Ubiquiti UACC-OFC-SA-MPMP-1M-10 InfiniBand/Glasfaserkabel MPO Gelb
UBIQUITI UACC-OFC-SA-MPMP-1M-10: Professionelle MPO-Glasfaserkabel für Hochgeschwindigkeits-Netzwerke
Das UBIQUITI UACC-OFC-SA-MPMP-1M-10 ist ein hochwertiges Einzelmodus-Glasfaserkabel mit MPO-Steckverbindern, das speziell für moderne Rechenzentren und Enterprise-Netzwerke entwickelt wurde. Mit einer Länge von einem Meter und der Fähigkeit, Datenraten von bis zu 100 Gbit/s zu übertragen, positioniert sich dieses Kabel als essentieller Baustein für die Verkabelung von 40G/100G Ethernet-Verbindungen. Die Besonderheit liegt in der Kombination aus OS2-Einzelmodus-Fasern mit präzisen APC-geschliffenen MPO-Steckverbindern und der praktischen 10er-Verpackung, die eine kosteneffiziente Lösung für größere Installationen darstellt.
Technische Grundlagen und Glasfaser-Architektur
Das Herzstück des UACC-OFC-SA-MPMP-1M-10 bilden OS2-Einzelmodus-Glasfasern (Single Mode), die für Wellenlängen von 1310 nm und 1550 nm optimiert sind. Diese Wellenlängenbereiche sind Standard in der Telekommunikation und ermöglichen extrem niedrige Dämpfungswerte über große Distanzen. Im Gegensatz zu Multimode-Fasern, die nur über kurze Strecken hohe Bandbreiten erreichen, können Einzelmodus-Fasern theoretisch kilometerlange Verbindungen ohne Signalverstärkung realisieren.
Die OFC-Konstruktion (Optical Fiber Cable) nutzt hochreine Glasfasern mit einem Kerndurchmesser von lediglich 9 µm. Diese extrem dünnen Fasern sorgen dafür, dass sich das Licht ausschließlich im Grundmodus ausbreitet, wodurch Modendispersion praktisch eliminiert wird. Das Resultat sind kristallklare Signale auch bei höchsten Datenraten – ein entscheidender Vorteil für 100-Gigabit-Ethernet-Anwendungen, wo jede Form der Signalverzerrung die Übertragungsqualität beeinträchtigen würde.
Der runde Kabelaufbau mit 3 mm Durchmesser bietet optimale Flexibilität für die Installation in dichten Patch-Feldern. Das LSZH-Mantelmaterial (Low Smoke Zero Halogen) erfüllt strenge Brandschutzanforderungen und ist besonders für den Einsatz in Gebäuden mit hohen Sicherheitsstandards geeignet, da es im Brandfall keine giftigen Halogengase freisetzt.
MPO-Steckverbinder und APC-Schliff-Technologie
Die MPO-Steckverbinder (Multi-fiber Push On) repräsentieren den aktuellen Stand der Technik für Hochdichte-Glasfaserverbindungen. Anders als traditionelle SC- oder LC-Stecker können MPO-Verbinder bis zu 24 Fasern in einem einzigen kompakten Steckgehäuse unterbringen. Bei diesem speziellen Kabel kommen weibliche MPO-Steckverbinder an beiden Enden zum Einsatz, was maximale Kompatibilität mit Standard-MPO-Patchfeldern und -Adaptern gewährleistet.
Der APC-Schliff (Angled Physical Contact) ist ein entscheidendes Qualitätsmerkmal professioneller Glasfaserkabel. Die Steckerflächen sind in einem 8-Grad-Winkel geschliffen, wodurch Rückreflexionen praktisch eliminiert werden. Diese Technologie ist besonders wichtig bei kohärenten 100G-Übertragungen, wo bereits kleinste Rückreflexionen die Signalqualität beeinträchtigen können. Der APC-Schliff sorgt für eine Rückflussdämpfung von mindestens 20 dB – ein Wert, der weit über den Anforderungen der meisten Netzwerkanwendungen liegt.
Die gelbe Farbgebung folgt dem TIA/EIA-598-Standard für Einzelmodus-Glasfasern und erleichtert die Identifikation in komplexen Verkabelungsumgebungen. Diese Farbkodierung ist international standardisiert und ermöglicht Technikern die sofortige Erkennung des Fasertyps, was Installationsfehler verhindert und Wartungsarbeiten beschleunigt.
Leistungsparameter und Übertragungseigenschaften
Mit einer spezifizierten Datenübertragungsrate von 100 Gbit/s eignet sich das UACC-OFC-SA-MPMP-1M-10 optimal für moderne Ethernet-Standards wie 100GBASE-LR4 oder 100GBASE-ER4. Der geringe Einführungsverlust von maximal 0,6 dB gewährleistet, dass auch bei mehreren hintereinander geschalteten Verbindungen das Signalbudget nicht überschritten wird. Dieser niedrige Dämpfungswert ist das Resultat präziser Fertigungsprozesse und hochwertiger Steckverbinder-Komponenten.
Die Unterstützung beider Standard-Wellenlängen (1310 nm und 1550 nm) macht das Kabel universell einsetzbar. Während 1310-nm-Systeme typischerweise für Campus-Verkabelung und kürzere Distanzen genutzt werden, kommen 1550-nm-Übertragungen bei längeren Strecken zum Einsatz. Diese Vielseitigkeit bedeutet, dass Netzwerkbetreiber mit einem einzigen Kabeltyp verschiedene Übertragungsszenarien abdecken können.
Die Einzelmodus-Charakteristik ermöglicht theoretische Übertragungsdistanzen von mehreren Kilometern, auch wenn das spezifische Kabel mit seiner 1-Meter-Länge primär für Patch-Verbindungen in Rechenzentren konzipiert ist. Diese kurze Länge minimiert Signallaufzeiten und ist ideal für Spine-Leaf-Architekturen, wo extrem niedrige Latenzen gefordert sind.
Umgebungsbedingungen und Zuverlässigkeit
Der erweiterte Betriebstemperaturbereich von -40°C bis +75°C qualifiziert das UACC-OFC-SA-MPMP-1M-10 für den Einsatz in anspruchsvollen Umgebungen. Diese Spezifikation übertrifft die Anforderungen typischer Rechenzentren deutlich und ermöglicht auch Installationen in Industrieumgebungen oder Außenbereichen mit extremen Temperaturschwankungen. Die thermische Stabilität der Glasfasern gewährleistet, dass sich die optischen Eigenschaften auch bei Temperaturwechseln nicht verschlechtern.
Das LSZH-Mantelmaterial bietet neben den Brandschutzeigenschaften auch mechanischen Schutz für die empfindlichen Glasfasern. Die runde Kabelgeometrie mit 3 mm Durchmesser schafft optimale Bedingungen für enge Biegeradien, wie sie in modernen Patchfeldern üblich sind. Dennoch sollten die allgemeinen Biegeradius-Richtlinien für Glasfasern beachtet werden, um mechanische Spannungen zu vermeiden.
Die hohe Fertigungsqualität zeigt sich in der konsistenten Einführungsdämpfung von maximal 0,6 dB. Dieser Wert wird bei jedem einzelnen Kabel garantiert, was bei der 10er-Verpackung besonders wichtig ist. Schwankungen zwischen den Kabeln könnten zu unterschiedlichen Signalpegeln führen und die Netzwerkperformance beeinträchtigen.
Netzwerk-Integration und Kompatibilität
Das UACC-OFC-SA-MPMP-1M-10 ist als direktes Patch-Kabel für MPO-basierte Netzwerkkomponenten konzipiert. Typische Einsatzgebiete umfassen die Verbindung von 100G-QSFP28-Transceivern mit MPO-Breakout-Kassetten, sowie die Verkabelung zwischen aktiven Netzwerkkomponenten und strukturierten MPO-Verkabelungssystemen. Die 1-Meter-Länge ist optimal für Rack-interne Verbindungen und kurze Querverbindungen in Rechenzentren dimensioniert.
Besonders in hyperkonvergenten Infrastrukturen, wo Server, Storage und Netzwerk-Switching in denselben Racks untergebracht sind, erweist sich diese Kabellänge als praktisch. Die geringe Länge reduziert nicht nur die Signallaufzeit, sondern auch den Platzbedarf für Kabelmanagement – ein kritischer Faktor in modernen, dicht gepackten Rechenzentren.
Die weiblich-weiblich-Konfiguration der MPO-Stecker macht das Kabel kompatibel mit Standard-MPO-Adaptern und ermöglicht flexible Patch-Konfigurationen. In Verbindung mit MPO-zu-LC-Breakout-Kassetten lassen sich beispielsweise 100G-Uplinks in vier separate 25G-Verbindungen aufteilen – eine häufige Konfiguration in modernen Leaf-Spine-Architekturen.
Installation und Handling-Empfehlungen
Die Installation von MPO-Glasfaserkabeln erfordert besondere Sorgfalt, da die Steckverbinder deutlich komplexer sind als herkömmliche Single-Fiber-Verbinder. Die APC-Schliffwinkelung macht eine korrekte Ausrichtung und saubere Steckerflächen essentiell für optimale Performance. Vor jeder Installation sollten die Steckerflächen mit speziellen Glasfaser-Reinigungstüchern und isopropanolbasierten Reinigungsmitteln gesäubert werden.
Das gelbe LSZH-Material bietet zwar guten mechanischen Schutz, dennoch sollten die Kabel vor scharfen Kanten und übermäßiger mechanischer Belastung geschützt werden. Bei der Verlegung in Kabeltrassen ist auf ausreichende Biegeradien zu achten – als Faustregel gilt ein Mindestbiegeradius vom zehnfachen Kabeldurchmesser, also etwa 30 mm für dieses Kabel.
Die 10er-Verpackung ermöglicht kostengünstige Bevorratung für größere Projekte. Ungenutzte Kabel sollten in der Originalverpackung gelagert und die Steckerschutzkappen bis zur Installation aufbewahrt werden. Steckerflächen sind extrem empfindlich gegenüber Verschmutzungen und Kratzern, die zu erheblichen Signalverlusten führen können.
Ideal für diese Einsatzbereiche
- Rechenzentrum-Patch-Verkabelung: Die 1-Meter-Länge ist optimal für Verbindungen innerhalb von 19-Zoll-Racks und zwischen benachbarten Racks. Die 100-Gbit/s-Kapazität unterstützt moderne Spine-Leaf-Architekturen mit hohen Bandbreitenanforderungen.
- 100G-Ethernet-Installationen: Dank OS2-Einzelmodus-Fasern und APC-Schliff eignet sich das Kabel perfekt für 100GBASE-LR4-Transceiver und vergleichbare Standards. Die niedrigen Dämpfungswerte gewährleisten zuverlässige Signalübertragung auch in komplexen Netzwerktopologien.
- High-Performance-Computing-Umgebungen: Die extrem niedrige Latenz von Einzelmodus-Glasfasern macht das Kabel ideal für HPC-Cluster und AI/ML-Infrastrukturen, wo jede Mikrosekunde Übertragungszeit kritisch ist.
- Enterprise-Campus-Netzwerke: Als Uplink-Verbindung zwischen Core- und Distribution-Switches bietet das Kabel die nötige Bandbreite für bandbreitenintensive Anwendungen wie 4K-Video-Streaming oder große Datentransfers.
- Service-Provider-Infrastrukturen: Die Unterstützung beider Standard-Wellenlängen und die robusten Umgebungsspezifikationen qualifizieren das Kabel für Telekommunikations-Equipment und Metro-Ethernet-Anwendungen.
Häufige Fragen
Welche Transceiver sind mit diesem MPO-Kabel kompatibel?
Das UACC-OFC-SA-MPMP-1M-10 ist mit allen Standard-100G-QSFP28-Transceivern kompatibel, die MPO-Anschlüsse nutzen, wie 100GBASE-LR4 oder 100GBASE-SR4. Wichtig ist die Beachtung der Wellenlängen-Kompatibilität: Das Kabel unterstützt 1310 nm und 1550 nm und ist daher für LR4-Transceiver (1310 nm) optimal geeignet.
Kann man mehrere Kabel hintereinander schalten?
Ja, bei einem maximalen Einführungsverlust von 0,6 dB pro Verbindung können mehrere Kabel über MPO-Adapter gekoppelt werden. Die Gesamtdämpfung sollte jedoch das Signalbudget des verwendeten Transceivers nicht überschreiten. Bei typischen 100G-LR4-Systemen sind mehrere Verbindungen problemlos möglich.
Was bedeutet der APC-Schliff praktisch für die Installation?
Der APC-Schliff sorgt für minimale Rückreflexionen von mindestens 20 dB Rückflussdämpfung, was besonders bei kohärenten 100G-Übertragungen wichtig ist. Praktisch bedeutet dies, dass nur APC-zu-APC-Verbindungen zulässig sind – eine Verbindung mit UPC-geschliffenen Steckern würde zu erheblichen Signalverlusten führen.
Eignet sich das Kabel für Außeninstallationen?
Der erweiterte Betriebstemperaturbereich von -40°C bis +75°C ermöglicht theoretisch Außeninstallationen. Allerdings ist das LSZH-Mantelmaterial primär für Innenräume konzipiert. Für Außenanwendungen sollten zusätzliche Schutzmaßnahmen gegen UV-Strahlung und Feuchtigkeit getroffen werden.
Warum werden die Kabel im 10er-Pack geliefert?
Die 10er-Verpackung ist für größere Installationsprojekte konzipiert und bietet Kostenvorteile gegenüber Einzelkabeln. In typischen Rechenzentrum-Deployments werden meist mehrere identische Verbindungen benötigt, wodurch die Mengenpackung praktische und wirtschaftliche Vorteile bietet.
Welche Biegeradius-Einschränkungen bestehen?
Obwohl spezifische Biegeradius-Werte nicht in den technischen Daten aufgeführt sind, sollten für OS2-Einzelmodus-Fasern die allgemeinen Richtlinien beachtet werden: Mindestens 30 mm Biegeradius bei Installation (zehnfacher Kabeldurchmesser) und 15 mm bei Betrieb. Zu enge Biegungen können zu Signalverlusten oder Faserbruch führen.
Allgemein
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