufacturer-Modulen bietet es eine kosteneffiziente Lösung für Rechenzentren, Unternehmensnetze und Service-Provider-Umgebungen. Mit einer beeindruckenden maximalen Übertragungsdistanz von 20 Kilometern und der BiDi-Technologie (BX-U Standard) eignet sich das Modul besonders für weitreichende Campus- und Metropolitan-Area-Network-Verbindungen.

Übertragungsleistung und Technologie

Das SFP+ Transceiver-Modul arbeitet mit einer maximalen Datenübertragungsrate von 10.000 Mbit/s und nutzt die bewährte 10GBASE-Ethernet-Technologie für zuverlässige Hochgeschwindigkeitsverbindungen. Der Kern des Moduls basiert auf fortschrittlicher Faseroptik-Technologie, die gegenüber kupferbasierten Lösungen entscheidende Vorteile bietet: vollständige Immunität gegen elektromagnetische Interferenzen, deutlich geringere Signaldämpfung über große Entfernungen und praktisch unbegrenzte Bandbreitenerweiterungsmöglichkeiten.

Besonders hervorzuheben ist die BiDi-Implementierung (Bidirectional) nach dem BX-U Standard, die eine bidirektionale Datenübertragung über eine einzige Glasfaser ermöglicht. Das Modul arbeitet dabei mit präzise definierten Wellenlängen: 1270 nm für die Transmission (Tx) und 1330 nm für die Reception (Rx). Diese Wellenlängentrennung erlaubt es, sowohl Sende- als auch Empfangssignale über dieselbe Faser zu übertragen, was die Infrastrukturkosten erheblich reduziert und die Kabelführung in dicht belegten Rechenzentren vereinfacht.

Das Vollduplex-System gewährleistet gleichzeitige bidirektionale Kommunikation ohne Kollisionen oder Latenzprobleme. In praktischen Anwendungen bedeutet dies, dass beispielsweise ein Backup-Prozess von Server A zu Server B parallel zu einem Datenbankzugriff von Server B zu Server A erfolgen kann, ohne dass sich die Übertragungen gegenseitig beeinträchtigen. Die konstante 10-Gigabit-Bandbreite steht dabei in beide Richtungen vollständig zur Verfügung.

Reichweite und Glasfaser-Kompatibilität

Mit einer maximalen Übertragungsstrecke von 20.000 Metern (20 Kilometern) positioniert sich das BlueOptics-Modul im Segment der Longhaul-Singlemode-Transceiver. Diese Reichweite macht es zur idealen Wahl für Metropolitan Area Networks (MANs), bei denen Rechenzentren oder Unternehmensstandorte über größere Entfernungen hinweg verbunden werden müssen. Zum Vergleich: Standardmäßige Multimode-Module erreichen typischerweise nur 300-500 Meter, während Short-Range-Singlemode-Module meist auf 10 Kilometer begrenzt sind.

Die Singlemode-Glasfaser-Technologie nutzt einen extrem dünnen Kern von etwa 9 Mikrometern Durchmesser, durch den Licht in einer einzigen Mode propagiert. Dies eliminiert die modale Dispersion, die bei Multimode-Fasern auftritt, und ermöglicht sowohl höhere Bandbreiten als auch größere Übertragungsdistanzen. Für Netzwerkplaner bedeutet dies, dass mit diesem Transceiver auch zukünftige Bandwidth-Upgrades auf 25, 40 oder sogar 100 Gigabit möglich bleiben, da die Glasfaser-Infrastruktur diese höheren Geschwindigkeiten unterstützen kann.

Die präzise Wellenlängenspezifikation ist entscheidend für die Interoperabilität in BiDi-Setups. Das UF-SM-10G-S-1270-20 arbeitet als "Upstream"-Modul (U-Version) und muss mit einem entsprechenden "Downstream"-Modul (D-Version) gepaart werden, das auf 1330 nm sendet und 1270 nm empfängt. Diese Wellenlängentrennung basiert auf ITU-T G.694.2-Standards und gewährleistet eine saubere Kanaltrennung ohne Übersprechen zwischen den Übertragungsrichtungen.

SFP+ Formfaktor und mechanische Eigenschaften

Das Modul folgt dem standardisierten SFP+ (Small Form-factor Pluggable Plus) Formfaktor, der sich als Industriestandard für 10-Gigabit-Anwendungen etabliert hat. Mit einem Gewicht von nur 20 Gramm liegt es im typischen Bereich für SFP+ Module und belastet weder die Portmechanik noch die Luftzirkulation in dichter bestückten Switches erheblich. Das silberne Metallgehäuse bietet nicht nur eine professionelle Optik, sondern erfüllt vor allem wichtige funktionale Anforderungen: elektromagnetische Abschirmung, effiziente Wärmeableitung und mechanische Robustheit.

Die Metallkonstruktion ist besonders wichtig für die thermische Performance. SFP+ Module können unter Volllast erhebliche Wärme entwickeln, und das Metallgehäuse fungiert als Kühlkörper, der die Abwärme an den Host-Switch weiterleitet. Dies trägt zur Langzeitstabilität bei und reduziert das Risiko thermisch bedingter Signaldegradation oder vorzeitiger Ausfälle.

Der standardkonforme SFP+ Connector gewährleistet Kompatibilität mit einer breiten Palette von Netzwerkequipment. Von Cisco Catalyst- und Nexus-Switches über HP ProCurve- und Aruba-Systeme bis hin zu Juniper EX- und QFX-Serien sowie Dell PowerConnect- und Force10-Geräten – das Modul sollte in den meisten modernen 10-Gigabit-fähigen Switches funktionieren. Die Hot-Swap-Fähigkeit des SFP+ Standards ermöglicht dabei den Austausch oder die Installation im laufenden Betrieb ohne Systemunterbrechung.

Stromversorgung und Betriebsparameter

Das Transceiver-Modul arbeitet mit einer Eingangsspannung von 3,3 Volt, die standardmäßig vom Host-Switch über die SFP+ Cage bereitgestellt wird. Diese Spannungsversorgung ist im SFP+ Standard definiert und gewährleistet universelle Kompatibilität ohne zusätzliche Stromversorgungsanforderungen. Der Stromverbrauch bleibt dabei im typischen Rahmen für 10GBASE-ER Module, was bei modernen Switches auch bei vollbestückten 48-Port-Konfigurationen keine Probleme mit der Gesamtstromaufnahme verursacht.

Der Betriebstemperaturbereich von 0°C bis 70°C entspricht den Commercial Temperature-Spezifikationen und deckt die meisten Rechenzentren- und Büroumgebungen ab. Für Outdoor-Installationen oder industrielle Umgebungen mit extremeren Temperaturen wäre ein Extended Temperature-Modul (-40°C bis +85°C) erforderlich, aber für Standard-IT-Umgebungen ist der spezifizierte Bereich vollkommen ausreichend. Die maximale Betriebstemperatur von 70°C bietet ausreichend Spielraum auch in wärmeren Serverschrank-Umgebungen oder bei dichter Portbestückung.

Der erweiterte Lagertemperaturbereich von 0°C bis 90°C ermöglicht eine längerfristige Bevorratung auch in nicht klimatisierten Lagern. Dies ist besonders für IT-Distributoren und System-Integratoren relevant, die größere Mengen bevorraten müssen. Die höhere maximale Lagertemperatur berücksichtigt dabei auch Transport-Szenarien, bei denen Module temporär höheren Temperaturen ausgesetzt sein können.

Kompatibilität und Einsatzszenarien

Als kompatibles SFP+ Modul ist das BlueOptics UF-SM-10G-S-1270-20 für eine Vielzahl von Netzwerkgeräten qualifiziert und bietet eine kosteneffiziente Alternative zu OEM-Originalen. Die Kompatibilitätsliste umfasst typischerweise die meisten modernen Hersteller wie Cisco, HP/HPE, Dell, Juniper, Extreme Networks, Brocade/Ruckus und viele weitere. Vor dem Einsatz sollte jedoch immer die spezifische Kompatibilität mit dem geplanten Zielsystem verifiziert werden, da manche Hersteller proprietäre Authentifizierung oder spezielle Firmware-Checks implementieren.

In Rechenzentren eignet sich das Modul hervorragend für Spine-Leaf-Architekturen, bei denen Top-of-Rack-Switches über größere Entfernungen mit Spine-Switches verbunden werden müssen. Die 20-Kilometer-Reichweite ermöglicht flexible Rechenzentrumsdesigns und sogar die Verbindung zwischen verschiedenen Gebäuden oder Campus-Standorten. Storage Area Networks (SANs) profitieren von der niedrigen Latenz und hohen Zuverlässigkeit für kritische Produktionsdatenbanken oder Backup-Infrastrukturen.

Service Provider nutzen solche Module typischerweise für Metro-Ethernet-Services oder als Backhaul-Verbindungen zwischen Vermittlungsstellen. Die BiDi-Technologie reduziert dabei den Glasfaser-Bedarf um 50%, was bei teuren Langstrecken-Glasfaserverbindungen erhebliche Kostenvorteile bringt. Campus-Netzwerke können mit dem Modul entfernte Gebäude oder Außenstandorte anbinden, ohne auf die Bandbreiten-Benefits von 10-Gigabit-Ethernet verzichten zu müssen.

Installation und Deployment-Überlegungen

Die Installation eines SFP+ Transceivers ist grundsätzlich straightforward, erfordert aber einige wichtige Überlegungen für optimale Performance. Das Hot-Pluggable-Design ermöglicht die Installation im laufenden Betrieb, dennoch sollten kritische Produktionssysteme nach Möglichkeit während geplanter Wartungsfenster umgerüstet werden. Die korrekte Ausrichtung beim Einstecken ist durch die asymmetrische Connector-Geometrie sichergestellt, ein versehentliches Verpolung ist nicht möglich.

Für BiDi-Installationen ist die korrekte Paarung essentiell: Das UF-SM-10G-S-1270-20 (U-Version) muss mit einem entsprechenden D-Version Modul am anderen Ende der Glasfaser-Strecke gepaart werden. Eine Verwechslung führt zu keiner Verbindung, da die Wellenlängen nicht kompatibel sind. Netzwerkdokumentation sollte daher immer die spezifischen Modellnummern und Installationspositionen erfassen.

Die Glasfaser-Terminierung erfordert hochwertige SC/UPC- oder LC/UPC-Stecker, je nach Switch-Port-Konfiguration. Verschmutzung oder Beschädigung der Stecker-Endflächen kann zu Signaldämpfung oder sogar kompletten Verbindungsausfällen führen. Professionelle Glasfaser-Reinigungssets und regelmäßige Inspektion mit Fiber-Mikroskopen sind daher unerlässlich für langfristig stabile Verbindungen.

Ideal für diese Einsatzbereiche

  • Metropolitan Area Networks (MANs): Die 20-Kilometer-Reichweite prädestiniert das Modul für die Vernetzung von Unternehmensstandorten oder Rechenzentren über größere städtische Entfernungen hinweg, ohne auf die volle 10-Gigabit-Bandbreite verzichten zu müssen.
  • Campus-Backbone-Verbindungen: Für Universitäten, Industriekomplexe oder Krankenhausnetze, bei denen entfernte Gebäude mit Hochgeschwindigkeits-Ethernet angebunden werden müssen, bietet das Singlemode-Modul die nötige Reichweite bei optimaler Zukunftssicherheit.
  • Rechenzentrum-Interconnects: Spine-Leaf-Architekturen und Multi-Tier-Designs profitieren von der Flexibilität bei der physischen Switch-Platzierung, da auch größere Entfernungen innerhalb des Rechenzentrums überbrückt werden können.
  • Service-Provider-Infrastrukturen: Metro-Ethernet-Services und Carrier-Grade-Netzwerke nutzen die BiDi-Technologie für kosteneffiziente Glasfaser-Nutzung bei gleichzeitig hoher Bandbreite für Geschäftskunden-Anbindungen.
  • Disaster Recovery und Backup-Verbindungen: Die Langstrecken-Fähigkeit ermöglicht geografisch getrennte Backup-Standorte mit Echtzeit-Datenreplikation über dedizierte 10-Gigabit-Verbindungen für kritische Unternehmensdaten.

Häufige Fragen

Welche Glasfaser-Typen sind mit diesem Modul kompatibel?

Das Modul ist ausschließlich für Singlemode-Glasfaser (SMF) mit 9/125µm Spezifikation konzipiert. Multimode-Fasern sind nicht kompatibel. Für optimale Performance sollten Glasfasern nach ITU-T G.652 oder G.657 Standard verwendet werden, die für 1270nm und 1330nm Wellenlängen optimiert sind.

Benötige ich spezielle Partner-Module für BiDi-Verbindungen?

Ja, für bidirektionale Übertragung über eine einzelne Faser benötigen Sie am anderen Ende ein komplementäres "D-Version" Modul (z.B. UF-SM-10G-S-1330-20), das auf 1330nm sendet und 1270nm empfängt. Ohne das korrekte Partner-Modul ist keine Verbindung möglich.

In welchen Switch-Marken funktioniert das Modul?

Als kompatibles SFP+ Modul funktioniert es in den meisten Standard-konformen 10-Gigabit-Ethernet-Switches von Herstellern wie Cisco, HP/HPE, Dell, Juniper, Extreme Networks und anderen. Spezifische Kompatibilität sollte vor Deployment verifiziert werden, da manche Hersteller proprietäre Authentifizierung nutzen.

Welche maximale Entfernung ist unter realen Bedingungen erreichbar?

Laut Hersteller beträgt die maximale Übertragungsstrecke 20.000 Meter (20 km). Dies setzt jedoch hochwertige Singlemode-Glasfaser und professionelle Installation voraus. Faktoren wie Faserqualität, Spleiß-Verluste und Stecker-Dämpfung können die praktisch erreichbare Entfernung reduzieren.

Ist das Modul hot-swappable?

Ja, als SFP+ Modul unterstützt es Hot-Swap-Funktionalität und kann im laufenden Betrieb eingesteckt oder entfernt werden, ohne den Switch neu zu starten. Dennoch wird für kritische Produktionssysteme die Installation während geplanter Wartungsfenster empfohlen.

Welche Stromaufnahme hat das Modul?

Das Modul arbeitet mit 3,3V Eingangsspannung, die vom Host-Switch bereitgestellt wird. Zur spezifischen Stromaufnahme in Watt liegen uns keine detaillierten Herstellerangaben vor, sie liegt jedoch im typischen Rahmen für 10GBASE-ER SFP+ Module und sollte bei modernen Switches keine Probleme verursachen.

Allgemein

Hersteller
CBO GMBH
Herstellernummer
UF-SM-10G-S-1270-20-BO

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