Ubiquiti UF-SPLITTER-8 Glasfaserkabel 4,06 m SC 8x SC Weiß
Der Ubiquiti UF-SPLITTER-8 ist ein professioneller Glasfaser-Netzwerk-Splitter, der speziell für den Einsatz in Telekommunikations- und Netzwerkinfrastrukturen entwickelt wurde. Als Teil der UFiber-Serie von Ubiquiti Networks richtet sich das Gerät an Systemintegratoren, Netzwerkadministratoren und Service Provider, die zuverlässige Glasfaserverteilungen in ihren Projekten benötigen. Der kompakte 1:8-Splitter ermöglicht es, ein einzelnes optisches Signal auf acht separate Verbindungen zu verteilen, wobei hochwertige SC/APC-Steckverbinder für minimale Reflexionen und optimale Signalqualität sorgen.
Technische Konstruktion und Glasfaserstandard
Der UF-SPLITTER-8 basiert auf dem ITU-T G.657.A1-Standard für biegungsunempfindliche Singlemode-Glasfasern. Dieser Standard definiert spezielle Eigenschaften der optischen Faser, die eine deutlich höhere Toleranz gegenüber Biegungen aufweist als herkömmliche G.652-Standardfasern. In der Praxis bedeutet dies, dass die Glasfaser auch bei engeren Biegeradien ihre optischen Eigenschaften beibehält, was besonders in beengten Installationsumgebungen oder bei komplexen Kabelführungen von Vorteil ist.
Die verwendete G.657.A1-Faser ist vollständig kompatibel zu Standard-Singlemode-Fasern und kann problemlos mit bestehender G.652-Infrastruktur verbunden werden. Der minimale Biegeradius beträgt lediglich 10 mm statt der üblichen 30 mm bei Standardfasern, was die Flexibilität bei der Installation erheblich erhöht. Dies ist besonders relevant in Anwendungen wie FTTH-Installationen (Fiber to the Home), wo die Glasfaser durch enge Kabelkanäle oder um scharfe Ecken geführt werden muss.
Die Splitter-Technologie arbeitet nach dem Prinzip der planaren Lichtwellenleiter-Schaltkreise (PLC - Planar Lightwave Circuit), die eine gleichmäßige Aufteilung des optischen Signals auf alle acht Ausgänge gewährleistet. Diese Technologie bietet eine sehr geringe Wellenlängenabhängigkeit und stabile Übertragungseigenschaften über den gesamten für Telekommunikation relevanten Spektralbereich von 1260 bis 1650 nm.
SC/APC-Steckverbinder und Signalintegrität
Alle neun Anschlüsse des Splitters sind mit SC/APC-Steckverbindern (Subscriber Connector / Angled Physical Contact) ausgestattet. Im Gegensatz zu PC-Steckern (Physical Contact) mit planer Stirnfläche verfügen APC-Stecker über eine um 8 Grad abgewinkelte Stirnfläche. Diese Konstruktion reduziert Rückreflexionen drastisch auf typischerweise weniger als -60 dB, während PC-Verbindungen nur etwa -40 dB erreichen.
Die verbesserte Rückreflexionsdämpfung ist besonders kritisch bei modernen optischen Übertragungssystemen mit hohen Datenraten wie 10 Gigabit Ethernet oder bei DWDM-Anwendungen (Dense Wavelength Division Multiplexing). Bereits geringe Rückreflexionen können bei diesen empfindlichen Systemen zu Bitfehlern, Jitter oder sogar kompletten Signalausfällen führen. Die grüne Farbkodierung der APC-Stecker entspricht dem TIA/EIA-Farbstandard und verhindert Verwechslungen mit PC-Steckern in gemischten Installationen.
Die männlichen SC-Steckverbinder sind mit hochwertigen Keramik-Ferrules ausgestattet, die eine präzise Ausrichtung der Faserkerne und damit minimale Einfügungsdämpfung gewährleisten. Die Steckverbinder sind für mindestens 1000 Steckzyklen spezifiziert und bieten damit eine hohe mechanische Zuverlässigkeit auch bei häufigem Umstecken in Test- oder Wartungsszenarien.
Anwendungsgebiete und Netzwerkarchitekturen
Der 1:8-Splitter eignet sich primär für GPON-Netzwerke (Gigabit Passive Optical Network), wo er als zentrales Element der Punkt-zu-Mehrpunkt-Topologie fungiert. In einer typischen FTTH-Architektur wird das optische Signal vom OLT (Optical Line Terminal) der Zentrale über Feeder-Fasern zu Splittern in Verteilerschränken oder Muffen transportiert. Der UF-SPLITTER-8 teilt dieses Signal dann auf bis zu acht ONTs (Optical Network Terminals) beim Endkunden auf.
Bei einer Standard-GPON-Übertragung mit 2,5 Gbit/s Downstream und 1,25 Gbit/s Upstream führt die 1:8-Teilung zu einer theoretischen Bandbreite von etwa 312,5 Mbit/s pro Teilnehmer im Downstream. In der Praxis hängt die tatsächlich verfügbare Bandbreite jedoch von der DBA-Konfiguration (Dynamic Bandwidth Allocation) des OLT und dem Service-Profil des jeweiligen Anschlusses ab.
Neben GPON-Anwendungen lässt sich der Splitter auch in AON-Netzwerken (Active Optical Network) einsetzen, beispielsweise zur Verteilung von Ethernet-Signalen in Stern-Topologien. Hier würde jeder Ausgang des Splitters zu einem separaten Ethernet-Switch oder Media-Konverter führen. Diese Konfiguration ist besonders in Unternehmensumgebungen relevant, wo eine zentrale Glasfaser-Backbone mehrere Gebäudebereiche versorgt.
Installationsaspekte und Kabelmanagement
Mit einer Gesamtlänge von 1,5 Metern bietet der UF-SPLITTER-8 ausreichend Flexibilität für die Installation in Standard-Verteilerschränken oder Außenmuffen. Die kompakte Bauform ermöglicht die Unterbringung in 19-Zoll-Racks, Wandverteilern oder speziellen Glasfaser-Spleißgehäusen. Bei der Planung sollte berücksichtigt werden, dass zusätzlich zu den 1,5 Metern noch Reserveschlaufen für zukünftige Wartungsarbeiten eingeplant werden müssen.
Die acht Ausgangsfasern können durch entsprechende Kabelmanagement-Systeme organisiert werden, um eine übersichtliche und wartungsfreundliche Installation zu gewährleisten. Besonders in größeren Installationen mit mehreren Splittern ist eine durchdachte Beschriftung und Farbkodierung der Ausgänge essentiell. Die Verwendung von Glasfaser-Patchpanels oder Spleißkassetten erleichtert spätere Umkonfigurationen oder Erweiterungen erheblich.
Bei Außeninstallationen muss der Splitter in geeigneten, IP-geschützten Gehäusen untergebracht werden. Die G.657.A1-Faser ist zwar biegungsunempfindlich, jedoch müssen weiterhin die minimal zulässigen Biegeradien eingehalten werden, um Mikrobiegungsverluste zu vermeiden. Besondere Aufmerksamkeit erfordert auch der Schutz der empfindlichen Glasfasern vor mechanischen Belastungen durch Zugkräfte oder Quetschungen.
Optische Parameter und Systemdesign
Die optischen Eigenschaften des Splitters sind entscheidend für das Gesamtsystemdesign. Ein 1:8-Splitter weist typischerweise eine theoretische Einfügungsdämpfung von etwa 9 dB auf (berechnet als 10 × log(8) = 9,03 dB). Zusätzlich kommen noch die Verluste der Steckverbinder und eventuelle Exzess-Verluste des Splitter-Chips hinzu, sodass in der Praxis mit einer Gesamtdämpfung von etwa 10-11 dB gerechnet werden sollte.
Diese Dämpfung muss bei der Link-Budget-Berechnung berücksichtigt werden. In einem GPON-System steht typischerweise ein optisches Budget von 20-28 dB zur Verfügung, abhängig von der verwendeten Klasse (Class B+, Class C+ etc.). Nach Abzug der Splitter-Dämpfung und der Verluste durch Steckverbinder, Spleißstellen und Faserlängen muss am ONT noch ausreichend optische Leistung ankommen, um eine stabile Verbindung zu gewährleisten.
Die Gleichmäßigkeit der Aufteilung (Uniformity) ist ein weiterer wichtiger Parameter. Hochwertige PLC-Splitter wie der UF-SPLITTER-8 erreichen typischerweise eine Uniformität von ±0,8 dB oder besser, was bedeutet, dass die Dämpfung zwischen den einzelnen Ausgängen maximal um diesen Wert variiert. Dies ist wichtig für eine gleichmäßige Versorgung aller angeschlossenen ONTs.
Integration in Ubiquiti-Netzwerke
Als Teil der UFiber-Produktlinie fügt sich der UF-SPLITTER-8 nahtlos in Ubiquiti-basierte Netzwerkinfrastrukturen ein. In Kombination mit Ubiquiti-EdgeRouters, UniFi-Switches mit SFP-Modulen oder den speziellen UFiber-Access-Points lassen sich komplette Glasfaser-Netzwerke realisieren. Die einheitliche Produktlinie erleichtert die Beschaffung, Installation und den Support erheblich.
Besonders interessant ist die Integration mit Ubiquitis UISP (Ubiquiti Internet Service Provider) Plattform für Service Provider. Hier kann der Splitter als Teil größerer FTTH-Rollouts verwaltet und dokumentiert werden. Die UISP-Software unterstützt die Planung von Glasfaser-Netzwerken, das Asset-Management und die Service-Bereitstellung für Endkunden.
In Enterprise-Umgebungen lässt sich der Splitter mit UniFi-Dream-Machines oder CloudKeys kombinieren, um zentral verwaltete Campus-Netzwerke aufzubauen. Die optische Verbindung zwischen Gebäuden über Glasfaser eliminiert Probleme mit elektromagnetischen Störungen und ermöglicht größere Übertragungsdistanzen als kupferbasierte Lösungen.
Ideal für diese Einsatzbereiche
- FTTH-Projekte und Service Provider-Netzwerke: Der 1:8-Teilungsfaktor ist optimal für GPON-Implementierungen in Wohngebieten, wo von einem zentralen Punkt acht Haushalte versorgt werden können.
- Campus-Netzwerke und Unternehmensverkabelung: Verteilung von Glasfaser-Backbone-Verbindungen auf mehrere Gebäudebereiche oder Stockwerke mit jeweils separaten Netzwerk-Komponenten.
- Datacenter und Server-Räume: Aufbau redundanter optischer Verbindungen zwischen Racks oder zur Anbindung von Storage-Systemen mit optischen Schnittstellen.
- Test- und Messumgebungen: In Entwicklungsabteilungen oder bei Service-Providern zur simultanen Verbindung mehrerer Messgeräte oder Testsysteme an eine zentrale optische Quelle.
- Industrielle Netzwerke: Dank der robusten G.657.A1-Faser auch für anspruchsvolle Umgebungen mit beengten Platzverhältnissen oder erhöhten mechanischen Anforderungen geeignet.
Technische Spezifikationen
| Kategorie | Spezifikation | Wert |
|---|---|---|
| Allgemein | Produkttyp | Glasfaser-Netzwerk-Splitter |
| Teilungsverhältnis | 1:8 | |
| Glasfasertyp | G.657.A1 | |
| Technologie | Singlemode-Glasfaser | |
| Steckverbinder | Eingang | 1x SC/APC männlich |
| Ausgänge | 8x SC/APC männlich | |
| Steckzyklen | ≥ 1000 (typisch) | |
| Abmessungen | Kabellänge | 1,5 m |
| Gesamtlänge | 1,5 m | |
| Identifikation | Herstellernummer | UF-SPLITTER-8 |
| EAN | 0817882026819 |
Häufige Fragen
Welche Dämpfung verursacht der 1:8-Splitter?
Die theoretische Einfügungsdämpfung beträgt etwa 9 dB (10 × log(8)). In der Praxis sollte mit etwa 10-11 dB Gesamtdämpfung einschließlich Steckverbinder-Verlusten gerechnet werden. Die genauen Werte variieren je nach Wellenlänge und können dem Datenblatt des Herstellers entnommen werden.
Ist der Splitter bidirektional verwendbar?
Ja, PLC-Splitter sind grundsätzlich bidirektional einsetzbar. Das bedeutet, der Splitter kann sowohl Signale von einem Eingang auf acht Ausgänge verteilen als auch acht Eingangssignale zu einem Ausgang zusammenführen. Dies ist besonders relevant für GPON-Anwendungen, wo Upstream- und Downstream-Signale über dieselbe Faser übertragen werden.
Welche Wellenlängenbereiche werden unterstützt?
Der Splitter ist für den gesamten Telekommunikations-Wellenlängenbereich von 1260 bis 1650 nm spezifiziert. Dies umfasst die O-Band (1260-1360 nm), E-Band (1360-1460 nm), S-Band (1460-1530 nm), C-Band (1530-1565 nm) und L-Band (1565-1625 nm) für verschiedene DWDM-Anwendungen.
Kann der Splitter in Außeninstallationen verwendet werden?
Der Splitter selbst ist für Inneninstallationen konzipiert. Für Außenanwendungen muss er in einem geeigneten, wetterfesten Gehäuse mit entsprechender IP-Schutzart untergebracht werden. Die verwendete G.657.A1-Faser ist jedoch für Außenanwendungen geeignet und bietet erhöhte Biegungsresistenz für schwierige Installationsbedingungen.
Welche Biegeradien müssen bei der Installation eingehalten werden?
Dank der G.657.A1-Spezifikation kann die Faser mit einem minimalen Biegeradius von 10 mm verlegt werden, verglichen mit 30 mm bei Standard-G.652-Fasern. Dies erhöht die Installationsflexibilität erheblich, besonders in beengten Verteilerschränken oder bei komplexen Kabelführungen. Trotzdem sollten unnötig enge Biegungen vermieden werden, um die langfristige Zuverlässigkeit zu gewährleisten.
Ist der Splitter für 10-Gigabit-Ethernet geeignet?
Ja, der Splitter kann für 10GBase-LR/LR4-Anwendungen eingesetzt werden, sofern das optische Link-Budget ausreichend ist. Bei 10-Gigabit-Übertragungen über größere Distanzen muss die durch den Splitter verursachte Dämpfung bei der Systemplanung berücksichtigt werden. Eventuell sind optische Verstärker (EDFAs) erforderlich, um die nötige Reichweite zu erzielen.
Allgemein
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