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Ubiquiti UF-GP-C+ Netzwerk-Transceiver-Modul Faseroptik 2500 Mbit/s SFP 1490 nm

Kabel & Adapter

UBIQUITI UF-GP-C+ | GPON OLT SFP Transceiver | 2.5 Gbps 20km

Herstellernummer: UF-GP-C+

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Ubiquiti U Fiber UF-GP-C+ GPON OLT SFP Transceiver – Professionelle Glasfaser-Anbindung für Provider-Infrastrukturen

Das Ubiquiti U Fiber UF-GP-C+ ist ein spezialisiertes SFP-Transceiver-Modul für GPON-basierte (Gigabit Passive Optical Network) Optical Line Terminal-Anwendungen in professionellen Telekommunikations- und Provider-Infrastrukturen. Als Teil von Ubiquitis umfassendem Fiber-Portfolio ermöglicht dieses Modul Internetdienstanbietern und Netzbetreibern den Aufbau und Betrieb von Glasfaser-Zugangsnetzwerken mit bis zu 2,5 Gbps Datenübertragung über Distanzen von bis zu 20 Kilometern. Die C+-Klassifikation kennzeichnet dabei eine erweiterte Reichweite im GPON-Standard mit optimierter Leistung für anspruchsvolle Carrier-Anwendungen.

GPON-Technologie und Übertragungsleistung verstehen

Das UF-GP-C+ basiert auf der GPON-Technologie (ITU-T G.984), die als einer der weltweit am häufigsten eingesetzten Standards für Glasfaser-Zugangsnetze gilt. Im Gegensatz zu punkt-zu-punkt Verbindungen ermöglicht GPON eine punkt-zu-mehrpunkt Architektur, bei der ein einzelnes Glasfaserkabel vom Provider zu einem passiven Splitter geführt wird, der das Signal auf bis zu 128 Endkunden aufteilt.

Die maximale Datenübertragungsrate von 2,5 Gbps downstream wird dabei asymmetrisch aufgeteilt – typischerweise 2,488 Gbps downstream und 1,244 Gbps upstream, wobei sich diese Bandbreite dynamisch auf alle angeschlossenen Optical Network Units (ONUs) verteilt. In der Praxis bedeutet dies, dass bei einer voll ausgelasteten GPON-Strecke mit 32 aktiven Teilnehmern jeder Kunde theoretisch etwa 77 Mbps downstream zur Verfügung hat, wobei moderne Traffic-Management-Systeme eine faire und bedarfsgerechte Bandbreitenverteilung gewährleisten.

Die spezifizierten Wellenlängen von 1490 nm für Downstream-Übertragung (TX) und 1310 nm für Upstream-Empfang (RX) entsprechen dem GPON-Standard und gewährleisten eine optimale Signaltrennung. Diese Wellenlängenteilung (Wavelength Division Multiplexing) ermöglicht es, dass beide Übertragungsrichtungen gleichzeitig über eine einzige Glasfaser erfolgen können, was die Infrastrukturkosten erheblich reduziert.

Reichweite und optische Leistungsklassen

Mit einer maximalen Übertragungsreichweite von 20 Kilometern positioniert sich das UF-GP-C+ in der erweiterten Reichweitenklasse C+ nach ITU-T G.984.2. Diese Reichweite ist besonders relevant für ländliche Gebiete oder Stadtrandbereiche, wo größere Distanzen zwischen dem zentralen Vermittlungsgebäude und den Endkunden überbrückt werden müssen.

Die 20-Kilometer-Spezifikation bezieht sich auf die optische Reichweite bei optimalen Bedingungen mit hochwertigen Single-Mode-Glasfasern und minimalen Dämpfungsverlusten. In realen Installationen müssen jedoch zusätzliche Faktoren berücksichtigt werden: Spleißverluste an Verbindungsstellen (typisch 0,1-0,3 dB), Dämpfung durch Splitter (13-17 dB je nach Split-Verhältnis) und Alterung der optischen Komponenten. Praktisch lassen sich damit Netzwerke mit 16-64 Split-Verhältnissen über Distanzen von 15-18 Kilometern zuverlässig betreiben.

Die C+-Klassifikation bietet gegenüber der Standard-Klasse-B+ einen erweiterten Leistungsbudget, was insbesondere bei höheren Split-Verhältnissen oder längeren Glasfaserstrecken von Vorteil ist. Dies macht das Modul ideal für Carrier-Grade-Installationen, bei denen maximale Flexibilität in der Netzwerkplanung erforderlich ist.

SFP-Formfaktor und Systemintegration

Das UF-GP-C+ nutzt den bewährten SFP-Formfaktor (Small Form-factor Pluggable), der Hot-Swap-Fähigkeit und einfache Wartung ermöglicht. Als Plug-in-Modul lässt es sich ohne Unterbrechung des Betriebs in kompatible OLT-Systeme einsetzen oder austauschen, was für 24/7-Carrier-Umgebungen essentiell ist.

Die SC/UPC-Anschlussbuchse (Subscriber Connector/Ultra Physical Contact) bietet eine bewährte und weit verbreitete Schnittstelle für Single-Mode-Glasfaser-Installationen. Der UPC-Schliff gewährleist minimale Reflexionsverluste von typisch unter -50 dB, was für die empfindlichen optischen Signale in GPON-Systemen kritisch ist. SC-Stecker sind dabei besonders robust und bieten eine zuverlässige mechanische Verbindung, die auch bei häufigen Steckzyklen stabil bleibt.

Die metallische Produktfarbe entspricht industrieüblichen Standards und gewährleistet eine neutrale optische Erscheinung in professionellen Rack-Umgebungen. Das kompakte Design ermöglicht hohe Portdichten in OLT-Systemen, was besonders in Rechenzentren und zentralen Vermittlungsstellen wichtig ist, wo der verfügbare Platz oft begrenzt ist.

Kompatibilität und Einsatz in Ubiquiti-Infrastrukturen

Das UF-GP-C+ ist primär für den Einsatz in Ubiquitis eigenen OLT-Systemen konzipiert, kann aber aufgrund der standardisierten SFP-Schnittstelle grundsätzlich auch in kompatiblen Drittanbieter-Systemen verwendet werden. Ubiquiti setzt dabei auf offene Standards, was Flexibilität in der Systemintegration ermöglicht, auch wenn die Optimierung natürlich auf die hauseigenen U Fiber-Produkte ausgelegt ist.

In einer typischen Ubiquiti-Installation würde das UF-GP-C+ in einem zentralen OLT-Chassis eingesetzt, das über das UniFi-Management-System konfiguriert und überwacht wird. Dies ermöglicht eine zentrale Verwaltung aller GPON-Ports, inklusive Bandbreiten-Management, Quality-of-Service-Konfiguration und Performance-Monitoring.

Die Integration in Ubiquitis Ecosystem bietet dabei Vorteile bei der Fehlerdiagnose und Wartung: Über die UniFi-Oberfläche lassen sich optische Leistungspegel überwachen, die Verbindungsqualität zu einzelnen ONUs prüfen und bei Bedarf gezielt Troubleshooting-Maßnahmen einleiten. Dies reduziert die Komplexität des Netzwerk-Managements erheblich im Vergleich zu proprietären Carrier-Lösungen.

Installation und Deployment-Szenarien

Das UF-GP-C+ richtet sich an verschiedene Zielgruppen im professionellen Umfeld: Internetdienstanbieter, die Glasfaser-Zugänge für Privat- und Geschäftskunden anbieten, Wohnungsgesellschaften oder Campus-Betreiber, die zentrale Internetversorgung implementieren, sowie Systemintegratoren, die kundenspezifische Glasfaser-Lösungen entwickeln.

Ein typisches Deployment-Szenario wäre die Erschließung eines Neubaugebiets mit 50-100 Haushalten: Ein zentrales OLT-System wird mit mehreren UF-GP-C+ Modulen bestückt, von denen jedes über Glasfaser zu einem passiven Splitter führt. Dieser teilt das Signal auf 32 oder 64 einzelne Fasern auf, die zu den jeweiligen Gebäuden führen. Bei einem 32er-Split können so mit einem einzigen UF-GP-C+ bis zu 32 Haushalte mit Gigabit-Internet versorgt werden.

Für Geschäftskunden-Anwendungen bietet die hohe Reichweite von 20 Kilometern die Flexibilität, auch abgelegene Standorte oder Industriegebiete anzubinden. Die asymmetrische Bandbreitenaufteilung eignet sich dabei besonders für typische Internet-Nutzungsprofile, bei denen der Download-Bedarf deutlich höher ist als der Upload-Bedarf.

In Campus-Umgebungen oder größeren Wohnkomplexen kann das UF-GP-C+ als Backbone für die interne Netzwerk-Infrastruktur dienen: Ein zentraler Internet-Anschluss wird über GPON-Technologie auf verschiedene Gebäude oder Gebäudeteile verteilt, wo lokale ONUs die Weiterverteilung über Ethernet übernehmen.

Wartung und Lebenszyklus-Management

Als professionelles Carrier-Produkt ist das UF-GP-C+ für Dauerbetrieb in anspruchsvollen Umgebungen ausgelegt. Die SFP-Bauweise ermöglicht dabei proaktives Lebenszyklus-Management: Module können vorsorglich getauscht werden, bevor kritische Verschleißgrenzen erreicht werden, ohne dass der Netzbetrieb unterbrochen werden muss.

Die optischen Komponenten in GPON-Transceivern unterliegen einem natürlichen Alterungsprozess, bei dem die Ausgangsleistung der Laser über Jahre hinweg abnimmt. Moderne OLT-Systeme können diese Degradation überwachen und rechtzeitig Warnungen ausgeben, bevor die Verbindungsqualität beeinträchtigt wird. Die standardisierte SFP-Schnittstelle gewährleistet dabei, dass Austauschmodule verschiedener Hersteller verwendet werden können, was die Beschaffungsflexibilität erhöht.

Für die Reinigung der SC/UPC-Anschlüsse existieren bewährte Verfahren mit speziellen Reinigungsstiften oder Reinigungskassetten. Eine saubere optische Verbindung ist kritisch für die Leistung des gesamten GPON-Systems, da bereits minimale Verschmutzungen zu erheblichen Signalverlusten führen können.

Ideal für diese Einsatzbereiche

  • Internetdienstanbieter-Infrastruktur: Das UF-GP-C+ ermöglicht ISPs den kosteneffizienten Aufbau von Glasfaser-Zugangsnetzen mit der bewährten GPON-Technologie. Die 20-Kilometer-Reichweite und 2,5-Gbps-Kapazität erlauben die Versorgung größerer Gebiete mit hohen Bandbreiten bei optimaler Kostenstruktur.
  • Campus- und Unternehmensnetze: Für größere Firmengelände oder Bildungseinrichtungen bietet das Modul eine skalierbare Lösung zur zentralen Internet-Distribution. Die punkt-zu-mehrpunkt Architektur reduziert den Verkabelungsaufwand im Vergleich zu dedizierter Ethernet-Verkabelung erheblich.
  • Wohnkomplex-Erschließung: Wohnungsgesellschaften und Immobilienentwickler können mit GPON-Technologie moderne Breitband-Infrastrukturen schaffen, die als Wertbeitrag für Mieter und Käufer dienen. Ein UF-GP-C+ kann dabei 32-64 Wohneinheiten versorgen.
  • Systemintegration für kundenspezifische Lösungen: Die standardisierte SFP-Schnittstelle ermöglicht Systemintegratoren die Entwicklung maßgeschneiderter Glasfaser-Lösungen, bei denen das UF-GP-C+ als zuverlässige OLT-Komponente dient.
  • Netzwerk-Modernisierung und Kapazitätserweiterung: Bestehende Glasfaser-Infrastrukturen können durch den Austausch von OLT-Modulen auf höhere Bandbreiten und größere Reichweiten upgradet werden, ohne dass die passive Infrastruktur geändert werden muss.

Häufige Fragen zum Ubiquiti UF-GP-C+

Welche maximale Anzahl von Endkunden kann über ein UF-GP-C+ angeschlossen werden?

Laut GPON-Standard können theoretisch bis zu 128 Optical Network Units (ONUs) an einem GPON-Port betrieben werden. In der Praxis werden jedoch meist 32er oder 64er-Splits verwendet, um eine ausreichende Bandbreite pro Teilnehmer zu gewährleisten. Bei einem 32er-Split stehen jedem Kunden etwa 77 Mbps der 2,5-Gbps-Gesamtkapazität zur Verfügung.

Ist das UF-GP-C+ mit OLT-Systemen anderer Hersteller kompatibel?

Das Modul nutzt den standardisierten SFP-Formfaktor und GPON-Standard nach ITU-T G.984, wodurch grundsätzlich Kompatibilität mit anderen GPON-OLT-Systemen gegeben ist. Für optimale Leistung und vollständige Feature-Unterstützung wird jedoch der Einsatz in Ubiquitis eigenen U Fiber OLT-Systemen empfohlen.

Welche Glasfaser-Typen werden unterstützt?

Das UF-GP-C+ ist für Single-Mode-Glasfasern mit SC/UPC-Anschlüssen konzipiert. Die Wellenlängen 1490 nm (TX) und 1310 nm (RX) entsprechen dem GPON-Standard für Single-Mode-Übertragung. Multimode-Fasern werden nicht unterstützt.

Wie verhält sich die Reichweite bei verschiedenen Split-Verhältnissen?

Die angegebenen 20 Kilometer maximale Reichweite gelten unter optimalen Bedingungen. Bei höheren Split-Verhältnissen reduziert sich die praktische Reichweite aufgrund der Dämpfung durch die passiven Splitter: 16er-Split etwa 3-6 dB, 32er-Split etwa 17-20 dB, 64er-Split etwa 21-24 dB Verlust. Dies muss bei der Netzwerkplanung berücksichtigt werden.

Unterstützt das Modul Quality-of-Service (QoS) Features?

QoS-Funktionen werden auf OLT-Systemebene implementiert, nicht im SFP-Transceiver selbst. Das UF-GP-C+ stellt die physikalische Übertragung bereit, während Bandbreiten-Management, Traffic-Shaping und Service-Level-Agreements über die OLT-Software konfiguriert werden.

Welche Umgebungsbedingungen werden unterstützt?

Hierzu liegen uns keine spezifischen Herstellerangaben zu Betriebstemperaturen oder Umgebungsbedingungen vor. Für Carrier-Grade-Installationen sollten die entsprechenden Datenblätter des OLT-Systems und die Umgebungsanforderungen des Installationsortes berücksichtigt werden.

Allgemein

Hersteller
UBIQUITI
Herstellernummer
UF-GP-C+

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