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Lenovo 7Z57A03541 InfiniBand/Glasfaserkabel 3 m SFP28 Blau

Kabel & Adapter

Lenovo SFP28 AOC Kabel 25G | Glasfaser | 3 m

Herstellernummer: 7Z57A03541

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Lenovo DCG 3m 25G SFP28 Active Optical Cable (7Z57A03541) – 25-Gigabit-Glasfaserkabel für Rechenzentrum-Infrastrukturen

Das Lenovo 7Z57A03541 ist ein aktives optisches Direktanschlusskabel (Active Optical Cable, AOC) mit 25-Gigabit-Übertragungsrate und SFP28-Anschlüssen auf beiden Seiten. Mit einer Länge von 3 Metern wurde dieses Glasfaserkabel speziell für den Einsatz in Lenovo-Rechenzentrumsumgebungen entwickelt – insbesondere zur Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Lenovo ThinkSystem-Servern, ThinkAgile-Hyperkonvergenz-Appliances und kompatiblen RackSwitches. Anders als passive Direktanschlusskabel (DAC) verfügt dieses AOC über eine aktive Signal-Regeneration, die eine höhere Signalqualität und zuverlässigere Übertragung über die volle Kabellänge gewährleistet. Das Kabel ist Teil des Lenovo DCG (Data Center Group) Zubehörsortiments und richtet sich ausschließlich an professionelle IT-Infrastrukturverantwortliche, Rechenzentrumsplaner und System-Integratoren.

Technologie und Leistungsmerkmale des 25G AOC-Kabels

Der Typ dieses Netzwerkkabels wird herstellerseitig als 25GBase-AOC Direktanschlusskabel klassifiziert. Das bedeutet: Die Übertragung erfolgt mit 25 Gigabit pro Sekunde über eine Glasfaserverbindung, die über aktive Transceiver-Elektronik an beiden Kabelenden verfügt. Dieser Aufbau unterscheidet AOC-Kabel grundlegend von passiven kupferbasierten DAC-Kabeln (Direct Attach Copper), die ohne eigene Elektronik auskommen.

Die aktive Signal-Regeneration ist der zentrale technische Vorteil dieses Kabels. Während passive DAC-Kabel bei länger werdenden Strecken mit Signaldämpfung und elektromagnetischen Störeinflüssen (EMI) zu kämpfen haben, wandeln AOC-Kabel das elektrische Signal am Senderende in ein Lichtsignal um, transportieren es verlustarm über die Glasfaser und wandeln es am Empfangsende wieder in ein elektrisches Signal zurück. Das Ergebnis ist ein saubereres Signal mit geringerer Fehlerrate – ein entscheidender Faktor in latenzempfindlichen Rechenzentrumsumgebungen, in denen Paketwiederholungen direkten Einfluss auf die Anwendungsperformance haben können.

Für die Praxis bedeutet das: Bei der Verbindung von Blade-Servern in einem Dense-Deployment, etwa im Lenovo ThinkSystem SD630 V2-Chassis, oder beim Uplink von ThinkAgile HX-Nodes an einen RackSwitch wie den NE2572 oder NE2580O ist das AOC-Kabel die verlässlichere Wahl gegenüber einem DAC-Kabel, sobald die Strecke mehr als 1–2 Meter beträgt oder EMI-Quellen in der Nähe sind.

Die Glasfasertechnologie bringt einen weiteren praktischen Vorteil mit: Das Kabel ist elektrisch isoliert. Es entstehen keine Erdschleifen zwischen verbundenen Systemen – ein Problem, das bei Kupferkabeln in Rechenzentren mit mehreren Stromkreisen auftreten kann und schwer zu diagnostizierende Netzwerkprobleme verursacht.

SFP28-Schnittstelle: Standard für 25-Gigabit-Verbindungen

Beide Kabelenden sind mit SFP28-Transceivern ausgestattet. Der SFP28-Formfaktor (Small Form-factor Pluggable 28) ist der De-facto-Standard für 25-Gigabit-Verbindungen in modernen Rechenzentren. Er ist physisch kompatibel mit SFP+-Slots (10G), überträgt dort aber nur mit 10 Gbit/s – ein Detail, das bei der Planung der Infrastruktur beachtet werden muss. Für volle 25-Gbit/s-Leistung sind SFP28-Ports auf beiden verbundenen Geräten erforderlich.

Der Vorteil des SFP28-Standards gegenüber dem älteren QSFP28 (100G, 4x25G) liegt in der Flexibilität: Einzelne 25G-Verbindungen lassen sich granularer planen und erfordern keine zusätzliche Breakout-Verkabelung. In hyperkonvergenten Infrastrukturen, wo jeder Node eine dedizierte 25G-Anbindung an den Top-of-Rack-Switch benötigt, ist SFP28 die dominierende Verbindungsart.

Kompatible Systeme: ThinkAgile und ThinkSystem

Laut Hersteller ist das Kabel 7Z57A03541 für eine breite Palette von Lenovo Rechenzentrumsplattformen freigegeben. Die Kompatibilitätsliste umfasst sowohl hyperkonvergente Appliances der ThinkAgile-Familie als auch klassische ThinkSystem-Rackserver und Netzwerkswitches. Im Einzelnen sind das:

ThinkAgile HX-Serie (Hyperkonvergente Infrastruktur)

  • ThinkAgile HX1320 Appliance (7X83) – Einstiegs-HCI-Node auf Basis des SR630
  • ThinkAgile HX2320-E Appliance (7X83) – Edge-optimierte HCI-Appliance
  • ThinkAgile HX3320 Appliance (7X83) – Mid-Range HCI-Node
  • ThinkAgile HX3321 Certified Node (7Y89) – Zertifizierter Node für VMware vSAN und ähnliche Plattformen
  • ThinkAgile HX3520-G Appliance (7X84) – GPU-fähige HCI-Appliance
  • ThinkAgile HX3720 Appliance (7X82) – High-Density HCI
  • ThinkAgile HX3721 Certified Node (7Y88)
  • ThinkAgile HX7520 Appliance – Hochleistungs-HCI
  • ThinkAgile HX7821 Certified Node (7Y96)
  • ThinkAgile VX3520-G Appliance (7Y94) – VMware-spezifische HCI-Variante

ThinkSystem RackSwitches

  • ThinkSystem NE2572 RackSwitch – 25G Top-of-Rack-Switch mit 48x SFP28-Ports
  • ThinkSystem NE2580O RackSwitch – Open-Network-Variante des NE2580

ThinkSystem Server

  • ThinkSystem SD630 V2 (7D1K) – 2-Node-Bladeserver für DW612S Chassis
  • ThinkSystem SR250 – 1-Socket-Einstiegsserver
  • ThinkSystem SR530 – 1-Socket-Midrange-Server
  • ThinkSystem SR590 – 2-Socket-Midrange-Server
  • ThinkSystem SR630 – 2-Socket-High-Performance-Server

Diese Kompatibilitätsliste ist nicht als abschließend zu verstehen – das Kabel kann grundsätzlich in jedem System funktionieren, das über SFP28-Ports verfügt und 25G-AOC unterstützt. Für produktionskritische Umgebungen empfiehlt Lenovo jedoch ausdrücklich die Verwendung von Zubehör aus der eigenen Kompatibilitätsliste, da das Firmware-Management der Transceiver auf die Lenovo-Plattformen abgestimmt ist. Viele ThinkSystem-Server prüfen beim POST (Power-On Self-Test) die Authentizität eingesteckter Transceiver und können bei nicht gelisteten Kabeln Warnmeldungen ausgeben oder die Funktion einschränken.

Einsatzbereiche: Wann ist dieses AOC-Kabel die richtige Wahl?

Das Lenovo 7Z57A03541 ist kein universelles Netzwerkkabel – es ist ein Spezialkabel für definierte Szenarien in professionellen Rechenzentrumsumgebungen. Die folgenden Einsatzbereiche sind direkt durch die technischen Spezifikationen belegt:

  • Hyperkonvergente Infrastruktur (HCI) – Node-to-Switch-Verbindung: ThinkAgile HX-Nodes benötigen für die Storage- und Management-Kommunikation hochperformante, latenzarme Netzwerkverbindungen. Das 25G-AOC-Kabel verbindet HX-Nodes mit dem Top-of-Rack-NE2572-Switch mit der vollen von den Nodes unterstützten Bandbreite. Die aktive Signal-Regeneration sorgt dabei auch bei dicht bestückten Racks für zuverlässige Übertragung ohne EMI-Probleme.
  • Blade-Server-Infrastruktur (SD630 V2): Im DW612S Chassis-Umfeld verbinden SD630 V2-Nodes über SFP28-Verbindungen mit dem externen Netzwerk. Die 3-Meter-Länge dieses Kabels ist für typische Rack-Verkabelungen zwischen Chassis und Top-of-Rack-Switch dimensioniert.
  • Server-to-Switch-Uplinks für ThinkSystem SR-Server: SR530, SR590 und SR630 sind mit 25G-fähigen Netzwerkadaptern aufrüstbar. Das AOC-Kabel stellt die physikalische Verbindung zwischen diesen Servern und einem 25G-fähigen Switch wie dem NE2572 her – insbesondere dort, wo erhöhte EMI-Resistenz oder elektrische Isolation gefragt ist.
  • Rechenzentrumsverkabelung mit EMI-Anforderungen: In Umgebungen mit hoher elektromagnetischer Störstrahlung – etwa neben Stromschienen, USV-Anlagen oder in dichten GPU-Server-Deployments – bietet Glasfaser gegenüber Kupfer-DAC grundlegende Vorteile. Das AOC-Format kombiniert die einfache Handhabung von DAC-Kabeln mit den physikalischen Eigenschaften von Glasfaser.

Abgrenzung: AOC vs. DAC vs. Transceiver + Patchkabel

Bei der Planung von 25G-Verbindungen stehen Infrastrukturverantwortliche vor der Wahl zwischen drei Verbindungskonzepten. Das Verständnis dieser Unterschiede ist für die richtige Produktauswahl entscheidend:

Passive DAC-Kabel (Direct Attach Copper) sind die kostengünstigste Option für kurze Distanzen bis etwa 3–5 Meter. Sie benötigen keine eigene Stromversorgung, sind robust und einfach zu händeln. Ihr Nachteil: Sie sind empfindlich gegenüber EMI und können bei langen Strecken an Signalqualität verlieren. Für den Einsatz innerhalb eines einzigen Racks unter unkritischen Bedingungen oft ausreichend.

Aktive AOC-Kabel wie das 7Z57A03541 bieten bessere Signalqualität, höhere EMI-Resistenz und elektrische Isolation. Sie benötigen geringfügig mehr Strom (aus dem SFP28-Slot des Switch/Servers), sind aber aufgrund der Glasfasertechnik leichter und biegsamer als gleichwertige Kupferkabel bei vergleichbarer Länge. Der Mehrpreis gegenüber DAC-Kabeln ist in produktionskritischen Umgebungen gut investiert.

Separate Transceiver + LC-Glasfaser-Patchkabel bieten die höchste Flexibilität und die größte Reichweite (100m+ mit SR-Transceivern), sind aber pro Port teurer und erfordern mehr Sorgfalt beim Handling der LC-Stecker. Für Verbindungen innerhalb desselben Racks oder zwischen benachbarten Racks ist AOC die wirtschaftlichere und praktischere Lösung.

Das Lenovo 7Z57A03541 mit 3 Metern Länge positioniert sich damit klar: Es ist die optimale Wahl für Rack-interne oder kurze Rack-zu-Rack-Verbindungen, bei denen mehr als ein einfaches DAC-Kabel benötigt wird, aber keine Multi-Meter-Glasfaserverkabelung mit separaten Transceivern gerechtfertigt ist.

Praktische Hinweise zur Installation und zum Betrieb

AOC-Kabel erfordern im Vergleich zu passiven DAC-Kabeln etwas mehr Aufmerksamkeit bei der Handhabung. Die optischen Transceiver-Elemente an den Kabelenden sind empfindlicher gegenüber Verschmutzung und mechanischer Belastung als reine Kupferstecker. Folgende Punkte sind bei der Installation zu beachten:

  • Biegeradius: Glasfaserkabel haben einen Mindestbiegeradius. Scharfes Abknicken kann die Faser beschädigen und zu erhöhter Dämpfung oder Unterbrechungen führen. Bei der Verlegung im Rack auf ausreichende Zugentlastung achten.
  • Steckerverunreinigung: Die optischen Flächen der SFP28-Transceiver sollten vor dem Einstecken nicht mit bloßen Fingern berührt werden. Im Zweifelsfall optische Reinigungstools verwenden.
  • Hot-Plug-Fähigkeit: SFP28-Ports sind standardmäßig hot-plug-fähig. Das Kabel kann bei laufendem Betrieb eingesteckt werden, ohne den Server oder Switch neu starten zu müssen – ein wichtiges Feature für Wartungsarbeiten ohne Ausfallzeiten.
  • Strombedarf: Aktive Kabel beziehen ihre Betriebsspannung aus dem SFP28-Port. Für die meisten ThinkSystem-Komponenten ist das kein Problem, da die Ports für AOC-Kabel dimensioniert sind – dies ist ein weiterer Vorteil der Nutzung von Lenovo-zertifiziertem Zubehör.

Häufige Fragen zum Lenovo 7Z57A03541

Kann das Kabel auch an Nicht-Lenovo-Switches oder -Servern verwendet werden?

Das Kabel verwendet den SFP28-Standardformfaktor und ist grundsätzlich mit jedem SFP28-Port kompatibel, der 25G-AOC-Kabel unterstützt. Lenovo gibt jedoch ausschließlich für die in der Kompatibilitätsliste genannten Systeme eine offizielle Freigabe. Bei Lenovo ThinkSystem-Servern und -Switches prüft die Firmware eingesteckte Transceiver teilweise auf Kompatibilität. Bei Geräten anderer Hersteller können abweichende Prüfroutinen gelten. Für produktionskritische Umgebungen außerhalb des Lenovo-Ökosystems empfehlen wir, die Kompatibilität vor dem Kauf mit dem Hersteller des Zielgeräts abzuklären.

Was ist der Unterschied zwischen einem AOC-Kabel und einem DAC-Kabel?

Ein DAC-Kabel (Direct Attach Copper) ist ein passives Kupferkabel mit integrierten SFP28-Steckern. Es benötigt keine eigene Stromversorgung und ist die kostengünstigste Option für kurze Strecken. Ein AOC-Kabel (Active Optical Cable) wie das 7Z57A03541 nutzt Glasfaser als Übertragungsmedium und enthält an beiden Enden aktive Transceiver-Elektronik, die elektrische Signale in Lichtsignale umwandelt (und zurück). Vorteile von AOC gegenüber DAC: höhere EMI-Resistenz, elektrische Isolation zwischen den verbundenen Geräten, geringeres Gewicht bei größeren Längen und zuverlässigere Signalqualität. Nachteile: höherer Preis, etwas aufwendigere Handhabung der optischen Stecker.

Ist das Kabel für den Einsatz in ThinkAgile HCI-Clustern mit VMware vSAN geeignet?

Laut Hersteller ist das Kabel 7Z57A03541 explizit für mehrere ThinkAgile HX Certified Nodes freigegeben, darunter den HX3321 (7Y89), HX3721 (7Y88) und HX7821 (7Y96). Diese Nodes sind speziell für VMware vSAN und ähnliche HCI-Plattformen zertifiziert. Das Kabel stellt die physikalische Verbindungsschicht bereit; die Eignung für einen spezifischen vSAN-Cluster hängt von der Gesamtkonfiguration ab, die Verwendung des Lenovo-zertifizierten AOC-Kabels ist jedoch eine wichtige Voraussetzung für den Support-Anspruch gegenüber Lenovo.

Kann ich das Kabel mit dem ThinkSystem NE2572 RackSwitch auf beiden Seiten verwenden?

Ja. Der ThinkSystem NE2572 ist explizit in der Kompatibilitätsliste des Kabels 7Z57A03541 aufgeführt. Der NE2572 verfügt über 48x SFP28-Ports (25G) und ist ein typischer Top-of-Rack-Switch für Lenovo-ThinkAgile-Deployments. Das Kabel kann sowohl vom Server/Node zum Switch als auch – sofern technisch sinnvoll – zwischen zwei Switch-Ports verwendet werden.

Wie lang ist das Kabel und gibt es andere Längen?

Das Kabel 7Z57A03541 hat eine Länge von 3 Metern. Lenovo bietet SFP28-AOC-Kabel in der Regel in verschiedenen Längen (z.B. 1m, 3m, 5m, 10m) an. Für andere Längen sind entsprechende Lenovo-Teilenummern zu verwenden. Die 3-Meter-Variante ist für die meisten Top-of-Rack-Deployments ausgelegt, bei denen Server oder Nodes und Switch im selben oder im benachbarten Rack stehen.

Wird das Kabel von Lenovo ThinkSystem SR630 nativ erkannt?

Der ThinkSystem SR630 ist in der offiziellen Kompatibilitätsliste für das Kabel 7Z57A03541 aufgeführt. Lenovo-zertifiziertes Zubehör wird von ThinkSystem-Servern in der Regel ohne zusätzliche Konfiguration erkannt und unterstützt. Bei nicht zertifizierten Transceivern oder Kabeln können ThinkSystem-Server UEFI-Warnmeldungen ausgeben. Da dieses Kabel für den SR630 freigegeben ist, sind solche Probleme bei bestimmungsgemäßem Einsatz nicht zu erwarten.

Allgemein

Hersteller
LENOVO
Herstellernummer
7Z57A03541

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