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Lenovo Intel Xeon Gold 6138 Prozessor 2 GHz 27,5 MB L3

Ersatzteile & Komponenten

Lenovo Xeon Gold 6138 | Server-CPU | 20 Kerne 2GHz

Herstellernummer: 4XG7A07271

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Lenovo ThinkSystem SR590 – Intel Xeon Gold 6138 Prozessor-Upgrade für skalierbare Server-Workloads

Das Lenovo 4XG7A07271 Processor Option Kit ist ein offizielles CPU-Erweiterungspaket für den Lenovo ThinkSystem SR590 Rack-Server und richtet sich an IT-Administratoren sowie Rechenzentrumsverantwortliche, die ihre bestehende Server-Infrastruktur gezielt aufrüsten möchten. Im Mittelpunkt steht der Intel Xeon Gold 6138, ein Skalierbare-Intel-Xeon-Prozessor der zweiten Generation (Codename Skylake-SP) mit 20 physischen Kernen, 40 Threads und einem Basis-Takt von 2,0 GHz, der per Intel Turbo Boost 2.0 auf bis zu 3,7 GHz beschleunigt. Mit einem TDP von 125 Watt, Hexa-Kanal-DDR4-Speicherunterstützung und Unterstützung für bis zu 768 GB RAM bietet dieser Prozessor eine solide Basis für Multi-Tenant-Virtualisierung, Datenbank-Server und dichte Computing-Workloads im Enterprise-Segment. Im Lieferumfang sind Kühlkörper und zusätzlicher Lüfter enthalten – ein Detail, das bei Server-Erweiterungen praktisch und kostenrelevant ist.

Leistung & Prozessor-Architektur des Intel Xeon Gold 6138

Der Intel Xeon Gold 6138 gehört zur Intel Scalable Processor Family (auch bekannt als Purley-Plattform) und nutzt den LGA 3647 Sockel (Socket P). Die 14-nm-Fertigung war zur Markteinführung dieser Generation State-of-the-Art und ermöglicht eine gute Balance zwischen Kernanzahl, Taktfrequenz und Energieeffizienz für Server-Umgebungen.

20 Kerne, 40 Threads – das ist die Kernaussage dieses Prozessors. Durch Hyper-Threading verdoppelt der Xeon Gold 6138 die sichtbaren logischen Prozessoren auf 40, was bei stark parallelisierten Workloads – etwa Datenbank-Abfragen, Web-Server-Anfragen oder Container-Scheduling mit Kubernetes – direkt messbar wird. Konkret bedeutet das: Ein einzelner Zwei-Sockel-Server (SR590 unterstützt zwei Prozessoren) käme mit zwei dieser CPUs auf insgesamt 40 Kerne und 80 Threads, was eine beachtliche Rechenkapazität für mittelgroße Virtualisierungsumgebungen oder HPC-Workloads darstellt.

Der Basis-Takt liegt bei 2,0 GHz, was auf den ersten Blick konservativ wirkt. Im Server-Kontext ist das jedoch eine bewusste Designentscheidung: Ein niedrigerer Basis-Takt ermöglicht es, alle 20 Kerne dauerhaft unter Last zu betreiben, ohne das TDP-Budget von 125 Watt zu überschreiten. Für Single-Thread-intensive Workloads – etwa bestimmte Datenbankoperationen oder Legacy-Anwendungen – steht per Intel Turbo Boost Technology 2.0 ein Maximum von 3,7 GHz zur Verfügung, sofern das thermische Budget es zulässt.

Der 27,5 MB L3-Cache ist für 20 Kerne großzügig dimensioniert. Ein großer LLC (Last Level Cache) reduziert Speicherzugriffe auf den Hauptspeicher, was insbesondere bei In-Memory-Datenbanken, Caching-Diensten oder häufig abgerufenen Datensätzen die Latenz messbar senkt. Im Praxisalltag bedeutet das: Arbeitsdaten, die häufig benötigt werden – etwa häufig gelesene Tabellen in einem Datenbank-Server – bleiben länger im Cache und müssen nicht wiederholt aus dem deutlich langsameren DRAM geladen werden.

Architektur-Features im Detail

Neben den Kerndaten bietet der Xeon Gold 6138 eine Reihe von Architektur-Merkmalen, die für Enterprise-Einsätze entscheidend sind:

  • Hyper-Threading-Technologie: Jeder physische Kern bearbeitet zwei Threads gleichzeitig. Für Virtualisierungsplattformen wie VMware vSphere oder Microsoft Hyper-V bedeutet das eine bessere vCPU-zu-pCPU-Ratio und damit mehr virtuelle Maschinen pro Host bei gleicher Hardware.
  • Integrierter Speicher-Controller: Der Speicher-Controller ist direkt im Prozessor integriert, nicht auf einem separaten Northbridge-Chip. Das reduziert Latenz und verbessert die Bandbreite zwischen CPU und RAM – kritisch für speicherbandbreiten-intensive Anwendungen wie Apache Spark oder SAP HANA-ähnliche In-Memory-Prozesse.
  • Intel Turbo Boost Technology 2.0: Laut Hersteller erlaubt diese Technologie eine dynamische Takterhöhung einzelner Kerne auf bis zu 3,7 GHz, wenn das thermische und elektrische Budget es erlaubt. Der genaue Turbo-Takt einzelner Kerne hängt von der Anzahl aktiver Kerne und der Kühlung ab.
  • Intel Virtualization Technology for Directed I/O (VT-d): VT-d ist eine Erweiterung der CPU-Virtualisierung, die es ermöglicht, I/O-Geräte – etwa PCIe-Karten oder Netzwerkadapter – direkt und isoliert an virtuelle Maschinen durchzureichen (PCI Passthrough). Das ist entscheidend für Performance-kritische Netzwerkvirtualisierung (SR-IOV) oder die direkte Anbindung von GPUs oder NVMe-Karten an spezifische VMs.

AVX-512: Beschleunigung für numerisch intensive Workloads

Ein technisch bedeutsames Feature des Xeon Gold 6138 ist die Unterstützung von AVX-512-Befehlssätzen, ergänzt durch AVX, AVX 2.0 und SSE4.2. AVX-512 erlaubt es, mit einem einzigen CPU-Befehl 512 Bit breite Vektordaten zu verarbeiten – effektiv acht 64-Bit-Fließkommazahlen gleichzeitig. Das ist für wissenschaftliche Berechnungen, Machine-Learning-Inferenz auf CPU-Basis, Kompressionsalgorithmen und bestimmte Kryptografie-Operationen ein echter Performance-Vorteil gegenüber Prozessoren ohne AVX-512. Software wie Intel oneAPI, TensorFlow mit MKL-DNN-Backend oder Apache Arrow nutzt diese Instruktionen gezielt, sofern auf einem kompatiblen System eingesetzt.

Speicherunterstützung: Hexa-Kanal DDR4 für maximale Bandbreite

Der Intel Xeon Gold 6138 verfügt über einen integrierten Hexa-Kanal-Speicher-Controller, der sechs parallele DDR4-SDRAM-Kanäle bedient. Im Vergleich zu Dual-Channel-Systemen (Desktop-CPUs) oder Quad-Channel-Systemen (HEDT-Plattformen) bietet Hexa-Channel eine deutlich höhere Speicherbandbreite – entscheidend für Workloads, die große Datenmengen schnell in den und aus dem Speicher bewegen müssen.

Laut Hersteller unterstützt der Prozessor bis zu 768 GB RAM pro Sockel. Im SR590 mit zwei Prozessoren wären das bis zu 1,5 TB DRAM insgesamt – ausreichend für große Virtualisierungsumgebungen, In-Memory-Datenbanken oder Hadoop-Cluster-Knoten. Als Speichertyp wird DDR4-SDRAM unterstützt. Beachte: Die genaue maximale RAM-Geschwindigkeit und ECC-Unterstützung hängen von den Server-Speichermodulen ab, die separat beschafft werden müssen. ECC (Error-Correcting Code) ist für Server-Einsatz praktisch zwingend erforderlich und wird von der Xeon-Plattform standardmäßig unterstützt.

Kompatibilität: Ausschließlich für den ThinkSystem SR590

Das Processor Option Kit 4XG7A07271 ist laut Hersteller ausschließlich für den Lenovo ThinkSystem SR590 entwickelt und zertifiziert. Der ThinkSystem SR590 ist ein 2-Sockel-Rack-Server im 2U-Formfaktor, der für mittelgroße bis große Unternehmensumgebungen ausgelegt ist. Die Zertifizierung bedeutet: Lenovo hat diesen Prozessor auf die spezifische Hardware-Konfiguration des SR590 – Mainboard, BIOS, Kühlung, Speicher-Topologie – abgestimmt und freigegeben.

Wichtig für die Planung: Dieses Kit ist ausschließlich für den SR590 gelistet. Ein Einsatz in anderen ThinkSystem-Modellen (z. B. SR550, SR630, SR650) wird von Lenovo für dieses spezifische Part Number nicht ausdrücklich freigegeben. Vor einer Beschaffung für andere Server-Modelle sollte die Lenovo ServerProven-Datenbank oder die offizielle Kompatibilitätsmatrix konsultiert werden.

Lieferumfang: Kühlkörper und Lüfter inklusive

Ein oft unterschätztes Detail bei Server-CPU-Upgrades ist der Lieferumfang. Das Lenovo 4XG7A07271 Processor Option Kit enthält laut Hersteller neben dem Prozessor selbst auch einen Kühlkörper (Heatsink) und einen zusätzlichen Lüfter. Das ist aus mehreren Gründen relevant:

  • Kein separater Kühlkörper-Kauf notwendig: Bei Server-Erweiterungen ist der Kühlkörper oft ein kritisches Zubehörteil, das separat beschafft werden muss. Im vorliegenden Kit ist er bereits enthalten, was die Beschaffung vereinfacht und mögliche Kompatibilitätsprobleme mit Drittanbieter-Kühlern eliminiert.
  • Thermisches Management im Zwei-Sockel-Betrieb: Bei der Nachrüstung eines zweiten Prozessors im SR590 ist ein zusätzlicher Lüfter oft erforderlich, um das erhöhte thermische Aufkommen zu bewältigen. Das Kit adressiert diesen Bedarf direkt.
  • Lenovo-zertifizierte Komponenten: Der mitgelieferte Kühlkörper ist auf den SR590 und den 125-W-TDP des Xeon Gold 6138 abgestimmt. Das ist wichtig für die thermische Stabilität und kann Auswirkungen auf Garantie und Support haben.

Skalierbarkeit und Plattform-Einordnung

Der Xeon Gold 6138 trägt das Skalierbarkeits-Merkmal S4S (Scalable für 4-Sockel-Systeme), was bedeutet, dass er prinzipiell auch in 4-Sockel-Konfigurationen eingesetzt werden kann – sofern die Plattform das unterstützt. Der ThinkSystem SR590 ist als 2-Sockel-Server spezifiziert, sodass in diesem Kontext maximal zwei dieser Prozessoren zum Einsatz kommen. Die S4S-Skalierbarkeit signalisiert jedoch die Enterprise-Positionierung des Prozessors und ist ein Indiz für die Plattformreife und Unterstützung von UPI-Links (Ultra Path Interconnect) für die CPU-zu-CPU-Kommunikation im Multi-Sockel-Betrieb.

Das Prozessor-Package-Format ist 76 × 56,5 mm (LGA 3647), was dem Standard der Intel Scalable Platform entspricht. Dieses Format ist physisch inkompatibel mit Consumer- oder HEDT-Plattformen – eine Tatsache, die bei der Beschaffung beachtet werden muss.

Ideal für diese Server-Einsatzbereiche

  • Virtualisierungsumgebungen (VMware vSphere, Microsoft Hyper-V): Mit 20 Kernen, 40 Threads pro Sockel und Unterstützung für Intel VT-d (für PCI Passthrough) ist der Xeon Gold 6138 eine solide Grundlage für VM-dichte Konsolidierungsprojekte. VT-d ermöglicht dabei die sichere, isolierte Zuweisung von Netzwerkkarten oder Storage-Controllern an einzelne VMs.
  • Datenbank-Server (MySQL, PostgreSQL, Microsoft SQL Server): Der große L3-Cache von 27,5 MB reduziert Hauptspeicherzugriffe für häufig gelesene Datensätze. Der Hexa-Kanal-Speicher-Controller sorgt für hohe Bandbreite bei parallelen Abfragen. Beide Faktoren kommen relationalen Datenbank-Workloads zugute.
  • Software-Defined Infrastructure und Container-Orchestrierung: Kubernetes-Cluster oder OpenShift-Deployments profitieren von hoher Kernzahl und Hyper-Threading. Der Xeon Gold 6138 kann in einem Zwei-Sockel-SR590 bis zu 80 logische Kerne bereitstellen – ausreichend für mittelgroße Container-Workloads mit hohen Anforderungen an CPU-Parallelismus.
  • HPC und wissenschaftliche Berechnungen (AVX-512): Die AVX-512-Unterstützung macht den Prozessor für numerisch intensive Berechnungen interessant, die von Vektorisierung profitieren – etwa Simulationen, numerische Strömungsmechanik (CFD) oder Monte-Carlo-Simulationen in kleineren HPC-Clustern.
  • Aufrüstung bestehender SR590-Installationen: IT-Abteilungen, die einen einsozkeligen SR590 zu einer Zwei-Sockel-Konfiguration erweitern möchten, erhalten mit diesem Kit ein vollständiges, Lenovo-zertifiziertes Upgrade-Paket inklusive Kühlung – ohne separate Komponentensuche.

Häufige Fragen zum Lenovo 4XG7A07271 Prozessor-Kit

Für welche Server ist das Lenovo 4XG7A07271 Processor Option Kit kompatibel?

Laut Hersteller ist dieses Processor Option Kit ausschließlich für den Lenovo ThinkSystem SR590 entwickelt und freigegeben. Ein Einsatz in anderen Lenovo-Server-Modellen wird von Lenovo für diese Part Number nicht explizit ausgewiesen. Für andere ThinkSystem-Modelle existieren separate, modellspezifische Processor Option Kits. Vor einem Einsatz in nicht gelisteten Systemen empfehlen wir die Prüfung der Lenovo ServerProven-Kompatibilitätsliste.

Ist der Kühlkörper im Lieferumfang enthalten, oder muss er separat beschafft werden?

Ja, der Lieferumfang des Lenovo 4XG7A07271 umfasst laut Hersteller neben dem Prozessor selbst auch einen Kühlkörper (Heatsink) und einen zusätzlichen Lüfter. Eine separate Beschaffung eines Lenovo-zertifizierten Kühlkörpers ist für dieses Kit nicht notwendig. Das ist besonders relevant bei der Nachrüstung eines zweiten Prozessors im SR590, da das Kühlsystem entsprechend erweitert werden muss.

Kann der Intel Xeon Gold 6138 im ThinkSystem SR590 zusammen mit einem zweiten Prozessor betrieben werden?

Der ThinkSystem SR590 unterstützt eine Zwei-Sockel-Konfiguration (2x LGA 3647). Der Intel Xeon Gold 6138 ist laut seinen Spezifikationen als skalierbare CPU mit S4S-Merkmal eingestuft, was Multi-Sockel-Betrieb grundsätzlich unterstützt. Im Zwei-Sockel-Betrieb des SR590 mit zwei identischen Xeon Gold 6138 Prozessoren stünden insgesamt 40 physische Kerne und 80 Threads zur Verfügung. Es wird empfohlen, identische Prozessoren in einem Dual-CPU-System zu verwenden. Genauere Konfigurationsanforderungen entnehmen Sie dem Lenovo ThinkSystem SR590 Product Guide.

Welche RAM-Typen und -Kapazitäten unterstützt der Xeon Gold 6138?

Der Intel Xeon Gold 6138 unterstützt DDR4-SDRAM über einen integrierten Hexa-Kanal-Speicher-Controller. Laut Hersteller beträgt die maximale unterstützte Speicherkapazität 768 GB pro Prozessor-Sockel. Die genauen unterstützten DIMM-Typen (RDIMM, LRDIMM), Speichergeschwindigkeiten und ECC-Anforderungen werden durch die ThinkSystem SR590 Serverplattform und die Lenovo-Speicher-Kompatibilitätsliste definiert. Im Enterprise-Serverbetrieb wird ausschließlich ECC-Speicher empfohlen.

Was bedeutet Intel VT-d (Virtualization Technology for Directed I/O) in der Praxis?

Intel VT-d ermöglicht es, physische I/O-Geräte – etwa PCIe-Netzwerkkarten, HBAs oder GPUs – direkt und isoliert an eine einzelne virtuelle Maschine durchzureichen (PCI Passthrough bzw. SR-IOV). Das hat zwei Hauptvorteile: Erstens kann eine VM ein dediziertes Gerät mit nahezu nativer Performance nutzen, ohne Virtualisierungsoverhead. Zweitens sind verschiedene VMs vollständig voneinander isoliert, sodass eine VM keinen Zugriff auf Geräte einer anderen VM hat – relevant für sicherheitskritische Multi-Tenant-Umgebungen. VT-d ist eine Voraussetzung für viele erweiterte Netzwerkvirtualisierungsszenarien (z. B. DPDK, SR-IOV-Netzwerkkarten).

Welchen praktischen Vorteil bietet die AVX-512-Unterstützung des Xeon Gold 6138?

AVX-512 ist ein Befehlssatz, der es dem Prozessor erlaubt, 512-Bit-breite Vektordaten in einem einzigen CPU-Befehl zu verarbeiten – das entspricht acht 64-Bit-Fließkommazahlen oder 16 32-Bit-Zahlen gleichzeitig. Software, die speziell für AVX-512 optimiert wurde – etwa wissenschaftliche Simulationspakete, bestimmte Machine-Learning-Frameworks (TensorFlow mit oneDNN-Backend, PyTorch) oder Kryptografie-Bibliotheken – kann dadurch auf demselben Prozessor deutlich mehr Berechnungen pro Takt durchführen als ohne Vektorisierung. Voraussetzung ist, dass die Software explizit AVX-512-Optimierungen enthält oder zur Kompilierzeit entsprechend kompiliert wurde.

Allgemein

Hersteller
LENOVO
Herstellernummer
4XG7A07271

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