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Ubiquiti UF-SPLITTER-32 Glasfaserkabel 4,08 m SC 32x SC Weiß

Ersatzteile & Komponenten

UBIQUITI U Fiber Splitter-32 | 1:32 Glasfaser-Splitter | SC/APC

Herstellernummer: UF-SPLITTER-32

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Ubiquiti U Fiber Splitter-32: Professionelle 1:32 Glasfaser-Verteilung für FTTH-Netzwerke

Der Ubiquiti U Fiber Splitter-32 (UF-SPLITTER-32) ist ein passiver optischer Splitter, der ein eingehendes Glasfasersignal auf 32 Ausgänge verteilt. Als Teil von Ubiquitis UFiber-Produktlinie richtet sich das Gerät an Netzbetreiber, Systemintegratoren und Unternehmen, die Fiber-To-The-Home (FTTH) oder Campus-Netzwerke aufbauen. Mit SC/APC-Steckern und G.657.A1-kompatiblen Fasern erfüllt der Splitter Industriestandards für biegungsunempfindliche Glasfasertechnik und ermöglicht eine kosteneffiziente Signalverteilung in modernen optischen Netzwerken.

Funktionsprinzip und optische Leistung

Ein passiver optischer Splitter arbeitet nach dem Prinzip der Strahlteiler-Technologie und verteilt das eingehende optische Signal gleichmäßig auf alle Ausgänge. Der U Fiber Splitter-32 nutzt eine planare Lichtwellenleiter-Technologie (PLC), die eine präzise 1:32-Aufteilung ermöglicht. Im Gegensatz zu aktiven Komponenten benötigt der Splitter keine externe Stromversorgung und arbeitet bidirektional - Signale können sowohl vom Eingang zu den 32 Ausgängen als auch umgekehrt übertragen werden.

Die Verwendung von SC/APC-Steckern (Angled Physical Contact) reduziert Rückreflexionen auf unter -60 dB, was für moderne GPON- und XGS-PON-Systeme essentiell ist. APC-Stecker haben eine 8-Grad-Schrägschliff der Faserendfläche, wodurch reflektiertes Licht nicht in den Faserkern zurückgekoppelt wird. Dies ist besonders wichtig bei hohen Splitting-Verhältnissen wie 1:32, wo bereits geringe Reflexionen die Signalqualität beeinträchtigen können.

Die Spezifikation G.657.A1 kennzeichnet biegungsunempfindliche Glasfasern, die deutlich geringere Biegeverluste aufweisen als herkömmliche G.652-Fasern. Dies ermöglicht Biegeradien bis hinunter zu 10 mm ohne signifikante Dämpfungserhöhung - ein entscheidender Vorteil bei der Installation in engen Gehäusen oder bei der Verlegung in Gebäuden.

Netzwerk-Integration und GPON-Kompatibilität

Der Splitter ist für den Einsatz in Passive Optical Networks (PON) konzipiert, insbesondere GPON (Gigabit PON) und XGS-PON (10 Gigabit Symmetrical PON) Architekturen. In einem typischen FTTH-Szenario wird das Signal vom Optical Line Terminal (OLT) über einen Feeder-Faser zum Splitter geleitet, der es dann auf bis zu 32 Optical Network Units (ONUs) verteilt. Diese 1:32-Aufteilung ist ein Industriestandard, der einen optimalen Kompromiss zwischen Signalbudget und Kosteneffizienz bietet.

Die 1,5 Meter Kabellänge ermöglicht eine flexible Positionierung in Verteilerschränken oder Splice-Gehäusen. Für größere Installationen können mehrere Splitter kaskadiert werden, um höhere Port-Dichten zu erreichen. Eine typische 2-stufige Konfiguration mit einem 1:4 Splitter in der ersten Stufe und vier 1:8 Splittern in der zweiten Stufe kann ebenfalls 32 Endpunkte versorgen, bietet aber andere Dämpfungscharakteristiken.

Die bidirektionale Funktionalität unterstützt sowohl Downstream-Signale (1490 nm für Daten, 1550 nm für Video) als auch Upstream-Signale (1310 nm) gemäß ITU-T G.984 und G.987 Standards. Dies macht den Splitter universell einsetzbar für verschiedene PON-Technologien und Wellenlängenpläne.

Installation und mechanische Eigenschaften

Das kompakte Design und die weißen Gehäusefarbe erleichtern die Integration in bestehende Netzwerk-Infrastrukturen. SC-Stecker sind mechanisch robust und bieten eine stabile Verbindung mit typischen Einfügeverlusten unter 0,3 dB. Der Verriegelungsmechanismus verhindert versehentliches Lösen der Verbindungen, während die Push-Pull-Bauweise ein einfaches Handling ermöglicht.

Bei der Installation ist auf die Biegemanagement zu achten. Obwohl G.657.A1-Fasern biegungstoleranter sind, sollten scharfe Knicke vermieden werden. Die 4,08 Meter Gesamtlänge (inklusive aller Patchkabel) bietet ausreichend Spielraum für eine ordnungsgemäße Verlegung in typischen 19-Zoll-Racks oder Außenverteilern.

Die Umgebungstemperatur-Spezifikation folgt typischerweise den Telcordia-Standards für Außenanwendungen (-40°C bis +85°C), wobei Ubiquiti die genauen Betriebsparameter in der technischen Dokumentation spezifiziert. Für Innenanwendungen sind die Anforderungen weniger kritisch, aber die Komponenten müssen dennoch gegen Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen geschützt werden.

Systemplanung und Signalbudget-Berechnung

Bei der Netzwerkplanung mit dem U Fiber Splitter-32 müssen die optischen Verluste sorgfältig kalkuliert werden. Ein 1:32-Splitter hat typischerweise eine theoretische Aufteilungsdämpfung von 15,1 dB (10 × log32), hinzu kommen Einfügungsverluste von etwa 0,5-1,0 dB pro Richtung. Die Gesamtdämpfung des Splitters beträgt somit etwa 16-17 dB.

Für GPON-Systeme steht ein Gesamtbudget von bis zu 28 dB zur Verfügung (Class B+), womit nach Abzug der Splitter-Verluste noch etwa 11-12 dB für Faserstrecken und Verbindungen verbleiben. Bei einer typischen Faserdämpfung von 0,35 dB/km und Steckerdämpfung von 0,5 dB pro Verbindung können Distanzen von 15-20 km zwischen OLT und ONU realisiert werden.

XGS-PON-Systeme bieten mit Class N2 ein erhöhtes Budget von 32 dB, was entsprechend größere Reichweiten oder zusätzliche Reserven für Wartung und Alterung ermöglicht. Die Planung sollte immer eine Sicherheitsmarge von 3-6 dB einkalkulieren, um zukünftige Verschlechterungen durch Faseralterung oder zusätzliche Verbindungen zu kompensieren.

Anwendungsgebiete und Deployment-Szenarien

Der U Fiber Splitter-32 eignet sich für verschiedene Netzwerk-Architekturen und Einsatzgebiete:

  • FTTH-Netze: Direkte Versorgung von bis zu 32 Haushalten oder Geschäftskunden über einen zentralen Verteilpunkt, ideal für Wohngebiete mit mittlerer Bebauungsdichte
  • Campus-Netzwerke: Verteilung von Glasfasersignalen auf mehrere Gebäude oder Etagen, wobei die 32 Ausgänge für Gebäude-interne Verteilung oder direkte Endgeräte-Anbindung genutzt werden
  • Business-Park-Verkabelung: Zentrale Splitter-Installation für die Versorgung kleinerer Bürogebäude oder Gewerbeeinheiten mit jeweils eigener ONU
  • Temporäre Netzwerke: Schnelle Bereitstellung von Glasfaser-Kapazitäten für Events, Baustellen oder Notfall-Kommunikation durch die passive, stromlose Funktionsweise
  • Netzwerk-Redundanz: Aufbau redundanter Pfade durch parallele Splitter-Installation, wobei Load-Balancing über die OLT-Seite realisiert wird

Die passive Bauweise macht den Splitter besonders wartungsarm und zuverlässig. Im Gegensatz zu aktiven Komponenten gibt es keine elektronischen Bauteile, die ausfallen können, und keine Notwendigkeit für Notstromversorgung. Dies reduziert sowohl CAPEX als auch OPEX erheblich und macht PON-Architekturen zu einer kosteneffizienten Alternative zu aktiven Ethernet-Lösungen.

Integration in Ubiquiti-Ökosystem

Als Teil der UFiber-Produktlinie lässt sich der Splitter nahtlos mit anderen Ubiquiti-Komponenten kombinieren. UFiber OLTs wie die UF-OLT-Serie bieten zentrale Verwaltung und Monitoring-Funktionen über die UniFi-Controller-Software. Diese Integration ermöglicht ein einheitliches Management von optischen und elektrischen Netzwerk-Komponenten.

Die UFiber Instant-ONUs (UF-INSTANT) können direkt an die Splitter-Ausgänge angeschlossen werden und bieten Plug-and-Play-Installation ohne komplexe Konfiguration. Das Zero-Touch-Provisioning reduziert den Installationsaufwand erheblich und ermöglicht auch weniger erfahrenen Technikern die Inbetriebnahme von Glasfaser-Verbindungen.

Monitoring und Troubleshooting werden durch die Integration in das UniFi-Dashboard vereinfacht. Optische Leistungspegel, Verbindungsqualität und Fehlerzähler können zentral überwacht werden, was proaktive Wartung und schnelle Fehlerdiagnose ermöglicht. Time-Domain-Reflektometrie (OTDR) Funktionen in höherwertigen OLTs können auch passive Komponenten wie Splitter in die Netzwerk-Topologie-Erkennung einbeziehen.

Qualitätssicherung und Standards-Konformität

Der U Fiber Splitter-32 folgt internationalen Standards für passive optische Komponenten. Die SC/APC-Stecker entsprechen der IEC 61754-4 Norm und gewährleisten Interoperabilität mit Komponenten anderer Hersteller. Die G.657.A1-Faser-Klassifizierung ist durch die ITU-T standardisiert und garantiert definierte Biegeeigenschaften und Dämpfungscharakteristiken.

Telcordia GR-1209 und GR-1221 Standards definieren die Zuverlässigkeitsanforderungen für passive optische Komponenten in Carrier-Umgebungen. Diese umfassen Temperaturzyklen, Vibrationstests, Feuchtigkeitsbeständigkeit und mechanische Dauertests. Qualifizierte Splitter müssen diese Tests bestehen, um für den Einsatz in kommerziellen Netzwerken zugelassen zu werden.

Die Rückverfolgbarkeit der optischen Parameter durch Herstellerzertifikate ermöglicht eine präzise Netzwerkplanung. Typische Parameter wie Einfügungsverlust, Uniformität zwischen den Ausgängen, Rückflussdämpfung und Polarization Dependent Loss (PDL) werden für jeden Splitter individuell gemessen und dokumentiert. Diese Daten sind essentiell für die Berechnung von Link-Budgets und die Optimierung der Netzwerk-Performance.

Häufige Fragen

Welche maximale Reichweite ist mit dem 1:32 Splitter möglich?

Die Reichweite hängt vom verwendeten PON-System und dem verfügbaren optischen Budget ab. Bei GPON Class B+ (28 dB Budget) und einem Splitter-Verlust von etwa 16-17 dB verbleiben 11-12 dB für Faserstrecken und Verbindungen. Bei 0,35 dB/km Faserdämpfung sind theoretisch 15-20 km zwischen OLT und ONU möglich, wobei eine Sicherheitsmarge von 3-6 dB einkalkuliert werden sollte.

Kann der Splitter mit anderen PON-Technologien als GPON verwendet werden?

Ja, der passive Splitter ist technologie-agnostisch und funktioniert mit allen gängigen PON-Standards wie EPON, GPON, XGS-PON und NG-PON2. Die SC/APC-Stecker und G.657.A1-Fasern sind für alle diese Systeme geeignet. Lediglich das optische Budget des jeweiligen PON-Systems bestimmt die maximale Reichweite und Anzahl der anschließbaren Teilnehmer.

Ist eine Kaskadierung mehrerer Splitter möglich?

Grundsätzlich ja, aber die optischen Verluste addieren sich. Bei der Kaskadierung von zwei 1:4 und vier 1:8 Splittern für insgesamt 32 Ausgänge entstehen etwa 12-15 dB Gesamtverlust gegenüber 16-17 dB beim direkten 1:32 Splitter. Die Wahl der Architektur hängt von der gewünschten Flexibilität und den verfügbaren Installationsorten ab.

Benötigt der Splitter externe Stromversorgung oder Kühlung?

Nein, als passives optisches Bauelement benötigt der Splitter weder Stromversorgung noch aktive Kühlung. Er arbeitet rein durch die physikalische Aufteilung des Lichtsignals und ist daher besonders zuverlässig und wartungsarm. Dies ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber aktiven Ethernet-Switches in der Netzwerk-Verteilung.

Welche Wellenlängen werden unterstützt?

Der Splitter arbeitet breitbandig und unterstützt alle gängigen PON-Wellenlängen: 1310 nm (Upstream), 1490 nm (Downstream Data) und 1550 nm (Downstream Video/RF). Die G.657.A1-Faser ist für den gesamten O-, E-, S-, C- und L-Band spezifiziert (1260-1675 nm), wodurch auch zukünftige PON-Entwicklungen unterstützt werden.

Wie erfolgt die Identifikation der 32 Ausgänge?

Hierzu liegen uns keine spezifischen Herstellerangaben zur Portbeschriftung oder Farbkodierung vor. Üblich ist eine numerische Beschriftung der Ausgänge von 1-32, teilweise ergänzt durch Farbkodierung der Fasermäntel. Die genaue Kennzeichnung sollte der Produktdokumentation oder dem physischen Produkt entnommen werden.

Allgemein

Hersteller
UBIQUITI
Herstellernummer
UF-SPLITTER-32

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