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Lenovo 7ZT7A00521 LWL-Steckverbinder FC 1 Stück(e) Grün

Ersatzteile & Komponenten

Lenovo Emulex LPm16002B-L | FC Adapter | 2x 16Gb

Herstellernummer: 7ZT7A00521

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Lenovo ThinkSystem Emulex LPm16002B-L Mezz – 16Gb Dual-Port Fibre Channel Adapter im Überblick

Der Lenovo ThinkSystem Emulex LPm16002B-L Mezz (7ZT7A00521) ist ein Hostbus-Adapter (HBA) im Mezzanine-Formfaktor, der speziell für den Einsatz in Lenovos Blade-Server-Plattform ThinkSystem SN550 und ThinkSystem SN850 entwickelt wurde. Er stellt zwei unabhängige 16-Gigabit-Fibre-Channel-Ports bereit und verbindet diese Blade-Server direkt mit einer SAN-Infrastruktur (Storage Area Network) – ohne zusätzliche PCIe-Slotbelegung im Gehäuse. Als nativer FC-HBA auf Basis des Emulex XE201-Prozessors adressiert er IT-Abteilungen und Rechenzentrumsadministratoren, die hochverfügbare, latenzarme Blockspeicher-Anbindung für unternehmenskritische Workloads benötigen. Gegenüber 8-Gigabit-Vorgängerlösungen verdoppelt 16GFC die verfügbare Bandbreite je Port und schafft damit Reserven für I/O-intensive Anwendungen wie große Datenbanken, Virtualisierungsumgebungen und Backup-Infrastrukturen.

Schnittstellenarchitektur und Signalverarbeitung

Das Herzstück des Adapters ist der Emulex XE201-ASIC, Emulexs bewährte FC-Silizium-Plattform für Enterprise-HBAs der 16G-Generation. Der Chip übernimmt die vollständige FC-Protokollverarbeitung – von der Rahmenkodierung über den Ablaufsteuerungs-Credit-Management-Mechanismus bis hin zur SCSI-FCP-Übersetzung – und entlastet damit die Host-CPUs der ThinkSystem-Server von aufwändiger Protokollarbeit. Das ist besonders in hochvirtualisierten Umgebungen relevant, in denen viele VMs gleichzeitig auf gemeinsam genutzten Storage zugreifen und jede gesparte CPU-Zyklen direkt der Anwendungsleistung zugutekommen.

Die Anbindung an den Blade-Server erfolgt intern über einen PCIe 3.0 x8-Mezzanine-Steckplatz. Mit einer theoretischen bidirektionalen Bandbreite von rund 16 GB/s stellt dieser Bus sicher, dass beide 16GFC-Ports – zusammen maximal 3,2 GB/s Nutzdatendurchsatz – zu keiner Zeit durch die Host-Schnittstelle limitiert werden. Das Mezzanine-Design ist entscheidend für Blade-Umgebungen: Anstatt einen der knappen PCIe-Slots im Blade-Chassis zu belegen, nutzt der Adapter einen dedizierten internen Steckplatz und hält so die Erweiterungsoptionen des Servers frei.

16Gb Fibre Channel – Protokollunterstützung und Praxisrelevanz

Mit zwei 16Gb-FC-Ports deckt der LPm16002B-L alle gängigen SAN-Topologien ab. Die Protokollunterstützung umfasst laut Herstellerangaben FC-AL, FC-AL-2, FC-IP und SCSI-FCP:

  • SCSI-FCP (Fibre Channel Protocol) ist der Kernstandard für Block-Storage-Zugriff auf SAN-Systeme wie Lenovo Storage V-Series, IBM FlashSystem oder NetApp AFF. Nahezu jede Enterprise-SAN-Infrastruktur setzt auf SCSI-FCP.
  • FC-AL und FC-AL-2 (Fibre Channel Arbitrated Loop) decken ältere oder kostengünstigere Topologien ohne dedizierten FC-Switch ab – praxisrelevant beim Anschluss an ältere Speichersysteme oder in direkten Point-to-Point-Konfigurationen.
  • FC-IP ermöglicht die Übertragung von Fibre-Channel-Frames über IP-Netzwerke, was für WAN-basierte SAN-Replikation und DR-Szenarien relevant ist.

Der Adapter unterstützt Vollduplex-Betrieb, das heißt, Senden und Empfangen erfolgen gleichzeitig und unabhängig voneinander auf jedem Port – ein Basiserfordernis für latenzarme Speicheranbindung. Auto-Negotiation erlaubt die automatische Anpassung an die FC-Geschwindigkeit des angeschlossenen Switches oder Storage-Systems (16G, 8G oder 4G), was Flexibilität beim Migration von älteren auf neuere Infrastrukturkomponenten bietet.

Besonders erwähnenswert ist die Unterstützung für MSI-X (Message Signaled Interrupts Extended). Gegenüber klassischen Hardware-Interrupts ermöglicht MSI-X die parallele Verteilung von Interrupt-Anfragen auf mehrere CPU-Kerne, was in Mehrkern-Systemen wie dem SN550 oder SN850 die Interrupt-Verarbeitung deutlich effizienter gestaltet und Engpässe bei hoher Queue-Tiefe verhindert. Für Virtualisierungsumgebungen, in denen viele VMs gleichzeitig I/O erzeugen, ist MSI-X ein relevanter Stabilitäts- und Leistungsfaktor.

Mezzanine-Formfaktor – warum das für Blade-Server entscheidend ist

Der Begriff „Mezz" im Produktnamen bezeichnet den Mezzanine-Formfaktor, der ausschließlich für den Einsatz in kompatiblen Blade-Chassis vorgesehen ist. Im Gegensatz zu Standard-PCIe-Karten, die in einen halben oder vollen PCIe-Slot eingesteckt werden, sitzt der Mezzanine-Adapter auf einem dedizierten internen Steckplatz direkt auf der Blade-Server-Platine. Das hat mehrere praktische Konsequenzen:

  • Kein Slotverbrauch: Die PCIe-Erweiterungsslots des Blade-Servers bleiben für andere Adapter (z. B. zusätzliche Netzwerkkarten oder NVMe-Erweiterungen) verfügbar.
  • Kompakter Aufbau: Mit 10 cm × 8 cm und lediglich 13 Gramm ist der Adapter extrem leicht und platzsparend – konzipiert für die enge Packungsdichte von Blade-Systemen.
  • Strikte Kompatibilität: Der Adapter ist ausschließlich für den ThinkSystem SN550 (2-Socket Blade) und den ThinkSystem SN850 (4-Socket Blade) ausgelegt. Ein Einsatz in anderen Servern oder Standard-Rechnern ist bauartbedingt nicht möglich.

IT-Administratoren sollten vor der Bestellung sicherstellen, dass im Zielsystem noch ein freier Mezzanine-Steckplatz zur Verfügung steht. Blade-Server wie der SN550 verfügen typischerweise über mehrere Mezzanine-Positionen, jedoch ist die Belegung abhängig von bereits eingebauten Netzwerk- oder Storage-Adaptern im Chassis-Grundausbau.

Zielplattformen: ThinkSystem SN550 und SN850

Laut Hersteller ist der LPm16002B-L Mezz explizit für zwei Blade-Server-Modelle qualifiziert:

  • Lenovo ThinkSystem SN550: Ein 2-Socket-Blade-Server der aktuellen ThinkSystem-Generation, der auf Intel-Xeon-Prozessoren basiert und primär für mittelgroße Virtualisierungsumgebungen, softwaredefinierte Infrastrukturen und Datenbank-Workloads eingesetzt wird. Der Fibre-Channel-Adapter ergänzt hier die interne SAN-Anbindung für persistenten, hochverfügbaren Block-Storage.
  • Lenovo ThinkSystem SN850: Ein 4-Socket-Blade-Server für besonders rechenintensive und speicherhungrige Workloads – typischerweise In-Memory-Datenbanken, hochskalierte Virtualisierung oder HPC-nahe Aufgaben. Mit vier CPU-Sockeln und entsprechendem RAM-Ausbau erzeugt ein SN850 erheblich mehr parallele I/O-Last, für die der LPm16002B-L mit seinen zwei 16GFC-Ports und MSI-X-Unterstützung ausgelegt ist.

Wer diese Adapter in anderen ThinkSystem-Blade-Servern (z. B. SN550 V2 oder anderen Generationen) einsetzen möchte, muss die Kompatibilität gesondert mit Lenovo oder dem zuständigen Systemhaus klären – die genannten Modelle sind die einzigen, für die der Hersteller eine Qualifizierung dokumentiert.

Zertifizierungen und Normkonformität

Der Adapter ist mit einer umfangreichen Liste internationaler Sicherheits- und EMV-Zulassungen ausgestattet, darunter FCC CFR47 Part 15 A (USA), ICES-003 Class A (Kanada), EN55022/EN55024 Klasse A und CISPR 22 Klasse A (Europa), VCCI Klasse A (Japan), KN22/KN24 (Korea), BSMI CNS 13438 (Taiwan) sowie die russischen GOST-R-Normen. Sicherheitszulassungen umfassen UL 60950-1, IEC 60950-1, EN 60950-1 und CSA C22.2 No. 60950-1 in jeweils aktuellen Editionen.

Die Klasse-A-EMV-Klassifizierung bedeutet, dass der Adapter für den Einsatz in industriellen und gewerblichen Umgebungen (Rechenzentren, Serverräume) ausgelegt ist – nicht für den Heimbereich. Das ist bei Rechenzentrumskomponenten dieser Art der Standard, hat für den typischen Einsatzkontext aber keine praktische Einschränkung.

Geeignete Einsatzbereiche

Der LPm16002B-L Mezz ist ein Spezialbauteil mit klar definiertem Einsatzbereich. Folgende Szenarien sind durch die Spezifikationen direkt belegt:

  • SAN-Anbindung in Blade-Umgebungen: Der primäre Anwendungsfall. Blade-Server wie SN550 und SN850 sind typischerweise Teil größerer konvergierter oder hyperkonvergierter Infrastrukturen, bei denen zentraler Blockspeicher über Fibre Channel angebunden wird. Der HBA stellt dafür zwei dedizierte, redundante Pfade bereit.
  • Hochverfügbarkeit durch Dual-Port-Design: Mit zwei unabhängigen FC-Ports lässt sich eine Multipathing-Konfiguration realisieren (z. B. mit MPIO unter Windows Server oder DM-Multipath unter Linux). Fällt ein SAN-Switch oder ein FC-Pfad aus, übernimmt der zweite Port nahtlos – ohne Datenverlust oder Downtime. Das ist für unternehmenskritische Applikationen und SLAs mit hohen Verfügbarkeitsanforderungen essenziell.
  • Virtualisierungsumgebungen (VMware, Hyper-V, KVM): In virtualisierten Umgebungen greifen viele VMs gleichzeitig auf gemeinsam genutzten SAN-Storage zu. Die MSI-X-Unterstützung und die Prozessorleistung des XE201-ASIC reduzieren den CPU-Overhead bei hoher gleichzeitiger I/O-Last – relevant wenn auf einem SN850 Dutzende VMs laufen.
  • Datenbankserver und transaktionale Workloads: Relationale Datenbanken (Oracle, Microsoft SQL Server, IBM Db2) profitieren von latenzarmem, blockbasiertem Storage-Zugriff über FC. Die 16Gb-Bandbreite je Port bietet ausreichend Reserven auch für log-intensive OLTP-Workloads.
  • Backup- und Replikationsinfrastruktur: Für SAN-basierte Snapshot-Technologien und Storage-seitige Replikation (z. B. zwischen zwei Rechenzentren über FC-IP) ist ein qualifizierter HBA eine Grundvoraussetzung.

Garantie und Support

Lenovo gewährt auf den LPm16002B-L Mezz laut Hersteller eine begrenzte Garantie von 1 Jahr. Für Unternehmenskunden, die längere Supportlaufzeiten benötigen, empfiehlt sich die Prüfung von Lenovos Foundation- oder Premier-Support-Optionen, die je nach Serververtrag auch Komponenten wie Adapter einschließen können. Die Integration in bestehende ThinkSystem-Servicekonzepte hängt vom Gesamtvertrag ab – hier lohnt die Rücksprache mit dem zuständigen Lenovo-Partner oder direkt mit Baltaris.

Häufige Fragen zum Lenovo ThinkSystem Emulex LPm16002B-L Mezz

Mit welchen Servern ist der LPm16002B-L Mezz kompatibel?

Laut Hersteller ist der Adapter ausschließlich für den Lenovo ThinkSystem SN550 und den Lenovo ThinkSystem SN850 qualifiziert. Es handelt sich um einen Mezzanine-Adapter, der einen speziellen internen Steckplatz voraussetzt, der nur in bestimmten Blade-Server-Modellen vorhanden ist. Der Einsatz in Standard-PCIe-Servern oder anderen Blade-Systemen ist bauartbedingt nicht möglich.

Kann ich den Adapter in einem Standard-PCIe-Server verwenden?

Nein. Der LPm16002B-L ist als Mezzanine-Adapter konzipiert und verfügt über keinen Standard-PCIe-Slotanschluss nach ATX- oder HHHL/FHHL-Norm. Er ist ausschließlich für den internen Mezzanine-Steckplatz der qualifizierten Blade-Server geeignet. Für Standard-PCIe-Server empfiehlt sich der Blick auf Emulexs LPe-Serie oder entsprechende Lenovo-PCIe-HBAs.

Unterstützt der Adapter Multipathing für Hochverfügbarkeit?

Ja. Der Adapter stellt zwei unabhängige 16Gb-Fibre-Channel-Ports bereit, die mit zwei verschiedenen FC-Switches oder zwei separaten SAN-Fabrics verbunden werden können. In Kombination mit einer Multipathing-Software (z. B. Microsoft MPIO, VMware NMP, Linux DM-Multipath) lassen sich aktiv-aktive oder aktiv-passive Redundanzkonfigurationen realisieren, die den Ausfall eines einzelnen Pfades ohne Datenverlust überbrücken.

Mit welchen FC-Geschwindigkeiten ist der Adapter kompatibel?

Der Adapter unterstützt laut Hersteller Auto-Negotiation und ist nativ für 16Gb Fibre Channel ausgelegt. Über Auto-Negotiation kann er sich auch an langsamere FC-Infrastruktur (8Gb, 4Gb) anpassen, sofern der angeschlossene Switch diese Funktion unterstützt. Damit ist eine schrittweise Migration bestehender SAN-Umgebungen auf 16GFC möglich.

Welche Protokolle werden unterstützt?

Laut den Herstellerangaben unterstützt der LPm16002B-L die Protokolle FC-AL, FC-AL-2, FC-IP und SCSI-FCP. SCSI-FCP ist der Standard für blockspeicherbasierte SAN-Anbindungen, FC-IP ermöglicht den Transport von FC-Frames über IP-Netzwerke (relevant für Wide-Area-SAN-Szenarien), und FC-AL deckt Loop-basierte Topologien ab.

Wie lange ist die Garantie des Adapters?

Lenovo gewährt auf den ThinkSystem Emulex LPm16002B-L Mezz laut Hersteller eine begrenzte Garantie von 1 Jahr. Für erweiterte Supportlaufzeiten empfiehlt sich die Abstimmung mit dem Lenovo-Partner oder dem Systemhaus, da Erweiterungsoptionen von den bestehenden Servicekonditionen des Blade-Chassis abhängen können.

Allgemein

Hersteller
LENOVO
Herstellernummer
7ZT7A00521

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