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Lenovo ThinkSystem Marvell QL41232 - Netzwerkadapter - PCIe 3.0 x8 - 10Gb Ethernet / 25Gb Ethernet SFP28 x 2 - für ThinkAgile MX3330-F Appliance; MX3330-H Appliance; MX3331-F Certified Node

Kabel & Adapter

Lenovo QL41232 | 25GbE SFP28 Netzwerkadapter | PCIe

Herstellernummer: 4XC7A08270

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Lenovo ThinkSystem Marvell QL41232 – Dual-Port 10/25GbE SFP28 PCIe-Netzwerkadapter für ThinkSystem- und ThinkAgile-Plattformen

Der Lenovo ThinkSystem Marvell QL41232 (4XC7A08270) ist ein PCIe-3.0-Netzwerkadapter mit zwei SFP28-Ports, der 10-GbE- und 25-GbE-Verbindungen in einem einzelnen Steckkarten-Formfaktor kombiniert. Der Adapter richtet sich ausschließlich an Datacenter-Administratoren und IT-Infrastrukturteams, die Lenovo ThinkSystem-Server oder ThinkAgile-Hyperkonvergenzplattformen mit hochperformanter Netzwerkanbindung ausstatten wollen. Als validierte Lenovo-Option ist die Karte speziell für den Einsatz in zertifizierten Lenovo-Serverplattformen – darunter SR630 V2, SR650 V2 und die gesamte ThinkAgile-MX/VX-Familie – qualifiziert und abgestimmt. Besonderes Merkmal ist die Kombination aus RDMA-Unterstützung, SR-IOV-Virtualisierungsfähigkeit und einer breiten Protokollpalette, die diesen Netzwerkadapter sowohl für klassische TCP/IP-Workloads als auch für latenzempfindliche Storage- und Compute-Szenarien qualifiziert.

Schnittstelle und physikalische Integration

Der Adapter verwendet einen PCIe-3.0-x8-Anschluss als Hostschnittstelle. PCIe 3.0 x8 liefert eine theoretische bidirektionale Bandbreite von rund 16 GB/s, was für zwei 25-GbE-Ports mit einem kombinierten Durchsatz von 50 Gbit/s (6,25 GB/s) mehr als ausreichend Headroom bietet. Die Karte ist als Plug-in-Karte ausgeführt und wird direkt in einen freien PCIe-Slot des Servers eingesetzt – ein Treiber-Update oder BIOS-Integration über Lenovo UpdateXpress stellt die Betriebsbereitschaft sicher.

Die zwei externen Ports sind als SFP28 ausgeführt. Das SFP28-Format ist der direkte Nachfolger von SFP+: Es nutzt das gleiche physikalische Gehäuse, unterstützt aber nativ 25 Gbit/s pro Lane, ohne auf den aufwändigeren und teureren QSFP28-Formfaktor zurückgreifen zu müssen. In der Praxis bedeutet das Abwärtskompatibilität: Vorhandene SFP+-Transceiver für 10 GbE lassen sich in SFP28-Ports betreiben, sodass bestehende 10-GbE-Infrastruktur weitergenutzt werden kann, während der Weg zu 25 GbE offen bleibt.

Netzwerkleistung und Durchsatz

Mit einer maximalen Datenübertragungsrate von 25 Gbit/s je Port bietet der Adapter gegenüber klassischen 10-GbE-Lösungen das 2,5-fache der Bandbreite pro Anschluss. In der Summe stehen damit 50 Gbit/s bidirektionaler Kapazität zur Verfügung – relevant für Storage-Anbindungen über NVMe-oF, für hohe VM-Dichten in virtualisierten Umgebungen sowie für Backup- und Replikationsszenarien mit hohem Datendurchsatz.

Die unterstützte Jumbo-Frame-Größe von 9.600 Byte reduziert den CPU-Overhead bei der Paketverarbeitung erheblich: Statt einer großen Anzahl kleiner Ethernet-Frames werden weniger, aber größere Frames übertragen. Das ist insbesondere bei iSCSI-Storage-Traffic, NFS-Mounts und SMB-Multichannel-Konfigurationen relevant, wo große Datenmengen kontinuierlich übertragen werden.

Offloading-Fähigkeiten und CPU-Entlastung

Ein zentrales Merkmal dieses Adapters ist die umfangreiche Liste an Hardware-Offload-Funktionen, die den Host-Prozessor von rechenintensiver Netzwerkverarbeitung entlasten:

  • TCP/IP- und UDP/IP-Offloading: Die Prüfsummenberechnung und Segmentierung von TCP/UDP-Paketen übernimmt die Netzwerkkarte statt der Server-CPU. In hochlastigen Umgebungen mit vielen gleichzeitigen Verbindungen – etwa in virtualisierten Infrastrukturen mit hunderten VMs – schont das CPU-Zyklen für die eigentlichen Workloads.
  • LSO (Large Send Offload) und LRO (Large Receive Offload): Der Adapter segmentiert ausgehende und reassembliert eingehende TCP-Datenströme selbstständig. Das reduziert die Anzahl der Interrupts, die der Hostprozessor verarbeiten muss.
  • MSI-X (Message Signaled Interrupts Extended): Ermöglicht die Verteilung von Netzwerk-Interrupts auf mehrere CPU-Kerne. In Multiprozessor-Systemen wie dem SR650 V2 oder SR665 verbessert das die Skalierbarkeit erheblich, da kein einzelner CPU-Kern zum Engpass wird.
  • RSS (Receive Side Scaling): Eingehende Pakete werden auf mehrere Empfangswarteschlangen verteilt und von verschiedenen CPU-Kernen parallel verarbeitet – wichtig für hochfrequentierte Netzwerkverbindungen.

RDMA und Low-Latency-Kommunikation

Der Adapter unterstützt RDMA (Remote Direct Memory Access) – eine Technik, bei der Daten direkt zwischen dem Arbeitsspeicher zweier Systeme übertragen werden, ohne dass der Prozessor des empfangenden Systems aktiv eingreifen muss. Das reduziert die Latenz drastisch und entlastet gleichzeitig die CPU.

Im Detail unterstützt der Marvell QL41232 folgende RDMA-Transporte und -Erweiterungen:

  • uDAPL (User Direct Access Programming Library): Ermöglicht RDMA-Kommunikation auf Anwendungsebene ohne Kernel-Eingriff.
  • XRC Transport (Extended Reliable Connected): Skalierbareres RDMA-Verbindungsmodell, das die Anzahl benötigter Queue Pairs reduziert – relevant in HPC-Clustern mit vielen Knoten.
  • DCT (Dynamically Connected Transport): Marvells proprietäres, skalierbares RDMA-Verbindungsmodell für größere Cluster-Umgebungen.
  • UMR (User Memory Region): Ermöglicht flexible, anwendungsgesteuerte Speicherregistrierung für RDMA-Operationen.
  • ODP (On-Demand Paging): RDMA-Speicherzugriffe ohne vorangehende explizite Speicherregistrierung – vereinfacht die Anwendungsentwicklung und reduziert Speicheroverhead.
  • Mellanox PeerDirect: Ermöglicht direkten Datentransfer zwischen der Netzwerkkarte und anderen PCIe-Geräten (z. B. GPUs) – ohne Umweg über den Systemspeicher. Das ist relevant für GPU-Compute-Cluster und Datenanalyseplattformen.

Virtualisierung: SR-IOV und SDN-Integration

Für virtualisierte Umgebungen ist SR-IOV (Single Root I/O Virtualization) eine der wichtigsten Funktionen dieses Adapters. SR-IOV erlaubt es, den physischen Netzwerkadapter in mehrere virtuelle Funktionen (VFs) aufzuteilen, die direkt einzelnen virtuellen Maschinen zugewiesen werden – ohne den Umweg über einen Software-vSwitch. Das Ergebnis: nahezu bare-metal-ähnliche Netzwerkperformance für VMs, da der Hypervisor aus dem Datenpfad entfernt wird.

Die Unterstützung für VXLAN und NVGRE (Network Virtualization using Generic Routing Encapsulation) ermöglicht die Einbindung in moderne Software-Defined-Networking-Architekturen. Diese Overlay-Netzwerktechnologien werden von Plattformen wie VMware NSX oder Microsoft Azure Stack HCI genutzt, um virtuelle Layer-2-Netzwerke über physische Layer-3-Infrastrukturen zu spannen. Da der Adapter die Encapsulation/Decapsulation dieser Protokolle in Hardware durchführt, entsteht kein signifikanter Performance-Verlust durch Tunneling.

Die explizite SDN-Unterstützung (Software Defined Networking) macht den Adapter zur richtigen Wahl für Umgebungen, die auf automatisierte Netzwerkkonfiguration und programmierbare Infrastruktur setzen – ein zentrales Merkmal der ThinkAgile-VX-Plattform (VMware vSAN Ready Nodes) und der ThinkAgile-MX-Plattform (Azure Stack HCI).

Quality of Service und Datacenter-Bridging

Der Adapter unterstützt ein vollständiges Set an IEEE-802.1-QoS-Standards, das für konvergente Netzwerkinfrastrukturen essenziell ist:

  • IEEE 802.1p: Priorisierung von Ethernet-Frames auf Layer 2 – Grundlage für QoS in geswitchten Netzwerken.
  • IEEE 802.1Q / Tagged VLAN: Logische Netzwerksegmentierung auf einem physischen Adapter – für Trennung von Management-, Storage- und VM-Traffic.
  • IEEE 802.1Qbb / PFC (Priority Flow Control): Verhindert Paketverluste in bestimmten Verkehrsklassen durch selektives Pausieren – unverzichtbar für verlustfreie iSCSI- und RDMA-Übertragungen.
  • IEEE 802.1Qaz / ETS (Enhanced Transmission Selection): Bandbreitenverwaltung auf Basis von Traffic-Klassen – Grundlage für Datacenter-Bridging (DCB).
  • IEEE 802.1Qau / QCN (Quantized Congestion Notification): Staukontrolle auf Layer 2, die Pufferüberläufe im Switch-Fabric verhindert.
  • PFC (Priority Flow Control) kombiniert mit QoS ermöglicht den Betrieb konvergenter Fabrics: Storage-Traffic (iSCSI, NFS) und VM-Traffic können über denselben physischen Adapter laufen, ohne sich gegenseitig zu beeinträchtigen.

IEEE 802.3ad (LACP) und Link Aggregation ermöglichen zudem die gebündelte Nutzung beider Ports als einen logischen Link – mit verdoppelter Bandbreite und automatischer Failover-Funktionalität.

Boot- und Management-Fähigkeiten

Für den Einsatz in professionellen Serverumgebungen bietet der Adapter entscheidende Remote-Boot- und Management-Funktionen:

  • PXE-Unterstützung: Netzwerkstart über das Preboot Execution Environment – ermöglicht zentrales OS-Deployment und Bare-Metal-Provisioning ohne physischen Zugriff auf den Server.
  • iSCSI Remote Boot: Der Server kann direkt von einem iSCSI-Target im Netzwerk booten – ohne lokale Festplatte. Relevant für stateless Server-Designs und zentrale Storage-Pools.
  • UEFI-Support: Kompatibilität mit modernen UEFI-Systemen, die Legacy-BIOS ablösen – Voraussetzung für Secure-Boot-Konfigurationen und 64-Bit-Boot-Umgebungen.
  • Ethernet Remote Boot (Wake-on-LAN): Server können über das Netzwerk aus dem Ruhezustand geweckt werden – relevant für energieeffiziente Betriebskonzepte.

IEEE 1588v2 (Precision Time Protocol, PTP) ermöglicht Nanosekunden-genaue Zeitsynchronisation zwischen Netzwerkgeräten – ein Merkmal, das in Finanzinfrastrukturen, Telekommunikations-Anwendungen und zeitkritischen Industriesteuerungen gefordert wird.

Die Unterstützung für MPLS (Multiprotocol Label Switching) eröffnet darüber hinaus den Einsatz in Service-Provider-Umgebungen oder komplexen Unternehmensnetzen, die auf Label-basiertes Routing setzen.

Energy Efficient Ethernet

Der Adapter unterstützt Energy Efficient Ethernet (EEE, IEEE 802.3az). Diese Funktion versetzt den Adapter in Leerlaufphasen – wenn kein Traffic übertragen wird – in einen energiesparenden Schlafzustand (Low Power Idle), aus dem er in Mikrosekunden reaktiviert werden kann. In großen Rechenzentren mit hunderten Netzwerkkarten summiert sich das zu messbaren Einsparungen in der Energiebilanz.

Kompatible Systeme

Laut Hersteller ist der Adapter für folgende Lenovo-Serverplattformen entwickelt und qualifiziert:

ThinkSystem-Server

  • ThinkSystem SR630 V2 (7Z71)
  • ThinkSystem SR635 (7Y99)
  • ThinkSystem SR645 (7D2X)
  • ThinkSystem SR650 V2 (7D15, 7Z73)
  • ThinkSystem SR655 (7Z01)
  • ThinkSystem SR665 (7D2V, 7D2W)
  • ThinkSystem ST650 V2 (7Z74, 7Z75)

ThinkAgile MX (Azure Stack HCI)

  • ThinkAgile MX3330-F Appliance (7D19)
  • ThinkAgile MX3330-H Appliance (7D19)
  • ThinkAgile MX3331-F Certified Node (7D67)
  • ThinkAgile MX3331-H Certified Node (7D67)
  • ThinkAgile MX3530-H Hybrid Appliance (7D6B)
  • ThinkAgile MX3531-H Hybrid Certified Node (7D66)

ThinkAgile VX (VMware vSAN)

  • ThinkAgile VX2330 Appliance (7Z62)
  • ThinkAgile VX3330 Appliance (7Z62)
  • ThinkAgile VX3331 (7Z62)
  • ThinkAgile VX3530-G Appliance (7Z63)
  • ThinkAgile VX3575-G Integrated System (7D43)
  • ThinkAgile VX5530 Appliance (7Z63)
  • ThinkAgile VX5575 Integrated System (7D43)
  • ThinkAgile VX7330-N Appliance (7Z62)
  • ThinkAgile VX7530 Appliance (7Z63)
  • ThinkAgile VX7575 Integrated System (7D43)
  • ThinkAgile VX7576 Certified Node (7D43)

Die Qualifizierung für diese Plattformen ist mehr als eine formale Kompatibilitätsliste: Lenovo validiert Adapter für spezifische Server-BIOSe, Firmware-Stände und Treiberpakete. Im Betrieb mit Lenovo XClarity Administrator oder UpdateXpress kann der Adapter als verwaltete Komponente eingebunden und mit validierten Firmware-Versionen aktualisiert werden – ein wesentlicher Vorteil gegenüber generischen Third-Party-Adaptern in einer zertifizierten Lenovo-Infrastruktur.

Ideal für diese Einsatzbereiche

  • Hyperkonvergente Infrastruktur (Azure Stack HCI / VMware vSAN): Die ThinkAgile-MX- und -VX-Plattformen setzen auf schnelle Ost-West-Netzwerkkommunikation zwischen Cluster-Knoten. 25 GbE mit RDMA und SR-IOV ist heute der Standard für vSAN-Ready-Nodes und Azure-Stack-HCI-Knoten – der QL41232 liefert genau diese Kombination in einem validierten Paket. PFC und ETS ermöglichen dabei konvergenten Traffic ohne Paketverluste.
  • Virtualisierte Unternehmensinfrastruktur mit hoher VM-Dichte: SR-IOV, MSI-X, RSS und umfangreiche Offload-Funktionen entlasten die Host-CPUs des SR650 V2 oder SR665 bei der Netzwerkverarbeitung. Anspruchsvolle Mehrbenutzer-Workloads mit vielen parallelen Verbindungen profitieren direkt von der Skalierbarkeit dieser Features.
  • Scale-Out-Storage-Anbindung (iSCSI / NFS / SMB): Die nativen Protokollunterstützungen für NFS und SMB, kombiniert mit iSCSI-Remote-Boot, Jumbo-Frame-Support (9.600 Byte) und TCP-Offloading, machen den Adapter zur logischen Wahl für die Anbindung von Scale-Out-NAS-Systemen oder All-Flash-Arrays. Der verlustfreie Transport über PFC schützt Storage-Traffic vor Paketverlusten.
  • Latenzempfindliche Workloads und In-Memory-Datenbanken: RDMA-Unterstützung (XRC, DCT, ODP) ermöglicht direkten Speicherzugriff zwischen Knoten mit minimaler CPU-Beteiligung – relevant für Anwendungen, die auf schnelle Knoten-zu-Knoten-Kommunikation angewiesen sind, beispielsweise geclusterte In-Memory-Datenbanken oder MPI-basierte Parallelverarbeitungen auf ThinkSystem-Servern.
  • Bare-Metal-Provisioning und zentrales OS-Deployment: PXE-Boot und iSCSI-Remote-Boot ermöglichen automatisiertes, netzwerkbasiertes Ausrollen von Betriebssystemen und Konfigurationen – ohne physischen Eingriff am Server. In Kombination mit Lenovo XClarity Administrator lässt sich das in einen vollautomatisierten Deployment-Workflow integrieren.
  • Zeitkritische und regulierte Umgebungen (IEEE 1588v2): Die Hardware-Unterstützung für das Precision Time Protocol macht den Adapter einsatzfähig in Umgebungen, die Nanosekunden-genaue Zeitsynchronisation erfordern – etwa im Finanzsektor, in Telekommunikationsinfrastrukturen oder in industriellen Steuerungsnetzwerken.

Häufige Fragen

Kann der Adapter auch in anderen Lenovo-Servern als den offiziell genannten betrieben werden?

Laut Hersteller ist der Adapter für eine spezifische Liste von ThinkSystem- und ThinkAgile-Plattformen entwickelt und qualifiziert. Außerhalb dieser validierten Systeme – also zum Beispiel in älteren ThinkSystem-Generationen oder Nicht-Lenovo-Servern – kann eine technische Funktion nicht ausgeschlossen werden, wird aber von Lenovo weder unterstützt noch garantiert. Insbesondere Lenovo-spezifische Management-Funktionen über XClarity stehen außerhalb qualifizierter Plattformen nicht zur Verfügung. Für Systeme außerhalb der Kompatibilitätsliste empfehlen wir, beim Lenovo-Support eine explizite Freigabe einzuholen.

Ist der Adapter mit 10-GbE-SFP+-Transceivern und bestehender 10-GbE-Infrastruktur kompatibel?

Ja. Das SFP28-Format ist physisch abwärtskompatibel mit SFP+-Transceivern. Der Adapter unterstützt sowohl 10 Gbit/s als auch 25 Gbit/s pro Port (Data Link Protocol: 10 Gigabit Ethernet / 25 Gigabit Ethernet), sodass bestehende 10-GbE-SFP+-Transceiver und Direktverbindungskabel (DAC) weitergenutzt werden können. Die Migration auf 25 GbE ist dann durch Austausch der Transceiver und Switches möglich, ohne den Adapter ersetzen zu müssen. Ob ein spezifischer Transceiver von Lenovo für diese Karte freigegeben ist, sollte anhand der Lenovo ServerProven-Kompatibilitätsdatenbank geprüft werden.

Was bedeutet RDMA für den praktischen Einsatz in einer vSAN- oder Azure-Stack-HCI-Umgebung?

RDMA (Remote Direct Memory Access) ermöglicht es, Daten direkt zwischen dem Arbeitsspeicher zweier Knoten zu übertragen, ohne dass die CPU des empfangenden Systems aktiv eingebunden wird. In hyperkonvergenten Umgebungen wie VMware vSAN (über RDMA-over-Converged-Ethernet, RoCE) oder Azure Stack HCI (SMB Direct) reduziert das die Latenz bei Storage-I/O-Operationen und entlastet die Host-CPUs erheblich. Der QL41232 unterstützt RDMA sowie die notwendigen QoS-Protokolle (PFC, ETS) für einen verlustfreien, priorisierten Transport – eine Voraussetzung für den zuverlässigen Betrieb von RoCE in einem Ethernet-Fabric.

Wie funktioniert SR-IOV und wozu brauche ich es?

SR-IOV (Single Root I/O Virtualization) ist eine PCIe-Spezifikation, die es ermöglicht, einen einzelnen physischen Netzwerkadapter in mehrere virtuelle Funktionen (Virtual Functions, VFs) aufzuteilen. Diese VFs können einzelnen virtuellen Maschinen direkt zugewiesen werden, sodass die VM ohne Umweg über den Software-vSwitch des Hypervisors auf die Netzwerkhardware zugreift. Das Ergebnis ist deutlich reduzierte Latenz und CPU-Last im Vergleich zu Software-Switching, da der Hypervisor aus dem Datenpfad entfernt wird. Für hochlastige VMs – etwa Datenbanken oder NFV-Appliances – ist SR-IOV ein wesentlicher Performance-Faktor.

Welche Garantie gilt für diesen Adapter?

Laut Hersteller gilt für den Lenovo ThinkSystem Marvell QL41232 (4XC7A08270) eine begrenzte Herstellergarantie von 1 Jahr. Für darüber hinausgehende Serviceabdeckung – etwa im Rahmen bestehender ThinkSystem-Servicekontrakte (Foundation Service, Premier Support) – empfehlen wir, die Einbindung mit dem Lenovo-Serviceteam oder Ihrem Ansprechpartner bei Baltaris zu klären, da Servicekontrakte je nach Systemkonfiguration unterschiedlich gehandhabt werden.

Welche Betriebsbedingungen muss ich für den Adapter einhalten?

Laut Hersteller ist der Adapter für Betriebstemperaturen von 0 °C bis 55 °C spezifiziert. Die zulässige relative Luftfeuchtigkeit im Betrieb beträgt 10 bis 80 Prozent, nicht kondensierend. Diese Werte entsprechen typischen Rechenzentrumsumgebungen nach ASHRAE A1/A2-Klassifizierung. In stark ausgelasteten oder schlecht klimatisierten Serverräumen sollte sichergestellt werden, dass die Servergehäuse-Kühlung ausreichend Luftstrom durch den PCIe-Bereich gewährleistet.

Allgemein

Hersteller
LENOVO
Herstellernummer
4XC7A08270

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