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Lenovo ThinkSystem Mellanox ConnectX-3 Mezz - Netzwerkadapter - ML2 - 40Gb Ethernet x 2 - für ThinkSystem SN550; SN850

Kabel & Adapter

Lenovo ConnectX-3 Mezz | 40GbE Adapter | 2-Port

Herstellernummer: 7ZT7A00502

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Lenovo ThinkSystem Mellanox ConnectX-3 Mezz – 40GbE Netzwerkadapter für Blade-Server

Der Lenovo ThinkSystem Mellanox ConnectX-3 Mezz 40Gb 2-Port Ethernet Adapter (Herstellernummer: 7ZT7A00502) ist ein hochperformanter Netzwerkadapter im Mezzanine-Formfaktor, der speziell für den Einsatz in Lenovos ThinkSystem-Blade-Servern entwickelt wurde. Als ML2-Karte (Mezzanine LAN-on-Motherboard Generation 2) integriert er sich platzsparend direkt auf die Systemplatine und stellt zwei 40-Gigabit-Ethernet-Ports bereit – ohne einen der wertvollen PCIe-Erweiterungsslots zu belegen. Die zentralen Stärken dieses Netzwerkadapters liegen in der RDMA-over-Converged-Ethernet-Unterstützung (RoCE), der SR-IOV-Fähigkeit für virtualisierte Umgebungen und dem umfangreichen Offloading-Feature-Set, das den Prozessor des Host-Systems spürbar entlastet. Dieser Adapter richtet sich ausschließlich an Rechenzentrumsbetreiber und IT-Infrastrukturteams, die Lenovo ThinkSystem SN550 oder SN850 Blade-Server einsetzen und deren Netzwerkdurchsatz auf 40 GbE skalieren müssen.

Technologie & Schnittstellendesign: Was ML2 bedeutet und warum es im Blade-Umfeld entscheidend ist

Der Formfaktor dieses Netzwerkadapters ist kein Detail am Rande – er ist das Kernkonzept, das den Einsatz im Blade-Server überhaupt erst ermöglicht. ML2 (Mezzanine LAN-on-Motherboard Generation 2) ist ein von der PCI-SIG definierter Standard, der es erlaubt, Netzwerkkarten direkt auf die Systemplatine aufzustecken, ohne den PCIe-Steckplatz des Blades zu belegen. In dicht bestückten Blade-Chassis wie dem Lenovo ThinkSystem SN550 oder SN850 ist verfügbarer Erweiterungsraum eine knappe Ressource. Jeder gesparte PCIe-Slot kann für Storage-Controller, GPU oder zusätzliche Netzwerkkarten genutzt werden.

Laut Hersteller ist dieser Adapter ausschließlich für den Einsatz im ThinkSystem SN550 und ThinkSystem SN850 entwickelt worden. Wer andere Blade- oder Rack-Server im Einsatz hat, muss auf alternative Lösungen zurückgreifen – eine Kompatibilität mit anderen Systemen oder Chassis ist seitens Lenovo nicht vorgesehen und sollte nicht angenommen werden. Das ist kein Kritikpunkt, sondern bewusste Systemintegration: Der Adapter ist exakt auf diese Plattformen abgestimmt, was Treiber-Zertifizierung, BIOS-Integration und thermische Auslegung einschließt.

Physisch ist die Karte mit einer Tiefe von 10 cm und einer Höhe von 8 cm kompakt dimensioniert. Das Gewicht von lediglich 13 Gramm unterstreicht das Blade-gerechte Design – jedes Gramm zählt, wenn ein vollbestücktes Chassis dutzende Blade-Nodes beherbergt und Gewicht und Luftwiderstand über den Gesamtbetrieb hinweg eine Rolle spielen.

40-Gigabit-Ethernet: Leistung und Protokoll-Unterstützung im Detail

Das Herzstück dieses Netzwerkadapters ist die Unterstützung von 40 Gigabit Ethernet auf zwei Ports – das bedeutet in der Praxis eine theoretische Brutto-Übertragungskapazität von 80 Gbit/s bidirektional. Zum Vergleich: Standard-10GbE-Adapter, die in vielen Rechenzentren noch die Norm sind, liefern ein Viertel dieses Durchsatzes pro Port. Für datenintensive Workloads wie verteilte Datenbank-Cluster, HPC-Applikationen, NFS- oder iSCSI-basiertes Storage-Networking oder hochvolumige Backup-Streams ist dieser Sprung auf 40 GbE keine Luxus-, sondern eine Kapazitätsentscheidung.

Wichtig für den Einkauf und die Netzwerkplanung: Der Adapter unterstützt sowohl 40 Gigabit Ethernet als auch 10 Gigabit Ethernet als Data-Link-Protokoll. Das erlaubt eine schrittweise Migration – Blades mit diesem Adapter können in bestehenden 10GbE-Infrastrukturen betrieben werden, ohne dass der gesamte Upstream-Switch auf 40GbE aufgerüstet werden muss. Sobald die Infrastruktur bereit ist, steht die volle 40GbE-Kapazität sofort zur Verfügung.

Jumbo Frames: 10.000 Byte MTU für Storage-Netzwerke

Die unterstützte Jumbo-Frame-Größe von 10.000 Byte ist ein wichtiges Detail für alle, die diesen Adapter in Storage-Netzwerken oder bei iSCSI-Verbindungen einsetzen. Standard-Ethernet-Frames haben eine MTU von 1.500 Byte. Jumbo Frames reduzieren den Overhead pro übertragenem Datenbyte drastisch, weil pro Paket deutlich mehr Nutzlast transportiert wird. Das senkt die CPU-Last auf dem Host-System und erhöht den effektiven Nettodurchsatz – besonders bei großen, sequenziellen Transfers wie Backups, Replikation oder Datenbank-Logs.

Für den Einsatz von Jumbo Frames gilt die bekannte Voraussetzung: Der gesamte Pfad – Switch-Ports, Router-Interfaces, Ziel-Adapter – muss auf die gleiche oder eine größere MTU konfiguriert sein. Eine gemischte Infrastruktur ohne durchgängige Jumbo-Frame-Konfiguration führt zu Fragmentierung und kann die Performance verschlechtern statt verbessern.

Offloading-Funktionen: Entlastung des Prozessors durch Hardware-Beschleunigung

Die Feature-Liste dieses Adapters liest sich wie ein Kompendium moderner Netzwerk-Offloading-Technologien. Jede dieser Funktionen adressiert einen spezifischen Engpass in der Netzwerkverarbeitungskette und ist für den sinnvollen Einsatz in produktiven Datacenter-Umgebungen relevant:

  • TCP-/IP- und UDP-/IP-Prüfsummen-Offload: Die Berechnung von Prüfsummen für jedes Netzwerkpaket bindet CPU-Zyklen – bei 40 GbE in einem Maß, das bei rein software-seitiger Berechnung spürbar ins Gewicht fällt. Der ConnectX-3-Chip übernimmt diese Aufgabe vollständig in Hardware. Das bedeutet: Die CPU-Kerne des Blade-Servers stehen vollständig für die eigentliche Applikationslogik zur Verfügung.
  • GSO (Generic Segmentation Offload) und LSO (Large Send Offload): Beide Technologien erlauben es dem Betriebssystem, größere Datenpakete an den Netzwerkadapter zu übergeben, der diese dann selbstständig in übertragungsgerechte Segmente aufteilt. Das reduziert die Anzahl der Betriebssystem-Interrupts und spart CPU-Zeit.
  • RSS (Receive Side Scaling): In Mehrprozessor-Systemen – wie dem SN850 mit seinen vier Sockel-Steckplätzen – verteilt RSS eingehenden Netzwerkverkehr auf mehrere CPU-Kerne. Ohne RSS würde der gesamte Empfangs-Traffic auf einem einzigen Kern verarbeitet, der schnell zum Bottleneck wird. Mit RSS wird die Last intelligent über den verfügbaren Prozessorkomplex verteilt.
  • Team-Unterstützung (NIC Teaming): Beide Ports des Adapters können zu einem logischen Interface zusammengefasst werden – entweder für erhöhte Redundanz (Active-Passive) oder für Lastverteilung (Active-Active). Das ist besonders relevant für hochverfügbare Workloads, bei denen ein Portausfall keine Dienstunterbrechung verursachen darf.
  • WOL (Wake-on-LAN): Ermöglicht das Aufwecken des Blade-Servers über das Netzwerk. In Rechenzentrumsumgebungen mit zentralem Out-of-Band-Management eher ergänzend, aber für bestimmte Automatisierungsszenarien praktisch.

RoCE und SR-IOV: Die Differenzierungsmerkmale für anspruchsvolle Workloads

Zwei Features dieses Adapters verdienen eine vertiefte Betrachtung, weil sie die Einsatzmöglichkeiten entscheidend erweitern und gleichzeitig spezifische Infrastrukturanforderungen stellen:

RoCE – RDMA over Converged Ethernet

RoCE (RDMA over Converged Ethernet) ermöglicht es, dass Applikationen direkt in den Arbeitsspeicher eines anderen Systems schreiben können – ohne den Umweg über den Betriebssystem-Kernel beider beteiligten Maschinen. Diese Technik, bekannt aus dem InfiniBand-Umfeld, wird über RoCE auf Ethernet-Infrastrukturen portiert. Das Ergebnis sind drastisch reduzierte Latenzen und eine nahezu vollständige CPU-Entlastung beim Datentransfer zwischen Servern.

In der Praxis ist RoCE relevant für:

  • Hochperformante Datenbanken (z. B. In-Memory-Datenbanken mit Node-to-Node-Replikation)
  • HPC-Cluster mit MPI-basierten Anwendungen, die zwischen Knoten kommunizieren
  • Hyperkonvergente Infrastrukturen (HCI) mit verteiltem Storage (z. B. Ceph, VMware vSAN)
  • AI/ML-Trainings-Cluster, bei denen Gradienten zwischen GPU-Knoten synchronisiert werden

Wichtig zu verstehen: RoCE in seiner Version 1 (die der ConnectX-3 unterstützt) ist auf das lokale Layer-2-Netzwerk beschränkt und benötigt ein verlustfreies Ethernet – also Priority Flow Control (PFC) gemäß IEEE 802.1Qbb, das dieser Adapter ebenfalls unterstützt. Für RoCE-Deployments über Subnet-Grenzen hinweg wäre RoCE v2 erforderlich. Wer also ein geroutetes RoCE-Netzwerk plant, muss dies in der Infrastrukturplanung berücksichtigen.

SR-IOV – Single Root I/O Virtualization

SR-IOV ist die entscheidende Technologie für virtualisierte Umgebungen mit hohen Netzwerkanforderungen. Ohne SR-IOV muss jeder virtuelle Switch (z. B. der vSwitch in VMware oder der OVS in KVM/OpenStack) jeden Netzwerkframe per Software verarbeiten – ein erheblicher CPU-Overhead, der bei dicht bestückten Virtualisierungs-Hosts schnell spürbar wird.

Mit SR-IOV kann der physische Netzwerkadapter in mehrere virtuelle Funktionen (VFs) aufgeteilt werden, die direkt an einzelne VMs durchgereicht werden. Die VM kommuniziert dann ohne Hypervisor-Overhead direkt mit dem physischen Netzwerkadapter. Das Ergebnis: Netzwerkdurchsatz nahe am Bare-Metal-Niveau, deutlich reduzierte Latenz und eine spürbare Entlastung des Host-Prozessors.

SR-IOV setzt voraus, dass Prozessor und BIOS/UEFI des Host-Systems die entsprechende Virtualisierungstechnologie unterstützen (VT-d bei Intel, AMD-Vi bei AMD) und dass der Hypervisor SR-IOV-fähige VF-Zuweisung beherrscht. Beim ThinkSystem SN550 und SN850 ist diese Voraussetzung systemseitig erfüllt.

IEEE-Zertifizierungen und Standards: Netzwerk-Compliance im Überblick

Der Adapter ist laut Hersteller nach einer Reihe relevanter IEEE-Standards zertifiziert, die für den professionellen Rechenzentrumseinsatz bedeutsam sind:

  • IEEE 802.1Q: VLAN-Tagging – Grundlage für jede segmentierte Netzwerkarchitektur
  • IEEE 802.1p: Quality-of-Service-Priorisierung auf Layer 2 – wichtig für gemischte Traffic-Typen (Storage, VM-Traffic, Management)
  • IEEE 802.1Qaz: Enhanced Transmission Selection (ETS) – Bandwidth-Management für Converged-Ethernet-Umgebungen, in denen Storage- und Standard-IP-Traffic über dasselbe Kabel laufen
  • IEEE 802.1Qbb: Priority Flow Control (PFC) – verlustfreies Ethernet, Voraussetzung für RoCE v1
  • IEEE 802.3x: Flow Control – Back-Pressure-Mechanismus zur Vermeidung von Paketverlust bei Überlastung
  • IEEE 802.3ad (LACP): Link Aggregation Control Protocol – Grundlage für standardkonformes NIC-Teaming mit unterstützenden Switches
  • IEEE 802.3ae: 10 Gigabit Ethernet Standard
  • IEEE 802.3ba: 40 Gigabit Ethernet Standard

Das vollständige Konformitätsprofil mit IEEE 802.1Qaz und 802.1Qbb ist besonders relevant für alle, die einen Converged-Ethernet-Ansatz verfolgen – also Storage-Traffic (iSCSI, FCoE) und Standard-IP-Traffic über dieselbe physische Infrastruktur führen wollen. Ohne diese Standards ist verlustfreier Storage-Traffic auf Standard-Ethernet nicht realisierbar.

Kompatibilität und Systemvoraussetzungen

Die Kompatibilität dieses Netzwerkadapters ist seitens Lenovo klar und bewusst eingeschränkt:

  • Lenovo ThinkSystem SN550 – 2-Sockel-Blade-Server im 10G-Blade-Chassis
  • Lenovo ThinkSystem SN850 – 4-Sockel-Blade-Server für extreme Skalierung

Wer einen dieser Blade-Server betreibt und die Netzwerkkapazität auf 40 GbE heben möchte, findet mit diesem Adapter eine von Lenovo validierte Lösung. Für alle anderen Systeme – auch andere ThinkSystem-Modelle – ist dieser Adapter nicht geeignet und sollte nicht erworben werden. Der ML2-Formfaktor ist kein universeller Standard; verschiedene Hersteller und Plattformen implementieren die elektrische und mechanische Spezifikation unterschiedlich, sodass physische Kompatibilität allein nicht ausreicht.

Es empfiehlt sich, vor dem Kauf die genaue Systemkonfiguration mit dem Lenovo Kompatibilitätsberater oder der aktuellen ServerProven-Liste abzugleichen, um sicherzustellen, dass BIOS-Version und Chassis-Typ den Adapter unterstützen.

Ideal für diese Einsatzbereiche

  • Virtualisierungs-Hosts mit hohem Netzwerkbedarf: Der SR-IOV-Support ermöglicht die direkte Durchreichung virtueller Netzwerkfunktionen an VMs, ohne Hypervisor-Overhead. In VMware- oder KVM-Umgebungen auf ThinkSystem SN550/SN850 adressiert dieser Adapter den häufigsten Netzwerk-Bottleneck auf dicht bestückten Virtualisierungs-Hosts.
  • HPC- und Cluster-Computing: Die RoCE-Unterstützung erlaubt latenzarme Node-to-Node-Kommunikation in MPI-basierten Hochleistungsrechenumgebungen. Anwendungsgebiete wie Finite-Elemente-Simulationen oder CFD-Berechnungen, die intensiv zwischen Knoten kommunizieren, profitieren direkt von RDMA-fähigem Ethernet.
  • Distributed Storage und HCI: Systeme wie Ceph, VMware vSAN oder Nutanix AOS setzen auf schnelle Node-to-Node-Kommunikation für Replikation und Rebalancing. Mit 40 GbE pro Port und RoCE-Unterstützung ist dieser Adapter für solche Architekturen auf ThinkSystem SN550/SN850 gut positioniert.
  • Storage-Networking (iSCSI): Die Jumbo-Frame-Unterstützung bis 10.000 Byte, kombiniert mit TCP/IP-Prüfsummen-Offload und 40GbE-Durchsatz, macht diesen Adapter zu einer leistungsfähigen Grundlage für softwarebasiertes iSCSI-Initiator-Setup auf den kompatiblen Blade-Systemen. Verlustfreies Ethernet via IEEE 802.1Qbb ist konfigurierbar.
  • Netzwerk-Konsolidierung und Coswitched Ethernet: Die Kombination aus IEEE 802.1Qaz (ETS) und IEEE 802.1Qbb (PFC) erlaubt es, Storage- und Standard-IP-Traffic auf derselben physischen Infrastruktur zu konsolidieren – relevant für Rechenzentren, die Verkabelungsaufwand und Switch-Port-Bedarf reduzieren wollen.

Häufige Fragen

In welchen Systemen kann dieser Adapter eingesetzt werden?

Laut Hersteller ist der Lenovo ThinkSystem Mellanox ConnectX-3 Mezz 40Gb 2-Port Ethernet Adapter ausschließlich für den Lenovo ThinkSystem SN550 und den Lenovo ThinkSystem SN850 entwickelt und validiert. Eine Kompatibilität mit anderen Blade-Servern, Rack-Servern oder Systemen anderer Hersteller besteht nicht und sollte nicht angenommen werden.

Was ist der Unterschied zwischen einem ML2-Adapter und einer herkömmlichen PCIe-Netzwerkkarte?

ML2 (Mezzanine LAN-on-Motherboard Generation 2) ist ein standardisierter Steckplatz auf der Systemplatine von Blade-Servern, der speziell für Netzwerkkarten reserviert ist. Im Gegensatz zu einer PCIe-Karte belegt ein ML2-Adapter keinen der wertvollen PCIe-Erweiterungsslots des Servers. Das gibt Systemintegratoren mehr Flexibilität bei der Bestückung der übrigen Slots mit Storage-Controllern, Accelerators oder weiteren Netzwerkkarten. Zudem ist der ML2-Adapter tiefer ins System integriert, was bei der Firmware- und Treiberverwaltung Vorteile bieten kann.

Unterstützt der Adapter RoCE v2 für geroutetes RDMA-Networking?

Die vorliegenden Produktdaten belegen die Unterstützung von RoCE (RDMA over Converged Ethernet). Der ConnectX-3-Chipsatz von Mellanox unterstützt RoCE in der Version 1, die auf Layer-2-Netzwerke beschränkt ist und verlustfreies Ethernet (IEEE 802.1Qbb / Priority Flow Control) voraussetzt. RoCE v2, das geroutetes RDMA über Layer-3-Grenzen hinweg ermöglicht, ist eine Eigenschaft späterer ConnectX-Generationen (ab ConnectX-4). Für weitreichende Infrastrukturplanungen mit geroutetem RDMA sollte dies berücksichtigt werden.

Kann ich beide Ports zu einem logischen Interface zusammenfassen (NIC Teaming / LACP)?

Ja. Der Adapter unterstützt laut Hersteller sowohl Team-Unterstützung für NIC-Teaming als auch IEEE 802.3ad (LACP) für standardkonformes Link-Aggregation mit kompatiblen Switches. Damit können beide 40-GbE-Ports entweder für Redundanz (Active-Passive) oder für aggregierten Durchsatz (Active-Active mit LACP) konfiguriert werden. Die konkrete Konfiguration ist betriebssystem- und hypervisorseitig umzusetzen.

Welche Jumbo-Frame-Größe unterstützt der Adapter?

Der Adapter unterstützt laut Hersteller eine maximale Jumbo-Frame-Größe von 10.000 Byte. Für den produktiven Einsatz von Jumbo Frames muss die MTU auf allen beteiligten Netzwerkkomponenten (Switch-Ports, Router-Interfaces, Zieladapter) konsistent konfiguriert sein. Eine uneinheitliche MTU-Konfiguration im Netzwerkpfad führt zu Fragmentierung und kann die Netzwerkperformance negativ beeinflussen.

Ist dieser Adapter auch für 10-GbE-Infrastrukturen geeignet, oder setzt er zwingend 40 GbE voraus?

Der Adapter unterstützt laut Hersteller sowohl 40 Gigabit Ethernet als auch 10 Gigabit Ethernet als Data-Link-Protokoll. Er kann also in bestehenden 10GbE-Umgebungen betrieben werden und ermöglicht eine schrittweise Migration auf 40GbE, sobald die Switch-Infrastruktur entsprechend aufgerüstet wird. Die volle Leistungsfähigkeit entfaltet sich selbstverständlich erst mit 40-GbE-fähigen Upstream-Switches.

Allgemein

Hersteller
LENOVO
Herstellernummer
7ZT7A00502

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