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Lenovo Intel Xeon Silver 4509Y Prozessor 2,6 GHz 22,5 MB

Ersatzteile & Komponenten

Lenovo Xeon Silver 4509Y | Server-CPU | 8 Kerne 2.6GHz

Herstellernummer: 4XG7A91484

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Lenovo Intel Xeon Silver 4509Y – Prozessor-Upgrade für ThinkSystem SR630 V3 und SR650 V3

Der Lenovo Intel Xeon Silver 4509Y (Herstellernummer 4XG7A91484) ist ein Server-Prozessor der fünften Generation der Intel Xeon Scalable-Familie, der speziell für den Einsatz in den Lenovo ThinkSystem SR630 V3 und SR650 V3 Rack-Servern entwickelt wurde. Als offizielles Lenovo-OEM-Prozessor-Kit richtet er sich an IT-Abteilungen und Systemintegratoren, die bestehende ThinkSystem-Server leistungsfähiger ausbauen oder neue Systeme mit einem kostenbewussten, dennoch leistungsstarken CPU-Bestückungskonzept in Betrieb nehmen möchten. Mit 8 Kernen, 16 Threads, einem Boost-Takt von bis zu 4,1 GHz und PCIe-5.0-Unterstützung mit 80 Lanes bietet dieser Prozessor eine solide Grundlage für virtualisierende Workloads, containerisierte Anwendungen und breit angelegte Enterprise-Workloads – zu einem Einstiegspreis innerhalb des Xeon-Silver-Segments.

Leistung & Prozessor-Architektur: Was der Xeon Silver 4509Y leistet

Der Intel Xeon Silver 4509Y basiert auf Intels Sapphire Rapids-Architektur und gehört zur fünften Generation der Intel Xeon Scalable-Prozessoren (Codename „Sapphire Rapids"). Er kombiniert 8 physische Kerne mit Hyper-Threading zu insgesamt 16 Threads und taktet laut Hersteller mit einer Basistaktfrequenz von 2,6 GHz, die per Turbo Boost auf bis zu 4,1 GHz angehoben werden kann. Diese Turbo-Differenz von 1,5 GHz ist für einen Server-Prozessor bemerkenswert und kommt insbesondere bei serialisierten oder gering parallelisierten Workloads zugute, bei denen einzelne Threads möglichst schnell abgearbeitet werden müssen.

Das L3-Cache-Volumen von 22,5 MB stellt sicher, dass häufig benötigte Datensätze nah an den Rechenkernen verbleiben und der Zugriff auf den deutlich langsameren Hauptspeicher minimiert wird. Für Datenbank-Workloads, bei denen Hot-Data-Segmente wiederholt abgefragt werden, ist ein großzügiger L3-Cache ein direkter Performance-Faktor.

Der Prozessor unterstützt die erweiterten Befehlssätze AVX-512, AVX 2.0, AMX und SSE4.2. Während AVX-512 seit der Skylake-Generation bekannt ist und bei HPC-Anwendungen, numerischen Simulationen und bestimmten Verschlüsselungs-Workloads massive Durchsatzsteigerungen ermöglicht, ist AMX (Advanced Matrix Extensions) ein Sapphire-Rapids-exklusives Feature: Es beschleunigt Matrix-Multiplikationen, die das Herzstück von KI-Inferenz- und maschinellen Lernberechnungen sind. Damit ist der 4509Y grundsätzlich für On-Premises-KI-Inferenz-Workloads geeignet – ein Aspekt, der bei der Vorgängergeneration (Ice Lake/Cooper Lake) in dieser Form nicht verfügbar war.

Ebenfalls nennenswert ist der integrierte Intel Data Streaming Accelerator (DSA) mit einem Default-Device. Der DSA entlastet die CPU-Kerne bei Speicherkopiervorgängen, Daten-Scatter-Gather-Operationen und CRC-Berechnungen – typische Aufgaben in virtualisierten Umgebungen und bei Storage-intensiven Anwendungen. In der Praxis bedeutet das weniger CPU-Overhead bei I/O-intensiven Workloads, was mehr Rechenkapazität für die eigentlichen Anwendungen übrig lässt.

Die Thermal Design Power (TDP) liegt bei 125 Watt. Das ist für einen 8-Kern-Prozessor ein moderater Wert, der sich positiv auf die Energiebilanz des Gesamtsystems auswirkt und die Kühlanforderungen gegenüber höher getakteten oder kernreicheren Modellen reduziert. Der Lieferumfang enthält laut Hersteller einen Kühlkörper/Wärmeableiter, was die Installation in kompatiblen ThinkSystem-Servern vereinfacht, da kein separates Thermal-Kit beschafft werden muss.

Speicherunterstützung: Okta-Channel DDR5 für hohe Bandbreite

Ein herausgehendes Merkmal der Sapphire-Rapids-Generation ist der Wechsel auf DDR5-SDRAM. Der Xeon Silver 4509Y unterstützt laut Hersteller acht Speicherkanäle (Okta-Channel) und kann bis zu 4 TB maximalen Arbeitsspeicher verwalten. Die acht parallelen Speicherkanäle ermöglichen gegenüber dem vierkanaligen DDR4-Subsystem der Vorgängergeneration eine deutlich höhere Speicherbandbreite – ein kritischer Faktor für In-Memory-Datenbanken, datenintensive Analytics-Workloads und stark multithreaded laufende Virtualisierungsumgebungen.

In der Praxis bedeuten 4 TB maximaler Speicher, dass sich auf einem SR630 V3 oder SR650 V3 mit diesem Prozessor sehr große In-Memory-Workloads abbilden lassen – deutlich mehr als auf vergleichbaren Consumer- oder HEDT-Systemen. Wichtig zu beachten: Die tatsächlich realisierbare Speichermenge hängt von den im jeweiligen Server verbauten DIMM-Steckplätzen und den eingesetzten Speichermodulen ab, nicht allein vom Prozessor.

PCIe 5.0: Doppelte Bandbreite für NVMe-Storage und Netzwerkkarten

Der Xeon Silver 4509Y unterstützt PCI Express 5.0 mit insgesamt 80 Lanes. PCIe 5.0 verdoppelt die Übertragungsrate pro Lane gegenüber PCIe 4.0 auf 32 GT/s – das entspricht einer theoretischen Bandbreite von 4 GB/s pro Lane (bidirektional 8 GB/s). In der Praxis profitieren davon vor allem:

  • NVMe-SSDs der neuesten Generation: PCIe-5.0-NVMe-Laufwerke erreichen sequentielle Leseraten von über 12 GB/s – für Storage-intensive Datenbank-Workloads ein erheblicher Geschwindigkeitssprung gegenüber PCIe-4.0-Lösungen.
  • High-Speed-Netzwerkkarten: 100-GbE- oder InfiniBand-HDR-Adapter können die zur Verfügung stehende Bandbreite vollständiger ausnutzen, was bei HPC-Clustern oder Storage-Area-Network-Verbindungen relevant ist.
  • GPU-Beschleuniger: Falls der Server für KI-Inferenz oder Rechenbeschleunigung mit einer GPU bestückt wird, profitiert die GPU-CPU-Kommunikation direkt von der erhöhten PCIe-5.0-Bandbreite.

Die 80 PCIe-5.0-Lanes stellen sicher, dass auch bei mehrfacher Erweiterungskarten-Bestückung keine Bandwidth-Engpässe entstehen – ein wichtiges Kriterium für converged Infrastrukturen, die gleichzeitig Netzwerk-, Storage- und Compute-Erweiterungen aufnehmen müssen.

Kompatibilität: Exklusiv für ThinkSystem SR630 V3 und SR650 V3

Der Lenovo 4XG7A91484 ist laut Hersteller ausschließlich für folgende Serversysteme freigegeben:

  • Lenovo ThinkSystem SR630 V3 – 1U-Rack-Server für hohe Dichte und Rechenleistung auf kleinstmöglichem Rack-Footprint
  • Lenovo ThinkSystem SR650 V3 (Modellnummern 7D75, 7D76) – 2U-Rack-Server für erweiterungsfähige, I/O-reiche Enterprise-Workloads

Die LGA-4677-Sockelplattform (Socket E) ist dabei die physische Grundlage – ein ZIF-Sockel, der für den professionellen Serverbetrieb konzipiert ist und ausschließlich mit dafür vorgesehenen Xeon-Scalable-Prozessoren der 4. und 5. Generation bestückt werden kann. Das Prozessor-Package misst laut Hersteller 77,5 × 56,5 mm und entspricht damit dem Standard für Sockel E.

Wichtig für die Planung: Wer diesen Prozessor außerhalb der genannten ThinkSystem-Modelle einsetzen möchte, sollte die Kompatibilität explizit beim Hersteller prüfen. Lenovo gibt die Freigabe nur für die oben genannten Systeme an.

Positionierung im Xeon-Silver-Portfolio: Wann ist der 4509Y die richtige Wahl?

Innerhalb der Xeon-Scalable-5th-Gen-Hierarchie positioniert sich der Silver 4509Y als Einstiegsmodell mit praxisorientiertem Leistungsprofil. Gegenüber den teureren Gold- und Platinum-Varianten verzichtet er auf eine höhere Kernanzahl und Multi-Socket-Fähigkeit, bietet aber dennoch alle Architektur-Neuerungen der Sapphire-Rapids-Generation: DDR5, PCIe 5.0, AVX-512, AMX und DSA. Damit ist er kein Kompromiss-Prozessor, sondern eine bewusste Wahl für Umgebungen, bei denen:

  • Die Workloads keine 16, 24 oder mehr Kerne erfordern, aber hohe Single-Thread-Performance (bis 4,1 GHz Boost) geschätzt wird
  • Energieeffizienz und Wärmeentwicklung (125 W TDP) im Datacenter eine Rolle spielen
  • Das Budget für die CPU-Beschaffung ein bewusstes Kriterium ist
  • Die Plattform-Vorteile (DDR5, PCIe 5.0) ohne den Aufpreis der höheren Xeon-Klassen genutzt werden sollen

Ein typisches Deployment-Szenario: Ein Unternehmen betreibt mehrere SR630-V3-Knoten als Virtualisierungs-Cluster (VMware vSphere, Microsoft Hyper-V, Proxmox). Für einen Knoten, der hauptsächlich Entwicklungs- und Test-VMs hostet und keine extremen Kern-Anforderungen hat, ist der 4509Y eine kosteneffiziente Wahl, die dennoch die volle Plattform-Modernität mitbringt.

Geeignete Einsatzbereiche

  • Virtualisierung (VMware vSphere, Microsoft Hyper-V, KVM): 8 Kerne / 16 Threads mit bis zu 4,1 GHz Boost und großzügigem L3-Cache eignen sich gut für Virtualisierungsumgebungen mit mittlerer VM-Dichte. Der DSA entlastet die Kerne bei I/O-intensiven Storage-Vorgängen. DDR5-Okta-Channel liefert die Speicherbandbreite, die für parallele VMs erforderlich ist.
  • Containerisierte Workloads (Kubernetes, Docker): Container-Workloads profitieren von der hohen Einzelkern-Performance beim Starten von Prozessen und von der Speicherbandbreite für parallele Microservices. Der Prozessor eignet sich für mittlere Kubernetes-Worker-Knoten.
  • Edge-Computing und Remote-Office-Server: Der moderate TDP von 125 W und die kompakte Bauform des SR630 V3 (1U) machen diese Kombination interessant für Rechenzentren mit limitierter Kühlkapazität oder für Remote-Office/Branch-Office-Deployments (ROBO).
  • KI-Inferenz (On-Premises, CPU-basiert): Dank AMX (Advanced Matrix Extensions) ist der 4509Y für KI-Inferenz-Workloads optimiert, die auf der CPU ausgeführt werden – beispielsweise für ONNX-Runtime, OpenVINO oder PyTorch-CPU-Backends mit INT8/BF16-Quantisierung.
  • Datenbank-Server (PostgreSQL, MySQL, Microsoft SQL Server): Hoher Boost-Takt, großer L3-Cache und die DDR5-Speicherbandbreite kommen transaktionalen Datenbankworkloads zugute. Für sehr große In-Memory-Datenbanken (SAP HANA o. ä.) ist aufgrund der auf 8 Kerne begrenzten Parallelität zu prüfen, ob höher bestückte Xeon-Varianten besser geeignet sind.
  • Nachrüstung und System-Refresh: Als offizielles Lenovo-OEM-Kit (inkl. Kühlkörper) für SR630 V3 und SR650 V3 eignet sich der 4XG7A91484 für die Erstbestückung neuer Systeme oder als Austausch-/Upgrade-Prozessor in bereits vorhandener ThinkSystem-Infrastruktur.

Häufige Fragen zum Lenovo Xeon Silver 4509Y (4XG7A91484)

Für welche Server ist der Lenovo 4XG7A91484 kompatibel?

Laut Hersteller ist der Xeon Silver 4509Y in diesem OEM-Kit ausschließlich für den Lenovo ThinkSystem SR630 V3 sowie den Lenovo ThinkSystem SR650 V3 (Modellnummern 7D75 und 7D76) freigegeben. Beide Server nutzen den LGA-4677-Sockel (Socket E). Eine Verwendung in anderen Serversystemen oder mit anderen Sockeln ist nicht vorgesehen und wird vom Hersteller nicht unterstützt.

Ist ein Kühlkörper im Lieferumfang enthalten?

Ja. Laut Hersteller enthält das Lieferumfang dieses Prozessor-Kits einen Kühlkörper/Wärmeableiter. Ein separates Thermal-Kit ist für die Installation in den kompatiblen ThinkSystem-Servern nicht erforderlich.

Unterstützt der Xeon Silver 4509Y ECC-Arbeitsspeicher?

Xeon-Scalable-Prozessoren sind plattformbedingt für den Einsatz mit ECC-Speicher (Error Correcting Code) ausgelegt. Die konkreten unterstützten Speichermodule und DIMM-Konfigurationen richten sich nach der Spezifikation des jeweiligen ThinkSystem-Servers (SR630 V3 bzw. SR650 V3). Die Speicherart DDR5-SDRAM im Okta-Channel-Betrieb ist laut Hersteller durch den Prozessor unterstützt; die maximale Kapazität liegt bei 4 TB.

Welche PCIe-Version unterstützt der Xeon Silver 4509Y, und wie viele Lanes stehen zur Verfügung?

Der Prozessor unterstützt laut Hersteller PCI Express 5.0 mit insgesamt 80 Lanes. PCIe 5.0 verdoppelt die Bandbreite gegenüber PCIe 4.0 und ermöglicht damit den Betrieb neuester NVMe-SSDs und High-Speed-Netzwerkkarten mit maximaler Übertragungsrate.

Was bedeutet AMX (Advanced Matrix Extensions) bei diesem Prozessor?

AMX ist ein Befehlssatz-Erweiterung, die Intel erstmals mit der Sapphire-Rapids-Generation eingeführt hat. Sie beschleunigt Matrix-Multiplikationen direkt auf der CPU – die rechenintensive Grundoperation bei KI-Inferenz und maschinellem Lernen. Konkret bedeutet das: Anwendungen, die Frameworks wie ONNX Runtime, OpenVINO oder PyTorch mit BF16- oder INT8-Quantisierung nutzen, können auf diesem Prozessor CPU-basierte KI-Inferenz effizienter ausführen als auf Vorgängerprozessoren ohne AMX-Unterstützung.

Kann dieser Prozessor in einem Dual-Socket-Server betrieben werden?

Hierzu liegen uns keine expliziten Herstellerangaben in den bereitgestellten Produktdaten vor. Da der Prozessor ausschließlich für den ThinkSystem SR630 V3 (1U, typischerweise 1-Socket-Konfiguration) und SR650 V3 (2U) freigegeben ist, empfehlen wir, die Mehrsocket-Fähigkeit direkt über die Lenovo-Serverkompatibilitätsliste oder den Lenovo ServerProven-Service zu verifizieren.

Allgemein

Hersteller
LENOVO
Herstellernummer
4XG7A91484

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