Intel - Netzwerkkabel - QSFP28 (M) zu QSFP28 (M) - 1.25 m - Kupfer - passiv - für System x3550 M5 5463, 8869; x3650 M5 5462, 8871; ThinkSystem SR530
Lenovo OPA 100 Series Passive Copper Cable – 1,25 m, QSFP28 zu QSFP28
Das Lenovo 1.25m Intel OPA 100 Series Passive Copper Cable (Herstellernummer: 00WE043) ist ein passives Direktverbindungskabel (DAC – Direct Attach Copper) mit QSFP28-Steckern an beiden Enden und einer Länge von 1,25 Metern. Es richtet sich an Rechenzentren und Enterprise-Umgebungen, die auf Intel Omni-Path Architecture (OPA) für Hochgeschwindigkeits-Fabric-Verbindungen setzen. Das Kabel ist speziell auf Lenovo-Serversysteme der x3550 M5-, x3650 M5- und ThinkSystem-SR530-Baureihen abgestimmt. Als passives Kabel benötigt es keine eigene Stromversorgung und fügt keine aktive Signalverarbeitung hinzu – das hält Latenz und Kosten niedrig und macht es zur ersten Wahl für kurze, direkte Verbindungen im Rack oder zwischen benachbarten Racks.
Technologie & Funktionsprinzip: Was bedeutet „passives OPA-Kupferkabel"?
Um dieses Kabel richtig einzuordnen, lohnt ein kurzer Blick auf das Umfeld: Intel Omni-Path Architecture (OPA) ist ein Hochgeschwindigkeits-Interconnect-Standard, der vor allem in HPC-Clustern (High Performance Computing), verteilten Datenbankumgebungen und Large-Scale-AI/ML-Workloads eingesetzt wird. OPA konkurriert in diesem Segment mit InfiniBand und Ethernet-Fabric-Lösungen. Ein zentraler Vorteil von OPA ist die niedrige Latenz bei gleichzeitig hohem Durchsatz – genau dafür ist ein qualitativ hochwertiges Kabel mit sauber gefertigten Steckern entscheidend.
Das Kabel setzt auf Kupfer (Twinax) als Übertragungsmedium, was bei kurzen Distanzen (bis ca. 3–5 m, abhängig vom Standard) gegenüber Glasfaser klare wirtschaftliche Vorteile bietet: geringere Materialkosten, keine optischen Transceiver nötig, einfachere Handhabung. Der Terminus „passiv" ist hier technisch präzise: Das Kabel enthält keinerlei aktive Elektronik zur Signalverstärkung oder -regeneration. Stattdessen wird das elektrische Signal direkt vom Sender zum Empfänger übertragen. Das reduziert die Signallatenz auf ein absolutes Minimum und vermeidet Fehlerquellen durch aktive Komponenten. Für kurze Strecken innerhalb eines Racks oder zwischen direkt benachbarten Racks ist dies die technisch sauberste Lösung.
Der QSFP28-Stecker (Quad Small Form-factor Pluggable 28) unterstützt vier Hochgeschwindigkeits-Lanes und ist der Formfaktor-Standard für 100-GbE-, 100G-InfiniBand- und eben OPA-100G-Verbindungen. Beide Kabelenden sind identisch mit einem QSFP28-Stecker (männlich) ausgestattet, was den Einsatz zwischen zwei QSFP28-Ports voraussetzt – typischerweise Switch-zu-Server oder Server-zu-Server direkt.
Kabellänge & Einsatzdistanz: Warum 1,25 m?
Die Länge von 1,25 Metern ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines typischen Rechenzentrum-Designs: Verbindungen innerhalb desselben Racks (Top-of-Rack-Switching) oder zwischen zwei direkt nebeneinanderstehenden Racks erfordern selten mehr als 1–2 Meter. Ein kürzeres Kabel hält den Kabelsalat im Rack überschaubar, verbessert die Luftzirkulation und minimiert Signaldämpfung. Mit 1,25 m bietet dieses Kabel den nötigen Spielraum für ordentliches Kabelmanagement, ohne überschüssige Länge, die gecoilt werden müsste.
Für längere Strecken – etwa über mehrere Rack-Reihen hinweg – sind aktive optische Kabel (AOC) oder aktive Kupferkabel (ACC) die richtige Wahl. Das vorliegende passive Kabel ist ausdrücklich für den Kurzstreckenbereich konzipiert und sollte nicht für Distanzen jenseits seiner Spezifikation verwendet werden.
Konnektivität im Detail: QSFP28 richtig verstanden
Der QSFP28-Standard bündelt vier serielle Daten-Lanes in einem kompakten Formfaktor. Der Zusatz „28" steht für 28 Gbit/s pro Lane – vier Lanes ergeben in Summe 100 Gbit/s brutto. Im OPA-100-Kontext (Intel Omni-Path Architecture 100 Series) bedeutet das eine Fabric-Bandbreite von 100 Gbit/s pro Port und Richtung (bidirektional). Diese Bandbreite ist für latenz- und bandbreitensensitive Workloads wie MPI-basierte HPC-Anwendungen, parallele Dateisysteme (GPFS, Lustre) oder verteilte In-Memory-Datenbanken entscheidend.
Wichtig für die Planung: QSFP28 ist nicht rückwärtskompatibel mit QSFP+ (40G) ohne Adapter. Wer eine gemischte Infrastruktur betreibt, muss dies bei der Beschaffung berücksichtigen. Für eine reine OPA-100-Umgebung mit den unten genannten Lenovo-Systemen ist das 00WE043 jedoch der direkte und unkomplizierte Weg.
Kompatibilität: Diese Lenovo-Systeme werden offiziell unterstützt
Laut Hersteller ist das Kabel für folgende Lenovo-Serversysteme qualifiziert und freigegeben:
- Lenovo System x3550 M5 (Modellnummern: 5463, 8869) – 1-Sockel-Rack-Server der Mittelklasse, typisch für dichte HPC-Knoten
- Lenovo System x3650 M5 (Modellnummern: 5462, 8871) – 2-Sockel-Rack-Server mit erweiterter I/O-Kapazität für rechenintensive Workloads
- Lenovo ThinkSystem SR530 – moderner 1-Sockel-Rack-Server der ThinkSystem-Linie, Lenovos aktueller Standard für skalierbare Rechenzentrumsarchitekturen
Diese Kompatibilitätsliste ist nicht als abschließend zu verstehen in dem Sinne, dass das Kabel an anderen QSFP28-OPA-Ports nicht funktioniert – technisch sind QSFP28-DAC-Kabel oft breiter einsetzbar. Die genannte Liste beschreibt jedoch die Systeme, für die Lenovo die Qualifizierung und den Support übernimmt. In unternehmenskritischen Umgebungen ist es ratsam, ausschließlich qualifiziertes Zubehör einzusetzen, um den Herstellersupport nicht zu gefährden.
Passive vs. aktive Kabel: Die richtige Wahl für Ihr Rechenzentrum
Die Entscheidung zwischen passivem Kupferkabel, aktivem Kupferkabel und aktivem optischen Kabel ist eine der grundlegenden Planungsentscheidungen beim Aufbau einer Hochgeschwindigkeits-Fabric. Hier eine sachliche Einordnung:
- Passives Kupferkabel (wie das 00WE043): Geringste Kosten, geringste Latenz, kein Stromverbrauch im Kabel selbst, begrenzte Reichweite (typisch bis ~3 m bei 100G, je nach Spezifikation). Ideal für Top-of-Rack-Verbindungen und direkte Server-zu-Server-Verbindungen im gleichen Rack.
- Aktives Kupferkabel (ACC): Integrierte Signalverstärkung ermöglicht größere Reichweiten (bis ca. 15 m), leicht höherer Preis, minimaler Eigenverbrauch. Sinnvoll für End-of-Row- oder Middle-of-Row-Topologien.
- Aktives optisches Kabel (AOC): Glasfaser-basiert, für lange Distanzen (bis 100 m und mehr), deutlich höherer Preis, empfindlicher gegenüber mechanischer Beanspruchung. Für Inter-Rack- oder Inter-Row-Verbindungen über längere Strecken.
Für die in der Kompatibilitätsliste genannten Lenovo-Server in einer typischen Rack-Umgebung ist das passive 1,25-m-Kabel in den meisten Fällen die wirtschaftlich und technisch optimale Lösung.
Ideal für diese Einsatzbereiche
- HPC-Cluster mit Lenovo System x3550 M5 / x3650 M5: Die genannten Server sind klassische HPC-Knoten. Das OPA-100-Kabel verbindet sie direkt mit dem OPA-Switch-Fabric. Die 1,25-m-Länge deckt Top-of-Rack-Verkabelung ab.
- ThinkSystem SR530 Rack-Erweiterungen: Beim Aufbau oder der Erweiterung von SR530-basierten Clustern stellt das 00WE043 die physische Verbindung zur OPA-100-Fabric bereit – qualifiziert und vom Hersteller freigegeben.
- Ersatzbeschaffung und Bestandssicherung: Für Rechenzentren, die bereits auf Lenovo x3550/x3650 M5 oder ThinkSystem SR530 mit OPA-100-Fabric setzen, ist dieses Kabel das passende Ersatz- oder Erweiterungskabel – mit gesicherter Herstellerkompatibilität (Artikelnummer 00WE043, EAN 889488118519).
- Direkte Server-zu-Server-Verbindungen: In Szenarien ohne dedizierten OPA-Switch (z. B. Two-Node-Cluster, direkte MPI-Verbindung) ermöglicht das Kabel eine latenzminimale Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen zwei QSFP28-OPA-Ports.
Häufige Fragen
Welche Server sind mit dem Lenovo 00WE043 Kabel offiziell kompatibel?
Laut Hersteller ist das Kabel für den Lenovo System x3550 M5 (Modellnummern 5463, 8869), den Lenovo System x3650 M5 (Modellnummern 5462, 8871) sowie den Lenovo ThinkSystem SR530 freigegeben und qualifiziert. Für andere Systeme liegt keine offizielle Herstellerfreigabe vor.
Was bedeutet „passives Kabel" – und warum ist das relevant für meine Planung?
Ein passives Kabel enthält keine aktive Elektronik zur Signalverstärkung. Das bedeutet: kein Eigenverbrauch, minimale Latenz und geringere Kosten gegenüber aktiven Varianten. Es ist die richtige Wahl für kurze Distanzen (typisch bis ca. 3 m bei 100G-Signalen). Für längere Strecken sind aktive Kupferkabel (ACC) oder aktive optische Kabel (AOC) erforderlich.
Kann ich das Kabel auch an nicht-Lenovo-Systemen mit QSFP28-Ports verwenden?
Technisch sind QSFP28-DAC-Kabel häufig mit anderen Herstellern interoperabel, sofern der OPA-100-Standard auf beiden Seiten unterstützt wird. Lenovo qualifiziert und unterstützt das Kabel jedoch ausschließlich für die genannten eigenen Systeme. In Umgebungen mit Systemen anderer Hersteller sollte die Kompatibilität vor dem Kauf geprüft werden – ein entsprechender Herstellersupport ist in diesem Fall nicht garantiert.
Ist QSFP28 kompatibel mit QSFP+ (40G)-Ports?
Nein, QSFP28 und QSFP+ sind zwar im Formfaktor ähnlich, aber elektrisch und protokollseitig nicht direkt kompatibel. Ein QSFP28-DAC-Kabel lässt sich nicht ohne weiteres an einem QSFP+-Port betreiben. Für gemischte Umgebungen sind entsprechende Breakout-Kabel oder Adapter erforderlich, die jedoch nicht Bestandteil dieses Produkts sind.
Warum genau 1,25 m – gibt es das Kabel auch in anderen Längen?
Die 1,25-m-Länge ist auf typische Top-of-Rack-Verkabelungsszenarien ausgelegt, bei denen Server und Switch im gleichen oder direkt benachbarten Rack stehen. Lenovo bietet OPA-100-Series-Kabel in verschiedenen Längen an – für welche Varianten Lenovo-Qualifizierungen für Ihre Zielsysteme bestehen, entnehmen Sie bitte dem aktuellen Lenovo-Kompatibilitätsleitfaden oder kontaktieren Sie den Vertrieb.
Welche Bandbreite überträgt das Kabel?
Das Kabel ist Teil der Intel OPA 100 Series und nutzt den QSFP28-Standard (4 Lanes à 25 Gbit/s = 100 Gbit/s brutto). Es ist für die OPA-100G-Fabric ausgelegt. Konkrete Durchsatzwerte im Betrieb hängen von der Gesamtkonfiguration der OPA-Fabric (Switch, Host Channel Adapter, Treiberversion) ab und werden von Lenovo nicht für dieses Kabel einzeln spezifiziert.
Allgemein
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