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Lenovo 7Z57A03549 InfiniBand/Glasfaserkabel 15 m QSFP28 Blau

Kabel & Adapter

Lenovo QSFP28 AOC Kabel 15m | 100G Glasfaser

Herstellernummer: 7Z57A03549

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Lenovo 15-Meter 100G QSFP28 Active Optical Cable (AOC) – Glasfaserkabel für High-Speed-Datacenter-Verbindungen

Das Lenovo 7Z57A03549 ist ein aktives optisches Direktanschlusskabel (Active Optical Cable, AOC) für 100-Gigabit-Ethernet-Verbindungen mit einer Länge von 15 Metern. Es verbindet zwei QSFP28-Ports über eine Glasfaserleitung und ist damit das richtige Kabel für Hochgeschwindigkeitsverbindungen zwischen Rack-Switches und Servern im Rechenzentrum, wo passive Kupfer-DAC-Kabel wegen der Distanz an ihre physikalischen Grenzen stoßen. Laut Hersteller ist das Kabel speziell für den Einsatz mit dem Lenovo ThinkSystem NE10032 RackSwitch und dem Lenovo ThinkSystem NE2580O RackSwitch entwickelt und validiert worden. Die integrierte Signalregenerierung (aktive Technologie) stellt sicher, dass das 100-GbE-Signal über die volle Länge von 15 Metern zuverlässig und fehlerfrei übertragen wird.

Technologie: Warum ein aktives optisches Kabel (AOC) statt passivem DAC?

Im Rechenzentrum konkurrieren für 100-GbE-Verbindungen grundsätzlich drei Kabeltypen: passive Kupfer-Twinax-Kabel (DAC), aktive Kupfer-Kabel (ACC) und aktive optische Kabel (AOC). Die Wahl hängt maßgeblich von der Streckenlänge ab – und genau hier setzt das Lenovo 15M 100G QSFP28 AOC an.

Passive DAC-Kabel aus Kupfer sind kostengünstig und latenzarm, funktionieren bei 100 GbE jedoch typischerweise nur bis zu einer Länge von etwa 3 bis 5 Metern zuverlässig – danach nehmen Signaldämpfung und Bitfehlerraten zu stark zu. Aktive Kupferkabel können etwas mehr Distanz überbrücken, kämpfen aber ebenfalls mit den physikalischen Einschränkungen des Kupfermediums bei steigenden Datenraten.

Das vorliegende Kabel nutzt stattdessen Glasfaser als Übertragungsmedium in Kombination mit aktiver Elektronik in beiden Transceiver-Modulen. Die integrierten Sende- und Empfangselemente wandeln das elektrische Signal am Ursprungs-Switch in ein optisches Signal um, übertragen es nahezu verlustfrei über die Glasfasern und wandeln es am Ziel-Port wieder in ein elektrisches Signal zurück. Das Ergebnis: saubere 100-GbE-Verbindungen über 15 Meter Distanz – eine Länge, die im Rechenzentrum etwa das Überbrücken von Rack zu Rack oder die Verbindung von Top-of-Rack-Switches mit einem Aggregations-Switch an einem anderen Ende der Serverreihe erlaubt.

Die aktive Signalregenerierung ist dabei kein optionales Feature, sondern eine technische Notwendigkeit: Ohne sie könnten die hohen Frequenzen, die für eine 100-Gbps-Übertragung nötig sind, auf 15 Meter nicht fehlerfrei transportiert werden. Das Kabel wird daher an beiden Enden mit Strom versorgt – über den QSFP28-Port des jeweiligen Switches, der die notwendige Betriebsspannung bereitstellt. Eine externe Stromversorgung ist nicht erforderlich.

Das QSFP28-Formfaktor-Format – Konnektivität im Detail

Beide Enden des Kabels sind mit dem standardisierten QSFP28-Stecker (Quad Small Form-factor Pluggable 28) ausgestattet. QSFP28 ist der heute dominierende Formfaktor für 100-GbE-Verbindungen im Rechenzentrum und löst ältere QSFP+-Stecker (die für 40 GbE ausgelegt waren) in modernen Infrastrukturen ab.

Die Bezeichnung "28" verweist auf die elektrische Signalrate von 28 Gbit/s pro Kanal. Mit vier parallelen Kanälen (4 × 25 Gbit/s) erreicht der QSFP28-Standard zusammen die nominale Übertragungsrate von 100 Gbit/s. Dieses Multiplexing-Prinzip (auch "4×25G" oder "100GBase-SR4" im optischen Kontext genannt) ist es, das den kompakten Formfaktor ermöglicht und gleichzeitig volle 100-GbE-Bandbreite bietet.

Wichtig für die Planung: QSFP28 und QSFP+ sehen äußerlich ähnlich aus und sind mechanisch kompatibel – aber sie sind elektrisch nicht dasselbe. Ein QSFP28-Kabel in einen reinen QSFP+-Port eingesteckt, der nur 40 GbE spricht, wird in der Regel nicht mit voller 100-GbE-Geschwindigkeit funktionieren. Für den Einsatz des Lenovo 7Z57A03549 sind also Switches erforderlich, die native 100-GbE-Ports mit QSFP28-Formfaktor bieten.

Kompatibilität: Validiert für Lenovo ThinkSystem RackSwitches

Laut Hersteller ist das Kabel explizit entwickelt und getestet für zwei Lenovo-Switch-Plattformen:

  • Lenovo ThinkSystem NE10032 RackSwitch: Ein 32-Port-100GbE-Switch mit QSFP28-Ports, der für den Einsatz als Aggregations- oder Core-Switch in mittelgroßen bis großen Rechenzentren konzipiert ist. Mit 32 × 100-GbE-Ports bietet er die Backplane-Kapazität, die volle Leitungsbandbreite auf allen Ports gleichzeitig zu betreiben.
  • Lenovo ThinkSystem NE2580O RackSwitch: Ein flexibler Open-Switch, der ebenfalls 100-GbE-QSFP28-Ports bietet und häufig in softwaredefinierte Netzwerkarchitekturen (SDN) oder Cloud-nahe Umgebungen integriert wird.

Diese herstellerseitige Validierung ist nicht trivial. Aktive optische Kabel müssen nicht nur die physikalischen Schnittstellen bedienen, sondern auch korrekt mit der Management-Software und dem Diagnose-Interface (Digital Diagnostics Monitoring, DDM) des Switches kommunizieren. Ein nicht-validiertes Kabel kann zwar theoretisch funktionieren, kann aber Probleme bei der Fehlerdiagnose, beim automatischen Erkennen oder bei Firmware-Updates bereiten. Wer eine Lenovo-ThinkSystem-Infrastruktur betreibt, ist mit einem original Lenovo-Kabel auf der sicheren Seite – insbesondere, wenn Lenovo XClarity Administrator oder ähnliche Management-Tools im Einsatz sind.

Ob das Kabel mit QSFP28-Ports anderer Hersteller (Cisco, Arista, Juniper) funktioniert, lässt sich aus den vorliegenden Herstellerangaben nicht ableiten und sollte vor einem solchen Einsatz mit dem jeweiligen Switch-Hersteller abgeklärt werden.

Kabellänge und Einsatzszenarien im Rechenzentrum

15 Meter sind eine im Rechenzentrum sehr praxisrelevante Länge. Sie erlaubt Verbindungen, die über die typischen Intra-Rack-Verbindungen (1–3 m) hinausgehen, ohne gleich auf aktive optische Modulen mit separatem Patchkabel umsteigen zu müssen. Konkrete Szenarien, in denen 15 Meter AOC-Kabel eingesetzt werden:

  • Inter-Rack-Verbindungen: In einem Standardrechenzentrum-Layout haben Racks oft 600 mm Breite, und Serverreihen können 10–20 Racks umfassen. Eine direkte Verbindung vom ersten zum letzten Rack in einer Reihe kann leicht 10–15 Meter erfordern.
  • Top-of-Rack zu End-of-Row-Switch: In klassischer ToR-Topologie stehen Aggregations-Switches am Ende der Serverreihe. 15 Meter überbrücken eine halbe bis ganze Serverreihe komfortabel.
  • Verbindung zwischen zwei Racks in unterschiedlichen Reihen: Wenn die Kabelführung über Kabelkanäle oder Kabelmanagement-Systeme erfolgt, addieren sich Weg-, Abstiegs- und Aufstiegslängen schnell zu 12–15 Metern.
  • Redundante Uplinks: Bei MLAG- oder VPC-Konfigurationen zwischen zwei NE10032-Switches, die räumlich getrennt stehen, schafft das 15-m-Kabel die nötige Distanz für die Peer-Link-Verbindung.

Für Verbindungen unter 5 Metern innerhalb eines Racks empfehlen sich aus Kostengründen passive DAC-Kabel. Für Distanzen über 100 Meter wäre hingegen ein separates optisches Transceiver-Modul mit LC-Patchkabel die sinnvollere Wahl. Das 15-m-AOC-Kabel besetzt damit genau die Mittelklasse der Datacenter-Verkabelung: weiter als DAC, kostengünstiger in der Gesamtlösung als separate Transceiver.

Praktische Hinweise zur Installation und zum Betrieb

Active Optical Cables sind in der Installation unkomplizierter als Glasfaserinstallationen mit separaten Transceivern und Patchkabeln, erfordern aber einige Sorgfalt:

  • Biegeradius: Glasfaser reagiert empfindlich auf zu engen Biegeradius. Beim Verlegen im Rack-Kabelmanagement sollte der Mindest-Biegeradius des Kabels (vom Hersteller je nach Ausführung spezifiziert) eingehalten werden, um Mikro-Biegungsverluste zu vermeiden, die die Übertragungsqualität verschlechtern können.
  • Zugentlastung: Die QSFP28-Stecker sollten nicht als Zugpunkte genutzt werden. Kabelführungen mit ausreichend Slack und Zugentlastungs-Clips helfen, mechanischen Stress von den Steckverbindern fernzuhalten.
  • Hot-Plug-Fähigkeit: QSFP28-AOC-Kabel lassen sich in der Regel im laufenden Betrieb ein- und ausstecken (Hot Swap), da der Switch-Port das Kabel als optisches Transceiver-Modul erkennt. Die genauen Hot-Swap-Fähigkeiten sind mit dem Switch-Betriebssystem des NE10032 bzw. NE2580O zu verifizieren.
  • Reinigung: Da die optischen Flächen in den QSFP28-Modulen des Kabels integriert sind, ist eine Reinigung im Betrieb nicht möglich – anders als bei separaten Transceiver-Modulen mit abnehmbaren LC-Steckern. Bei Beschädigungen muss das gesamte Kabel ausgetauscht werden.
  • Stromaufnahme: Aktive optische Kabel benötigen Strom aus den Switch-Ports. Die exakte Stromaufnahme ist den Lenovo-Datenblättern für den NE10032 und NE2580O zu entnehmen, um sicherzustellen, dass das Port-Budget beim Einsatz vieler AOC-Kabel nicht überschritten wird.

Geeignet für diese Einsatzbereiche

  • Lenovo ThinkSystem RackSwitch-Infrastrukturen: Das Kabel ist laut Hersteller speziell für den NE10032 RackSwitch und den NE2580O RackSwitch validiert – damit ist es die erste Wahl für Betreiber, die eine homogene, vom Hersteller unterstützte Lenovo-Netzwerkinfrastruktur aufbauen oder erweitern.
  • 100-GbE-Inter-Rack-Verbindungen bis 15 Meter: Überall dort, wo passive DAC-Kabel wegen der Distanz nicht mehr ausreichen, aber separate Transceiver-Lösungen überdimensioniert oder zu komplex wären, ist das 15-m-AOC-Kabel die richtige Wahl.
  • Hochdichte Rechenzentren und Colocation: In CoLo-Umgebungen, wo Server und Switches in unterschiedlichen Cages oder Kabinetten stehen können, sind AOC-Kabel mit definierten Längen einfacher zu planen und zu verlegen als Patchkabel-Transceiver-Kombinationen.
  • Spine-Leaf-Topologien: In modernen Fabric-Architekturen verbinden AOC-Kabel Leaf-Switches mit Spine-Switches. 15 Meter genügen für die meisten physischen Layouts eines mittelgroßen Rechenzentrums.

Häufige Fragen zum Lenovo 15M 100G QSFP28 AOC (7Z57A03549)

Was ist der Unterschied zwischen einem AOC-Kabel und einem DAC-Kabel?

Ein DAC-Kabel (Direct Attach Copper) verwendet Kupferleiter und ist passiv – es benötigt keinen Strom und hat keine aktive Elektronik. DAC-Kabel sind kostengünstig und haben sehr geringe Latenz, funktionieren bei 100 GbE aber nur zuverlässig auf kurzen Distanzen (typischerweise bis ca. 3–5 Meter). Ein AOC-Kabel (Active Optical Cable) wie das Lenovo 7Z57A03549 nutzt Glasfaser als Übertragungsmedium und enthält aktive Elektronik in beiden Steckermodulen, die das elektrische Signal in ein optisches umwandelt und zurück. Dadurch überbrückt es deutlich größere Distanzen – in diesem Fall 15 Meter – bei voller 100-GbE-Bandbreite. Der Nachteil: AOC-Kabel sind teurer als DAC-Kabel und benötigen Strom aus den Switch-Ports.

Mit welchen Lenovo-Switches ist das Kabel kompatibel?

Laut Hersteller ist das Kabel (7Z57A03549) entwickelt und validiert für den Lenovo ThinkSystem NE10032 RackSwitch und den Lenovo ThinkSystem NE2580O RackSwitch. Ob das Kabel mit anderen Herstellern oder anderen Lenovo-Switch-Modellen funktioniert, lässt sich aus den vorliegenden Herstellerangaben nicht ableiten und sollte vor dem Einsatz verifiziert werden.

Kann das Kabel an beiden Enden an unterschiedlichen Switch-Modellen betrieben werden?

Das Kabel verfügt an beiden Seiten über identische QSFP28-Stecker. Ob ein gemischter Betrieb – beispielsweise NE10032 auf einer Seite und NE2580O auf der anderen – vom Hersteller unterstützt wird, lässt sich aus den vorliegenden Produktdaten nicht eindeutig ableiten. Lenovo validiert das Kabel für beide genannten Switch-Typen, macht jedoch keine explizite Angabe zu gemischten Konfigurationen. Wir empfehlen, dies mit dem Lenovo-Support zu klären.

Ist das AOC-Kabel reparierbar, wenn ein Ende beschädigt wird?

Nein. Bei aktiven optischen Kabeln sind die optischen Transceiver-Elemente fest mit dem Kabel vergossen und nicht trennbar. Anders als bei einer Kombination aus separatem QSFP28-Transceiver-Modul und LC-Glasfaserpatchkabel lässt sich bei einem AOC-Kabel kein einzelnes Bauteil austauschen. Bei Beschädigung eines Steckers oder des Kabels muss das gesamte Kabel ersetzt werden. Dies sollte bei der Lagerung von Ersatzteilen im Rechenzentrum berücksichtigt werden.

Welche maximale Übertragungsrate unterstützt das Kabel?

Das Kabel ist als 100GBase-AOC klassifiziert und unterstützt damit eine Übertragungsrate von 100 Gbit/s über QSFP28 (4 × 25 Gbit/s). Eine Nutzung mit niedrigeren Geschwindigkeiten (z. B. 40 GbE über QSFP+) ist durch die vorliegenden Herstellerangaben nicht ausgewiesen und kann nicht empfohlen werden.

Benötigt das Kabel eine externe Stromversorgung?

Nein. Aktive optische Kabel werden über die QSFP28-Ports der angeschlossenen Switches mit Strom versorgt. Eine externe Stromquelle ist nicht erforderlich. Zu beachten ist jedoch, dass jedes aktive Kabel eine gewisse Leistungsaufnahme aus dem Switch-Port hat. Bei hoher Port-Dichte mit vielen AOC-Kabeln sollte das verfügbare Leistungsbudget des jeweiligen Switches (NE10032 bzw. NE2580O) überprüft werden.

Allgemein

Hersteller
LENOVO
Herstellernummer
7Z57A03549

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