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Lenovo ThinkSystem NE10032 RackSwitch - Switch - L3 - managed - 32 x 100 Gigabit QSFP28 / 40 Gigabit QSFP+ - Luftstrom von hinten nach vorne - an Rack montierbar - für ThinkAgile HX3721 Certified Node 7Y88

Switches

Lenovo NE10032 Switch | 32x100GbE | 6,4 Tbit/s

Herstellernummer: 7159D1X

13.635,00 € zzgl. MwSt. 13.635,00 €
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Lenovo ThinkSystem NE10032 RackSwitch – 100-Gigabit-Core-Switch für hyperkonvergente Rechenzentrumsinfrastrukturen

Der Lenovo ThinkSystem NE10032 RackSwitch (7159D1X) ist ein managed Layer-3-Switch der Enterprise-Klasse, der speziell für leistungsintensive Rechenzentrums- und HPC-Umgebungen konzipiert wurde. Als 100-Gigabit-Ethernet-Switch im kompakten 1U-Formfaktor bietet er 32 Ports mit QSFP28/QSFP+-Technologie und richtet sich primär an Unternehmen, die hyperkonvergente Infrastrukturen wie Lenovo ThinkAgile HX betreiben oder ihre Rechenzentrumsnetze auf 100GbE umstellen. Zu den herausragenden Merkmalen zählen ein Switching-Durchsatz von 6,4 Tbit/s, eine Port-to-Port-Latenz von nur 490 Nanosekunden sowie redundante Hot-Plug-Netzteile mit 1+1-Konfiguration – Merkmale, die diesen Netzwerk-Switch für ausfallkritische Produktionsumgebungen qualifizieren.

Switching-Leistung und Durchsatz des Lenovo NE10032

Der Kern des NE10032 bildet eine Non-Blocking-Switching-Architektur, die einen aggregierten Durchsatz von 6,4 Tbit/s liefert. Um diesen Wert einzuordnen: Bei 32 aktiven 100-GbE-Ports entspricht das einer bidirektionalen Volllastkapazität von 3,2 Tbit/s je Richtung – damit ist der Switch echtes Line-Rate-Switching ohne Überlast-Engpässe möglich. In der Praxis bedeutet das, dass auch bei simultanen, hochvolumigen Datenströmen zwischen Storage-Nodes, Compute-Hosts und Uplinks keine künstlichen Drosselverluste entstehen.

Besonders bemerkenswert ist die Port-to-Port-Latenzzeit von 490 Nanosekunden. Dieser Wert ist relevant für Umgebungen, in denen Latenzsensitivität eine Rolle spielt – etwa bei Finanzanwendungen mit hochfrequentem Datentransfer, bei Storage-Protokollen wie NVMe-oF oder bei ost-west-lastigem Traffic zwischen Virtualisierungs-Hosts. Der Switch unterstützt dabei den Cut-Through-Weiterleitungsmodus, der Frames bereits vor dem vollständigen Empfang weiterleitet und so die Latenz gegenüber Store-and-Forward-Verfahren reduziert.

Die Pufferkapazität von 16 MB steht für temporäre Absorptionsfähigkeit bei Burst-Traffic – relevant etwa beim gleichzeitigen Zugriff mehrerer Compute-Knoten auf ein gemeinsames Storage-Backend. Der Switch unterstützt Jumbo-Frames bis 9.216 Byte, was für Storage-Protokolle (iSCSI, NFS over RDMA) und Backup-Workloads die Effizienz erhöht, da weniger Overhead pro übertragenem Datenpunkt entsteht.

Layer-3-Routing-Protokolle und Netzwerkintelligenz

Als vollwertiger L3-managed-Switch beherrscht der NE10032 ein breites Spektrum an Routing-Protokollen. Neben statischem Routing unterstützt er BGP (Border Gateway Protocol) für den Einsatz an Netzwerkgrenzen oder in Multi-Site-Infrastrukturen sowie OSPFv2 für dynamisches Link-State-Routing innerhalb des Rechenzentrums. VRRP (Virtual Router Redundancy Protocol) ermöglicht Gateway-Redundanz, sodass bei Ausfall eines physischen Switches der Datenverkehr ohne manuelle Intervention auf einen Backup-Router umgeleitet wird – ein kritisches Feature für Hochverfügbarkeitsarchitekturen.

Policy-Based Routing (PBR) erlaubt granulare Traffic-Steuerung auf Basis von Quell-/Zieladressen, Protokolltypen oder anderen Paketmerkmalen – und nicht nur nach der klassischen Routing-Tabelle. Das ist besonders nützlich, wenn unterschiedliche Workloads (Management-Traffic, Storage-Traffic, VM-Migration) über dedizierte Pfade geführt werden sollen.

Mit Unterstützung für bis zu 4.095 VLANs deckt der Switch auch segmentreiche Infrastrukturen vollständig ab. Die MAC-Adresstabelle fasst 104.000 Einträge, was auch in dicht besiedelten virtuellen Umgebungen mit Tausenden aktiver VM-Interfaces ausreichend Kapazität bietet. Ergänzt wird dies durch 128 LAG-Gruppen (Link Aggregation Groups) mit je bis zu 32 aktiven Ports – ein zentrales Feature für Uplink-Bündelung zu Kernswitch-Infrastrukturen oder für Server-Anbindungen mit mehreren 100-GbE-Interfaces.

Data-Center-Bridging und Quality of Service

Der NE10032 implementiert den vollständigen Data Center Bridging (DCB)-Stack, der für konvergente Netzwerkinfrastrukturen unverzichtbar ist, in denen Ethernet sowohl LAN- als auch Storage-Traffic transportiert. Im Einzelnen unterstützt der Switch:

  • Priority Flow Control (PFC, IEEE 802.1Qbb): Ermöglicht verlustfreie Übertragung für Storage-Protokolle wie RoCE (RDMA over Converged Ethernet) oder iSCSI, indem für einzelne Prioritätsklassen Pause-Signale ohne globales Einfrieren des Traffics ausgelöst werden können.
  • Enhanced Transmission Selection (ETS, IEEE 802.1Qaz): Teilt die Bandbreite dynamisch und prioritätsbasiert zwischen verschiedenen Traffic-Klassen auf – etwa Storage, Compute-Migration und Management.
  • DCBX (Data Center Bridging Exchange): Automatische Aushandlung von DCB-Parametern zwischen Switch und angebundenen Servern bzw. HBAs – reduziert Konfigurationsaufwand und menschliche Fehler bei der Einrichtung konvergenter Fabrics.
  • WRED (Weighted Random Early Detection): Proaktives Queue-Management, das TCP-Congestion erkennt und kontrolliert abbaut, bevor Puffer überlaufen.
  • CoS, DSCP, ToS: Granulares Traffic-Marking und -Klassifizierung auf Layer 2 und Layer 3 für konsistentes QoS über mehrere Hops.

Spanning-Tree, Resilienz und Hochverfügbarkeit

Für Loop-Prävention und Resilienz auf Layer 2 unterstützt der Switch alle modernen Spanning-Tree-Varianten: klassisches STP (IEEE 802.1D), RSTP (Rapid Spanning Tree Protocol, IEEE 802.1w) mit bis zu 500 Instanzen sowie MSTP (Multiple Spanning Tree Protocol, IEEE 802.1s) mit bis zu 64 Instanzen. Darüber hinaus wird PVRST (Per-VLAN Rapid Spanning Tree) unterstützt, das pro VLAN individuelle Spanning-Tree-Topologien ermöglicht.

Die LACP-Unterstützung (IEEE 802.3ad) erlaubt dynamische Link-Aggregation mit automatischer Aushandlung, während Static Link Aggregation für Umgebungen geeignet ist, in denen LACP-Kommunikation nicht verfügbar ist. Broadcast Storm Control und Multicast Storm Control schützen das Netz vor unkontrollierter Datenflut durch fehlerhafte Endgeräte oder Netzwerkstürme.

Sicherheitsarchitektur und Authentifizierung

Der NE10032 integriert mehrere Sicherheitsebenen, die für den Einsatz in regulierten oder sicherheitsbewussten Umgebungen relevant sind. Die Authentifizierung von Administratoren erfolgt über RADIUS, TACACS+ und LDAP – damit lässt sich der Switch nahtlos in bestehende Verzeichnisdienste wie Active Directory einbinden, sodass Benutzerkonten zentral verwaltet werden und kein lokales Passwortmanagement auf jedem Gerät erforderlich ist.

RBAC (Role-Based Access Control) ermöglicht die Vergabe granularer Zugriffsrechte auf Switch-Funktionen nach dem Prinzip der minimalen Rechte – ein wichtiges Compliance-Feature. DHCP Snooping unterbindet Rogue-DHCP-Server im Netzwerk, ACLs (Access Control Lists) erlauben paketgenaue Filterung auf Layer 2 bis Layer 4. CoPP (Control Plane Policing) schützt den Management-Prozessor vor Traffic-basierten DoS-Angriffen.

Laut Hersteller ist ein TPM 1.2 (Trusted Platform Module) verbaut, das die Integrität der Firmware und der Boot-Umgebung absichern kann. Dies ist ein Hinweis auf eine Hardware-Root-of-Trust-Architektur, die Manipulationen an der Switch-Firmware erschwert.

Management und Fernverwaltung

Der NE10032 bietet ein vollständiges Remote-Management-Portfolio, das sowohl traditionelle Out-of-Band-Verwaltung als auch moderne Automatisierungs-Workflows unterstützt. Ein dedizierter Out-of-Band-Management-Port (1x GbE RJ-45) trennt den Management-Traffic physisch vom Produktionsnetz – ein Best-Practice-Ansatz für Rechenzentrumsbetrieb. Zusätzlich ist ein Micro-USB-Konsolen-Port vorhanden für direkten seriellen Zugriff ohne Netzwerkkonnektivität.

Protokollseitig werden SNMP v1/v2/v3, SSH/SSH-2, Telnet, HTTP, TFTP, SCP, SFTP und CLI unterstützt. SLP (Service Location Protocol) erleichtert automatische Diensterkennung im Netz. Die Unterstützung von NTP (Network Time Protocol) sichert konsistente Zeitstempel in Logs – unverzichtbar für Korrelation von Sicherheitsereignissen über mehrere Systeme.

Besonders relevant für größere Deployments ist das Feature Zero Touch Auto Provisioning: Beim ersten Einschalten kann der Switch automatisch seine Konfiguration von einem DHCP/TFTP-Server beziehen, ohne dass ein Administrator physisch vor Ort sein muss. Das reduziert den Rollout-Aufwand bei Multi-Site-Deployments erheblich. DHCP-Relay erlaubt die Weiterleitung von DHCP-Anfragen über Subnetzgrenzen hinweg – ein wichtiges Feature in VLAN-segmentierten Umgebungen.

Für IPv6-native oder Dual-Stack-Netzwerke ist der Switch vollständig gerüstet: IPv6-Unterstützung ist explizit ausgewiesen, sodass auch moderne Cloud-Konnektivitätsszenarien mit IPv6-Adressen unterstützt werden.

Hardware-Redundanz und Kühlungskonzept

Im Rechenzentrumsbetrieb ist Single-Point-of-Failure-Prävention auf Hardware-Ebene kein optionales Feature, sondern Grundvoraussetzung. Der NE10032 adressiert dies auf zwei Ebenen konsequent:

Die Stromversorgung ist in 1+1-Redundanz mit zwei intern verbauten Hot-Plug-Netzteilen (je 770 Watt) ausgeführt. Bei Ausfall eines Netzteils übernimmt das zweite den Betrieb ohne Unterbrechung – und da beide Netzteile Hot-Plug-fähig sind, kann ein defektes Netzteil im laufenden Betrieb ausgetauscht werden, ohne den Switch herunterzufahren. Der Switch unterstützt Wechselstrom 120/230 V bei 50/60 Hz, ist also in nord- und südeuropäischen sowie nordamerikanischen Stromkreisen einsetzbar.

Das Kühlungskonzept folgt dem für Rechenzentrumsprojekte kritischen Prinzip des definierten Luftstroms: Der NE10032 ist in der hier vorliegenden Variante mit Rear-to-Front-Luftstrom (von hinten nach vorne) ausgeführt. Das bedeutet, Kühlluft wird von der Kabelseite (Rückseite) angesaugt und an der Portseite (Vorderseite) abgeblasen – ein Design für Kaltgang-/Warmgang-Konzepte, bei denen die Portseite dem Kaltgang zugewandt ist. Käufer sollten sicherstellen, dass dieses Luftstromsystem mit dem bestehenden Rack-Kühlungskonzept übereinstimmt, da eine Verwechslung mit Front-to-Rear-Varianten die Effizienz der Rack-Kühlung erheblich beeinträchtigen kann.

Laut Hersteller sind 6 Hot-Swap-fähige Lüfter in einem 5+1-Redundanzmodell verbaut. Das bedeutet: Beim Ausfall eines einzelnen Lüfters übernehmen die verbleibenden fünf die Kühlaufgabe – und auch der defekte Lüfter lässt sich im laufenden Betrieb tauschen. Für 24/7-Produktionsumgebungen ohne geplante Wartungsfenster ist diese Redundanzarchitektur ein wichtiges Entscheidungskriterium.

Formfaktor, Montage und physische Merkmale

Mit 1U Höheneinheit, 44,1 cm Breite und 48,7 cm Tiefe ist der NE10032 für Standard-19-Zoll-Racks ausgelegt. Das Gewicht von 11,3 kg ist für einen 32-Port-100GbE-Switch mit Dual-PSU-Konfiguration im üblichen Bereich. Der Lieferumfang enthält einen Rackmontagesatz, einen DB-9-zu-RJ-45-Adapter, ein Konsolenkabel sowie ein Micro-USB-zu-USB-Kabel – alles für die sofortige Montage und erste Konfiguration erforderliche Zubehör ist direkt enthalten.

Die Betriebstemperatur reicht von 0 °C bis 40 °C bei einer zulässigen Luftfeuchtigkeit von 10–90 % (nicht-kondensierend). Diese Werte decken typische Rechenzentrumsumgebungen vollständig ab, wobei die obere Temperaturgrenze von 40 °C auch für Umgebungen ohne vollklimatisierte Racks ausreichend Puffer bietet.

Zertifizierungen und Compliance

Der NE10032 trägt ein umfangreiches Portfolio an Sicherheits- und EMV-Zertifizierungen, das den weltweiten Einsatz in regulierten Umgebungen ermöglicht. Auf der Sicherheitsseite sind unter anderem UL 60950-1, IEC 60950-1, EN 60950-1 und TÜV GS zu nennen. EMV-seitig sind FCC Part 15 Class A, CISPR 22 / EN 55022 Class A, VCCI Class A, KCC (KN22/KN24) Class A, ICES-003 Class A sowie GOST-R und mehrere chinesische GB-Normen ausgewiesen.

Die Transceiver-Schnittstellen sind gemäß MSA SFF-8431 (QSFP+) und SFF-8436 (QSFP28) standardisiert, was Kompatibilität mit Transceivern unterschiedlicher Hersteller – innerhalb der QSFP28/QSFP+-Spezifikation – grundsätzlich ermöglicht, auch wenn Lenovo-Kompatibilitätslisten für den konkret vorgesehenen Einsatz zu prüfen sind. Die IEEE-Zertifizierungen umfassen unter anderem 802.3bm (40/100GbE über Multimode-Fiber) und 802.3bj (100GbE über Kupfer/Fiber Backplane).

Ideal für diese Einsatzbereiche

  • Lenovo ThinkAgile HX hyperkonvergente Infrastrukturen: Der NE10032 ist laut Hersteller explizit für den ThinkAgile HX3721 Certified Node (7Y88) entwickelt worden. Als Top-of-Rack-Switch in HCI-Deployments übernimmt er sowohl den VM-Traffic als auch Storage-Kommunikation zwischen den Nodes – unterstützt durch sein DCB-Feature-Set (PFC, ETS, DCBX) für verlustfreie RoCE-Fabrics.
  • Rechenzentrums-Fabric als Spine- oder Leaf-Switch: Mit BGP- und OSPFv2-Routing, 32x100GbE-Ports und 6,4 Tbit/s Durchsatz ist der Switch für Spine-Leaf-Architekturen geeignet, in denen er entweder als Leaf für Server-Anbindung oder als kompakter Spine für kleinere Fabrics eingesetzt werden kann.
  • Storage-Netzwerke mit hohem Durchsatz: Jumbo-Frame-Unterstützung (9.216 Byte), PFC für verlustfreie Übertragung und 32 x 100 GbE Ports machen den Switch zur geeigneten Plattform für All-Flash-Storage-Netzwerke, bei denen iSCSI, NFS oder NVMe-oF als Protokoll eingesetzt werden.
  • Hochverfügbarkeitsinfrastrukturen mit Zero-Downtime-Anforderungen: Redundante Hot-Plug-Netzteile (1+1), 5+1-Lüfterredundanz mit Hot-Swap sowie VRRP für Gateway-Redundanz ergeben zusammen eine Hardware-Plattform, die für SLA-kritische Umgebungen mit Wartung im laufenden Betrieb ausgelegt ist.
  • Multi-Tenant-Umgebungen und segmentierte Netzwerke: Mit bis zu 4.095 VLANs, IGMP Snooping, IGMP-Filterung und granularen ACLs lassen sich komplexe Mandanten-Trennungen und segmentierte Sicherheitszonen abbilden – relevant etwa für Managed-Service-Provider oder Universitätsrechenzentren mit mehreren administrativen Domänen.

Herstellergarantie und Support

Laut Hersteller umfasst die Garantie eine begrenzte 3-Jahres-Garantie mit Austausch-Service und einer Reaktionszeit bis zum nächsten Arbeitstag. Das bedeutet: Bei einem Hardware-Defekt stellt Lenovo innerhalb eines Arbeitstages Ersatz bereit – kein Rücksendemodell mit mehrtägiger Wartezeit. Für unternehmenskritische Netzwerkinfrastrukturen ist dieser Next-Business-Day-Austausch ein wichtiger Faktor bei der Kalkulation von Risiko und Ausfallzeit. Unternehmen mit strengeren SLA-Anforderungen sollten bei Lenovo verfügbare Erweiterungsoptionen des Supports prüfen.

Häufige Fragen zum Lenovo ThinkSystem NE10032 RackSwitch

Wie viele 40-GbE-Verbindungen unterstützt der NE10032 gleichzeitig?

Der NE10032 verfügt über 32 Ports im QSFP28/QSFP+-Format. QSFP28-Ports sind abwärtskompatibel mit QSFP+-Transceivern für 40 GbE – das bedeutet, alle 32 Ports können bei Bedarf mit 40-GbE-Transceivern bestückt werden. Der Switch bietet damit Flexibilität für gemischte Umgebungen, in denen ältere 40-GbE-Anbindungen und neuere 100-GbE-Verbindungen gleichzeitig betrieben werden sollen. Welche Transceiver im Einzelnen kompatibel sind, sollte anhand der Lenovo-Kompatibilitätsliste geprüft werden.

Ist der NE10032 für RoCE (RDMA over Converged Ethernet) geeignet?

Ja, die Hardware-Features des NE10032 decken die Anforderungen an eine RoCE-fähige Netzwerkinfrastruktur ab. Priority Flow Control (PFC nach IEEE 802.1Qbb) ermöglicht den verlustfreien Transport, Enhanced Transmission Selection (ETS nach IEEE 802.1Qaz) sorgt für geeignete Traffic-Priorisierung, und DCBX automatisiert die Parameter-Aushandlung mit RoCE-fähigen Netzwerkadaptern. Diese drei Protokolle sind explizit in den Spezifikationen ausgewiesen.

Unterstützt der Switch Zero-Touch-Provisioning für automatisierte Deployments?

Ja. Der NE10032 unterstützt laut den Feature-Angaben Zero Touch Auto Provisioning. Bei der ersten Inbetriebnahme kann der Switch automatisch über DHCP und TFTP/SCP eine Startkonfiguration und Firmware beziehen, ohne dass ein Techniker manuell konfigurieren muss. Das ist besonders relevant für Deployments mit mehreren Standorten oder größeren Switch-Rollouts.

Welche Luftströmungsrichtung hat diese Variante und warum ist das wichtig?

Diese Variante des NE10032 (7159D1X) ist mit Rear-to-Front-Luftstrom ausgeführt – Kühlluft wird von der Kabelseite (Rückseite des Switches) angesaugt und an der Portseite (Vorderseite) abgeblasen. Dieses Konzept ist für Rack-Designs ausgelegt, bei denen die Vorderseite dem Kaltgang zugewandt ist. Eine Verwechslung mit Front-to-Rear-Varianten kann die Rack-Kühleffizienz erheblich beeinträchtigen. Vor dem Kauf sollte das bestehende Kaltgang-/Warmgang-Konzept des Rechenzentrums überprüft werden.

Können die Netzteile und Lüfter im laufenden Betrieb (Hot-Swap) getauscht werden?

Ja. Laut Hersteller sind beide Netzteile als Hot-Plug-Einheiten ausgeführt und können im laufenden Betrieb ausgetauscht werden. Gleiches gilt für die Lüfter: Der Switch verfügt über 6 Hot-Swap-fähige Lüfter in einem 5+1-Redundanzmodell, sodass ein defekter Lüfter während des Betriebs gewechselt werden kann, ohne den Switch abzuschalten.

Welche Routing-Protokolle werden unterstützt und reicht das für komplexe Rechenzentrumsnetze?

Der NE10032 unterstützt BGP, OSPFv2, VRRP und Policy-Based Routing (PBR) sowie statisches Routing und IPv6. Damit deckt er die gängigsten Anforderungen an einen Rechenzentrumsswitch im Leaf-Tier oder an der Kante einer Fabric ab. Für sehr große Spine-Architekturen oder spezifische MPLS/EVPN-Anforderungen sollte das vollständige Feature-Set im Rahmen einer Netzwerkplanung gegen die konkreten Anforderungen geprüft werden, da hierzu keine weitergehenden Angaben aus den vorliegenden Spezifikationen vorliegen.

Allgemein

Hersteller
LENOVO
Herstellernummer
7159D1X

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