Lenovo ThinkSystem 5300 Entry - SSD - verschlüsselt - 3.84 TB - Hot-Swap - 2.5" (6.4 cm) - SATA 6Gb/s - 256-Bit-AES - Self-Encrypting Drive (SED) - Schwarz - für ThinkSystem SD530 7X21; SR630 7X01, 7X02; SR650 7X05, 7X06; SR650 V2 7D15; SR665 7D2W
Lenovo ThinkSystem 5300 Entry 3,84 TB SATA SSD mit SED-Verschlüsselung — die Enterprise-Speicherlösung für Rack-Server im Rechenzentrumsbetrieb
Die Lenovo ThinkSystem 5300 Entry SSD (Herstellernummer 4XB7A38191) ist eine 2,5-Zoll-Festkörperspeicherlösung für den Hot-Swap-Betrieb in Lenovo ThinkSystem-Servern, die sich an Rechenzentren und IT-Abteilungen richtet, die hohe Speicherkapazität mit hardwarebasierter Vollverschlüsselung kombinieren müssen. Mit 3,84 TB nutzbarer Kapazität, einer SATA-6Gb/s-Schnittstelle und einem integrierten Self-Encrypting Drive (SED) mit 256-Bit-AES adressiert diese SSD besonders datenintensive Read-heavy-Workloads wie Datenbankabfragen, Backup-Targets und Content-Delivery-Infrastrukturen. Drei technische Merkmale heben die Laufwerk hervor: die hardwareseitige AES-256-Verschlüsselung ohne CPU-Overhead, die Hot-Swap-Fähigkeit für Austausch ohne Server-Downtime sowie der 96-Layer-3D-TLC-NAND, der eine TBW-Gesamt-Ausdauerleistung von laut Hersteller 8.410 TB garantiert.
Lese- und Schreibleistung der ThinkSystem 5300 SSD im Serverbetrieb
Im Zentrum der Leistungsbewertung einer Server-SSD stehen drei Metriken, die im praktischen RZ-Betrieb zählen: sequenzielle Durchsatzraten, IOPS-Werte bei kleinen Blockgrößen und die Latenz. Die Lenovo ThinkSystem 5300 Entry liefert laut Hersteller einen sequenziellen Lesedurchsatz von 540 MB/s und einen sequenziellen Schreibdurchsatz von 520 MB/s — Werte, die den SATA-6Gb/s-Kanal annähernd ausreizen und zeigen, dass das Laufwerk den physikalischen Schnittstellendeckel erreicht. Wer hier deutlich höhere Werte benötigt, muss auf NVMe wechseln; für viele Read-heavy-Workloads im Unternehmensumfeld ist SATA jedoch ausreichend und bietet den Vorteil breiterer Plattformkompatibilität sowie niedrigerer Kosten pro Gigabyte.
Bei zufälligen 4-KB-Zugriffen — dem realistischsten Maßstab für Datenbank- und Betriebssystem-I/O — erreicht die 5300 laut Herstellerangaben 95.000 IOPS lesend und 22.000 IOPS schreibend. Die ausgeprägte Asymmetrie zwischen Lese- und Schreib-IOPS ist typisch für TLC-basierte Entry-SSDs und spiegelt die Charakteristik des NAND wider: TLC-Zellen schreiben langsamer als SLC oder MLC, ermöglichen aber erheblich höhere Kapazitäten bei geringerem Kostenpunkt. Für einen Anwendungsfall wie einen Datenbankserver, der überwiegend lesend auf seine Daten zugreift (klassisches OLAP-Profil), ist diese Asymmetrie weitgehend unproblematisch. Write-intensive Workloads wie häufige Transaktionslogs sollten hingegen mit einem Laufwerk aus der Performance- oder Write-Intensive-Klasse bedient werden.
Die mittlere Zugriffslatenz von 175 Mikrosekunden liegt im typischen Bereich für SATA-SSDs im Unternehmensbereich. Zum Vergleich: NVMe-SSDs erzielen hier Werte unter 100 µs, rotierende SAS-Festplatten dagegen mehrere Millisekunden. Für latenzunkritische Tiering-Szenarien — etwa als Warm-Storage-Tier hinter einer NVMe-basierten Hot-Tier — ist dieser Wert absolut praxistauglich.
Ausdauer, Zuverlässigkeit und NAND-Technologie
Die Langzeitstabilität einer Unternehmens-SSD lässt sich an drei Kenngrößen festmachen: TBW (Total Bytes Written), DWPD (Drive Writes Per Day) und MTBF (Mean Time Between Failures). Die Lenovo ThinkSystem 5300 Entry ist hier klar positioniert.
Laut Hersteller beträgt die Gesamtausdauer 8.410 TB über die Lebensdauer des Laufwerks, was bei einem DWPD-Wert von 1,2 und einer typischen Garantielaufzeit von fünf Jahren (Hinweis: die mitgelieferte Herstellergarantie beträgt 1 Jahr; für Produktionsumgebungen ist eine erweiterte Garantie empfehlenswert) einem täglichen Schreibvolumen von rund 1,2-facher Laufwerkskapazität entspricht — also etwa 4,6 TB pro Tag. Dieser DWPD-Wert klassifiziert das Laufwerk klar als Read-Intensive-Speicher, nicht als Mixed-Use- oder Write-Intensive-Laufwerk. Für Backup-Repositories, Archiv-Storage, Web-Caches oder Boot-Volumes ist dieser Wert mehr als ausreichend.
Die MTBF von 3.000.000 Stunden (laut Hersteller) entspricht einer theoretischen mittleren Ausfallrate von etwa 0,03 % pro Jahr — ein für Enterprise-SSDs üblicher Wert, der die hohe Fertigungsqualität der Micron-basierten NAND-Plattform widerspiegelt. Ergänzend nennt der Hersteller eine Bit Error Rate von maximal 1 Fehler pro 1017 gelesenen Bits, was einer extrem niedrigen nicht-korrigierbaren Fehlerrate entspricht und die Datenintegrität auch über lange Betriebszeiträume sichert.
Der eingesetzte 3D-TLC-NAND mit 96 Layern ist ein Micron-Produkt und profitiert von der vertikalen Schichtarchitektur: Mehr Layer auf gleicher Chipfläche bedeutet höhere Kapazitätsdichte bei gleichzeitig verbesserter Energieeffizienz gegenüber planarem NAND. Die 96-Layer-Technologie ist eine bewährte, ausgereifte Generation, die eine gute Balance zwischen Kosten, Kapazität und Zuverlässigkeit bietet.
Self-Encrypting Drive: 256-Bit-AES ohne CPU-Last
Das SED-Feature (Self-Encrypting Drive) ist eines der zentralen Differenzierungsmerkmale dieser SSD gegenüber einer Standard-Variante ohne Verschlüsselung. Die Verschlüsselung nach AES-256-Standard findet vollständig im Laufwerk-Controller statt — der Prozessor des Servers wird dabei nicht belastet. Das ist ein erheblicher Unterschied zur softwarebasierten Vollverschlüsselung (etwa via dm-crypt unter Linux oder BitLocker unter Windows), die je nach Workload messbaren CPU-Overhead verursacht.
Besonders relevant für Compliance-Anforderungen ist der Sanitize Cryptographic Erase-Support: Durch das Löschen des internen Verschlüsselungsschlüssels (Key Wipe) werden alle gespeicherten Daten in Millisekunden kryptografisch unleserlich — ohne dass alle Datenblöcke physisch überschrieben werden müssen. Dies ist für Datenschutzanforderungen nach DSGVO beim Geräteausscheiden oder Laufwerkstausch in Managed-Service-Umgebungen ein erheblicher operativer Vorteil. IT-Abteilungen, die Compliance-Nachweise für DSGVO, ISO 27001 oder branchenspezifische Regularien erbringen müssen, profitieren direkt von dieser Funktion.
Ergänzend unterstützt das Laufwerk S.M.A.R.T. (Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology), womit Monitoring-Tools wie Lenovo XClarity oder andere IPMI-basierte Lösungen kontinuierlich Gesundheitskennzahlen auslesen können — ein Standard für proaktives Storage-Management in Unternehmensumgebungen.
Hot-Swap-Fähigkeit: Laufwerkswechsel ohne Downtime
Die Hot-Swap-Fähigkeit ist für Server-SSDs im produktiven Dauerbetrieb kein Luxus, sondern eine operative Notwendigkeit. Fällt ein Laufwerk im RAID-Verbund aus, kann es bei einer Hot-Swap-fähigen SSD ohne Server-Neustart oder Abschaltung entnommen und durch ein Ersatzlaufwerk getauscht werden. Das Rebuild des RAID-Verbunds startet sofort nach dem Einsetzen des neuen Laufwerks — die Anwendungsverfügbarkeit bleibt erhalten.
Die ThinkSystem 5300 Entry ist für die 2,5-Zoll Hot-Swap-Bays der ThinkSystem-Serverplattform ausgelegt. Der physische Formfaktor mit 70 mm Breite, 100 mm Tiefe und 7 mm Höhe entspricht dem SFF-Standard (Small Form Factor), der in nahezu allen modernen 1U- und 2U-Rack-Servern eingesetzt wird. Das Laufwerk wiegt lediglich 70 Gramm und ist damit für hohe Bestückungsdichten in Speicher-Arrays oder JBOD-Erweiterungen problemlos handhabbar.
Energieverbrauch im Rechenzentrumsbetrieb
In Rechenzentren mit hoher Laufwerksdichte ist die Leistungsaufnahme pro Laufwerk ein relevanter Kostenfaktor — sowohl für den direkten Strombedarf als auch für die Kühlungsinfrastruktur. Die Lenovo ThinkSystem 5300 Entry konsumiert laut Hersteller 2,5 Watt im Lesebetrieb und 3,8 Watt im Schreibbetrieb. Im Vergleich zu 3,5-Zoll-Enterprise-HDDs, die typischerweise im Leerlauf bereits 5–8 Watt verbrauchen und unter Last noch deutlich mehr, ist die SSD deutlich effizienter — besonders bei Read-heavy-Workloads, bei denen die 5300 den Großteil ihrer Betriebszeit im Lesemodus verbringt.
Bei einer dichten Bestückung eines 2U-Servers mit zwölf solcher SSDs ergibt sich eine maximale Gesamt-Schreibleistungsaufnahme von rund 45,6 Watt für den reinen Speicherteil — ein beherrschbarer Wert für standard-dimensionierte Server-Netzteile.
Umgebungsbedingungen und mechanische Robustheit
Enterprise-Speicher muss nicht nur funktionieren, wenn alles ideal läuft, sondern auch unter erschwerten Bedingungen zuverlässig bleiben. Die 5300 Entry ist für einen Betriebstemperaturbereich von 0 °C bis 70 °C spezifiziert — ausreichend für alle gängigen Serverräume und auch für Edge-Computing-Szenarien ohne aktive Kühlung geeignet, sofern die Umgebungstemperatur innerhalb dieser Grenzen bleibt. Die Lagertemperatur reicht laut Hersteller von -40 °C bis 85 °C, was Transport und Langzeitlagerung unter widrigen Bedingungen ohne Datenverlust erlaubt.
Für den Fall eines Rack-Sturzes oder groben Handhabungsfehlers ist die SSD mit einer Schocktoleranz von 1.500 g bei 0,5 ms (nicht in Betrieb) spezifiziert. Die Vibrationstoleranz von 3,13 g bei 5–800 Hz (nicht in Betrieb) deckt typische Transportszenarien und Rack-Vibrationen ab. Im Betrieb gelten niedrigere Grenzwerte — hier sollte das Rack-Design entsprechende Vibrationsdämpfung berücksichtigen.
Die Luftfeuchtigkeit im Betrieb ist für 5 % bis 95 % (nicht kondensierend) freigegeben — ein praxistauglicher Bereich für klimatisierte Serverräume aller gängigen Kategorien.
Zertifizierungen und regulatorische Konformität
Die Lenovo ThinkSystem 5300 Entry trägt ein umfangreiches Zertifizierungsportfolio, das den weltweiten Einsatz in regulierten Branchen und internationalen Rechenzentren ermöglicht. Neben RoHS (Beschränkung gefährlicher Stoffe gemäß EU-Richtlinie) und WEEE (europäische Elektroaltgeräte-Richtlinie 2002/96/EC) sind elektromagnetische Verträglichkeitszertifikate für wichtige Märkte vorhanden: FCC CFR47 Part 15 B Class B für die USA, EN 55032 Class B für Europa, KCC KN32/KN35 Class B für Südkorea, VCCI 2015.04 Class B für Japan, ICES-003:2016 für Kanada sowie AS/NZS CISPR 32 Class B für den australisch-neuseeländischen Markt. Die UL 60950-1 Second Edition-Zertifizierung bestätigt die elektrische Sicherheit nach nordamerikanischem Standard, IEC60950/EN60950 entsprechend für den internationalen/europäischen Einsatz.
Der Hinweis auf den Micron Green Standard verweist auf die umweltbewusste Fertigung des NAND-Herstellers Micron, auf dessen Plattform die 5300 basiert.
Kompatibilität: Für diese ThinkSystem-Server geeignet
Die Lenovo ThinkSystem 5300 Entry SSD ist laut Hersteller explizit für folgende Systeme freigegeben und qualifiziert:
- Lenovo ThinkSystem SD530 7X21 — 2,5"-Schacht: Hochdichter Scale-out-Server für HPC- und Cloud-Workloads
- Lenovo ThinkSystem SR630 7X01 / 7X02 — 2,5"-Schacht: 1U-Dual-Socket-Rack-Server, typisch für Virtualisierung und Datenbanken
- Lenovo ThinkSystem SR650 7X05 / 7X06 — 2,5"-Schacht: 2U-Dual-Socket-Rack-Server, häufig für Storage-intensive Enterprise-Workloads
- Lenovo ThinkSystem SR650 V2 7D15 — 2,5"-Schacht: Aktualisierte Generation des SR650 mit Ice-Lake-Xeon-Plattform
- Lenovo ThinkSystem SR665 7D2W — 2,5"-Schacht: AMD EPYC-basierter 2U-Server für speicherintensive und parallelisierbare Workloads
Wichtiger Hinweis für den Einkauf: Lenovo empfiehlt die Verwendung von Original-Lenovo-SSDs in ThinkSystem-Servern, da nur diese vollständig durch Lenovo XClarity Administrator gemanagt werden können und die Herstellergarantie für das Gesamtsystem nicht beeinträchtigen. Drittanbieter-SSDs können zwar physisch passen, werden aber möglicherweise nicht von der Server-Firmware als „gesundheitsüberwacht" erkannt.
Ideal für diese Einsatzbereiche
- Read-Intensive Datenbankserver (OLAP/Analytics): Mit 95.000 Random-Read-IOPS und 540 MB/s sequenziellem Lesedurchsatz eignet sich die 5300 Entry hervorragend für Datenbankabfragen mit hohem Leseanteil, etwa in Data-Warehouse-Umgebungen oder für analytische Datenbanken wie MySQL, PostgreSQL oder Microsoft SQL Server im Lesebetrieb. Der DWPD-Wert von 1,2 begrenzt die Eignung für hochfrequente Schreibtransaktionen.
- Virtualisierungsinfrastruktur (VMs/Betriebssystem-Volumes): In VMware vSphere- oder Microsoft Hyper-V-Umgebungen werden Betriebssystem-Images und VM-Templates überwiegend gelesen. Die 3,84-TB-Kapazität ermöglicht die Ablage zahlreicher VM-Images auf einem einzelnen Laufwerk, während die Hot-Swap-Fähigkeit Rolling-Maintenance ohne Produktionsausfall erlaubt.
- Backup- und Archiv-Storage-Tiers: Als zweite oder dritte Speichertier in einer gestuften Storage-Architektur (Hot/Warm/Cold) bietet die 5300 mit 3,84 TB Kapazität und niedrigen Schreibraten eine kosteneffiziente Lösung für Backup-Targets. Der Sanitize-Cryptographic-Erase-Support vereinfacht die DSGVO-konforme Entsorgung oder Wiederverwendung.
- Compliance-pflichtige Umgebungen (DSGVO, ISO 27001, HIPAA-ähnliche Anforderungen): Die SED-Verschlüsselung mit AES-256 und Cryptographic-Erase macht die 5300 zur richtigen Wahl überall dort, wo personenbezogene oder vertrauliche Daten gespeichert werden und ein nachweisbares Löschverfahren beim Laufwerkstausch gefordert ist — ohne Mehraufwand für softwarebasierte Verschlüsselung.
- Content-Delivery und Web-Server-Caches: Web-Inhalte, Mediadateien und statische Assets werden fast ausschließlich gelesen. Die hohen sequenziellen Leseraten und IOPS-Werte bei großen Dateibibliotheken machen die 5300 Entry zu einer geeigneten Lösung für Webserver-Arrays auf ThinkSystem-Plattformen.
Häufig gestellte Fragen zur Lenovo ThinkSystem 5300 Entry SSD
Was bedeutet „Entry" in der Bezeichnung ThinkSystem 5300 Entry — und für welche Workloads ist die SSD geeignet?
Die Bezeichnung „Entry" im Produktnamen klassifiziert die SSD als Read-Intensive-Laufwerk innerhalb der ThinkSystem-5300-Familie. Mit einem DWPD-Wert von 1,2 (laut Hersteller) ist das Laufwerk für Workloads ausgelegt, bei denen deutlich mehr Daten gelesen als geschrieben werden — typisch für Datenbankabfragen, VM-Hosting, Web-Caches oder Backup-Repositories. Für Write-Intensive-Anwendungen wie hochfrequente Transaktionslogs oder konstante Datenerfassung empfehlen sich Laufwerke aus der Mixed-Use- oder Write-Intensive-Klasse mit höheren DWPD-Werten.
Funktioniert die SED-Verschlüsselung automatisch, oder muss sie konfiguriert werden?
Als Self-Encrypting Drive verschlüsselt die 5300 alle gespeicherten Daten automatisch und kontinuierlich im Hardware-Controller — ohne Konfigurationsaufwand und ohne CPU-Last auf dem Server. Um die Verschlüsselung sicherheitstechnisch wirksam zu nutzen, muss jedoch ein Schlüsselmanagement-System (Key Management System) eingesetzt werden, das den Authentifizierungsschlüssel verwaltet. Ohne aktiviertes Schlüsselmanagement verhält sich das Laufwerk funktional wie eine Standard-SSD. Der Sanitize-Cryptographic-Erase-Befehl löscht den internen Schlüssel und macht alle Daten dauerhaft unleserlich — ein wichtiges Feature für die DSGVO-konforme Außerbetriebnahme.
Ist diese SSD mit älteren ThinkSystem-Servern oder anderen SATA-Servern kompatibel?
Laut Hersteller ist die Lenovo ThinkSystem 5300 Entry explizit für die Modelle ThinkSystem SD530 (7X21), SR630 (7X01, 7X02), SR650 (7X05, 7X06), SR650 V2 (7D15) und SR665 (7D2W) qualifiziert und freigegeben. Physisch passt die SSD in jeden Standard-2,5-Zoll-SATA-Schacht. Lenovo empfiehlt jedoch die Nutzung ausschließlich in den genannten Systemen, um vollständige Firmware-Kompatibilität, XClarity-Monitoring und Garantiekonformität sicherzustellen. Für andere Server-Plattformen oder abweichende ThinkSystem-Modelle sollte die Kompatibilitätsliste des jeweiligen Systems geprüft werden.
Kann die SSD im laufenden Betrieb getauscht werden (Hot Swap), und was wird dafür benötigt?
Ja — die SSD ist explizit als Hot-Swap-Laufwerk konzipiert. Sie kann aus einem laufenden Server entnommen und durch ein neues Laufwerk ersetzt werden, ohne den Server herunterzufahren oder neu zu starten. Voraussetzung dafür ist ein RAID-Controller mit Hot-Spare- oder Hot-Plug-Unterstützung sowie ein korrekt konfigurierter RAID-Verbund im Server. Bei einem Laufwerksausfall innerhalb eines RAID-Arrays startet der Rebuild-Prozess automatisch nach dem Einsetzen des Ersatzlaufwerks. Hot-Swap-Laufwerke ohne aktiven RAID-Verbund (z. B. einzelne SSDs als Boot-Volume) erfordern abhängig vom Betriebssystem und Controller-Konfiguration möglicherweise einen manuellen Rescan.
Welche Garantie ist im Lieferumfang enthalten, und was deckt sie ab?
Die Lenovo ThinkSystem 5300 Entry SSD wird laut Hersteller mit einer begrenzten Herstellergarantie von 1 Jahr (Austausch) geliefert. Für den Produktionseinsatz in geschäftskritischen Umgebungen ist diese Laufzeit typischerweise nicht ausreichend — Enterprise-Server werden üblicherweise für drei bis fünf Jahre betrieben. Lenovo und Lenovo-Partner bieten erweiterte Garantieoptionen an. Wir empfehlen, beim Kauf einer entsprechenden Garantieerweiterung zu berücksichtigen, die die Laufzeit auf den geplanten Betriebszeitraum des Servers angleicht.
Welchen Unterschied macht die SATA-Schnittstelle gegenüber NVMe bei dieser SSD?
Die SATA-6Gb/s-Schnittstelle begrenzt den theoretischen Datendurchsatz auf rund 600 MB/s — die 5300 Entry erreicht laut Hersteller bereits 540 MB/s sequenziell und schöpft damit die Schnittstelle nahezu aus. NVMe-SSDs über PCIe 4.0 erzielen sequenzielle Leseraten von über 7.000 MB/s und niedrigere Latenzen unter 100 µs. Für Workloads, bei denen Laufwerksdurchsatz und Latenz systemkritisch sind — etwa bei OLTP-Datenbanken mit vielen parallelen Transaktionen — ist NVMe klar überlegen. Die SATA-SSD bleibt hingegen sinnvoll für Kapazitäts-Tiers, Boot-Volumes, Backup-Targets und Legacy-Server-Plattformen ohne NVMe-Backplane, sowie überall dort, wo die Kosten pro Terabyte relevant sind.
Allgemein
Produktdatenblatt (PDF)
Link
Hinweise zu den Produktangaben: Diese Produktdarstellung richtet sich ausschließlich an gewerbliche Abnehmer:innen (Unternehmer:innen iSv § 14 BGB). Alle Angaben zu Spezifikationen, Verfügbarkeit und Lieferzeiten sind freibleibend und unverbindlich; sie stellen kein verbindliches Angebot dar. Maßgeblich werden Leistungsumfang und Konditionen erst mit unserer Auftragsbestätigung. Abbildungen können vom tatsächlichen Produkt abweichen. Hersteller-, Produkt- und Markennamen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber:innen und dienen ausschließlich der Beschreibung, eine Markenrechtsgestattung wird hierdurch nicht erteilt. Druckfehler, Irrtümer und Zwischenverkauf bleiben vorbehalten.
Alle Preise verstehen sich, sofern nicht anders gekennzeichnet, in Euro zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer (derzeit 19 %) und zzgl. Versandkosten. Es gelten ausschließlich unsereAGBin der zum Zeitpunkt der Bestellung jeweils gültigen Fassung.
Beratung, Garantie und Betreuung
Garantieerweiterung
Herstellergarantie verlängern oder auf Vor-Ort-Service erweitern. Passende Servicepakete für Lenovo, HP und Apple findet ihr in der Kategorie Garantie & Service.
Eingerichtet und betreut geliefert
Auf Wunsch kommt das Gerät mit Microsoft 365, SentinelOne Endpoint-Schutz und Backup eingerichtet an, mit laufender Betreuung ab 199,95 € pro Mitarbeitenden und Monat.
Projekt- und Mengenpreise
Ab 5 Stück oder für Rollouts erstellen wir ein Angebot mit Projektpreis, Lieferplan und Vor-Ort-Einrichtung in Rostock und bundesweit.