BlueOptics SFP-BIDI-1490-10-BO Netzwerk-Transceiver-Modul Faseroptik 1250 Mbit/s
BlueOptics SFP-BIDI-1490-10-BO: Professionelles Single-Fiber-Transceiver-Modul für Gigabit-Netzwerke
Das BlueOptics SFP-BIDI-1490-10-BO ist ein bidirektionales Single-Fiber-Transceiver-Modul, das speziell für die Übertragung von Gigabit-Ethernet über Glasfaser entwickelt wurde. Als Teil der BlueOptics-Serie kombiniert dieses SFP-Modul innovative BIDI-Technologie mit hoher Übertragungsreichweite und ermöglicht so kosteneffiziente Netzwerkverbindungen über große Distanzen. Mit einer maximalen Übertragungsstrecke von 20 Kilometern und der Fähigkeit, beide Übertragungsrichtungen über eine einzige Glasfaser abzuwickeln, richtet sich das Modul an Netzwerkadministratoren und IT-Verantwortliche, die effiziente Punkt-zu-Punkt-Verbindungen in Campus-Netzwerken oder zwischen Gebäuden realisieren möchten.
BIDI-Technologie und Übertragungsleistung
Das Herzstück des SFP-BIDI-1490-10-BO ist die bidirektionale Übertragungstechnologie, die eine revolutionäre Herangehensweise an die Glasfaser-Kommunikation darstellt. Während herkömmliche SFP-Module zwei separate Glasfasern für Senden und Empfangen benötigen, arbeitet dieses BIDI-Modul mit nur einer einzigen Single-Mode-Faser. Dies wird durch die Verwendung unterschiedlicher Wellenlängen für die beiden Übertragungsrichtungen erreicht: Das Modul sendet bei 1490 nm und empfängt bei 1310 nm.
Diese Wellenlängen-Trennung ermöglicht es, dass Daten gleichzeitig in beide Richtungen über dieselbe Glasfaser übertragen werden können, ohne sich gegenseitig zu beeinträchtigen. Der praktische Vorteil liegt auf der Hand: Halbierung des Glasfaser-Aufwands, reduzierte Installationskosten und vereinfachte Verkabelung. Besonders in Umgebungen, wo bereits Glasfaser-Infrastruktur vorhanden ist oder wo die Verlegung zusätzlicher Kabel aufwändig wäre, bietet die BIDI-Technologie erhebliche wirtschaftliche Vorteile.
Die maximale Datenübertragungsrate von 1250 Mbit/s entspricht dem Gigabit-Ethernet-Standard und unterstützt 1000BASE-BX10, was für die meisten Unternehmensanwendungen mehr als ausreichend ist. Die hohe Übertragungsqualität wird durch den LC-Steckverbinder gewährleistet, der für Single-Mode-Fasern optimiert ist und präzise optische Verbindungen ermöglicht.
Reichweite und Einsatzgebiete
Mit einer maximalen Übertragungsstrecke von 20 Kilometern positioniert sich das SFP-BIDI-1490-10-BO im Mittelfeld der Glasfaser-Reichweiten, was es für eine Vielzahl praktischer Anwendungen prädestiniert. Diese Distanz übersteigt die Anforderungen typischer Campus-Netzwerke erheblich und ermöglicht auch Verbindungen zwischen verschiedenen Standorten einer Organisation.
In der Praxis bedeutet dies, dass das Modul für die Vernetzung von Gebäuden auf einem Firmengelände, die Verbindung zwischen Hauptsitz und nahegelegenen Niederlassungen oder die Anbindung von Rechenzentren an externe Standorte geeignet ist. Die Single-Mode-Faser-Unterstützung ist dabei entscheidend, da nur diese Faserart die erforderlichen Distanzen ohne signifikante Signalverluste ermöglicht.
Besonders wertvoll ist das Modul in Szenarien, wo bestehende Glasfaser-Infrastruktur effizienter genutzt werden soll. Durch die BIDI-Technologie können vorhandene Punkt-zu-Punkt-Verbindungen verdoppelt werden, ohne zusätzliche Kabel verlegen zu müssen. Dies ist besonders relevant bei der Modernisierung älterer Netzwerk-Infrastrukturen oder bei der Kapazitätserweiterung in bereits stark verkabelten Umgebungen.
Kompatibilität und Standards
Das SFP-BIDI-1490-10-BO folgt dem industrie-standardisierten SFP-Formfaktor (Small Form-factor Pluggable), was universelle Kompatibilität mit allen SFP-fähigen Netzwerkgeräten gewährleistet. Dies umfasst Switches, Router, Medienkonverter und andere Netzwerk-Hardware verschiedener Hersteller. Die Hot-Plug-Fähigkeit des SFP-Standards ermöglicht dabei den Austausch oder die Installation des Moduls im laufenden Betrieb, ohne das gesamte Netzwerkgerät herunterfahren zu müssen.
Die Einhaltung der 1000BASE-BX10-Spezifikation stellt sicher, dass das Modul mit entsprechenden Gegenstellen kommunizieren kann. Wichtig ist dabei zu beachten, dass BIDI-Module paarweise verwendet werden müssen: Während dieses Modul bei 1490 nm sendet und bei 1310 nm empfängt, muss die Gegenstelle komplementär bei 1310 nm senden und bei 1490 nm empfangen. Diese Abstimmung ist essentiell für eine funktionierende bidirektionale Kommunikation.
Die Zertifizierungen nach CE, RoHS und FCC belegen die Einhaltung internationaler Standards für elektromagnetische Verträglichkeit, Umweltverträglichkeit und Funkemissionen. Dies ist besonders für den Einsatz in regulierten Umgebungen oder bei internationalen Ausschreibungen relevant.
Konstruktion und Zuverlässigkeit
Das metallische Gehäuse in silberner Ausführung entspricht den Industriestandards für SFP-Module und gewährleistet sowohl elektromagnetische Abschirmung als auch effiziente Wärmeableitung. Mit einem Gewicht von nur 20 Gramm liegt das Modul im typischen Bereich für SFP-Transceiver und belastet die Netzwerk-Hardware nicht übermäßig.
Der spezifizierte Betriebstemperaturbereich von 0 bis 70 Grad Celsius macht das Modul für Standard-Büroumgebungen und die meisten Server- und Netzwerkräume geeignet. Diese Temperaturspanne deckt auch klimatisierte Rechenzentren ab, erreicht aber nicht die erweiterten Temperaturbereiche, die für Outdoor-Installationen oder industrielle Umgebungen erforderlich wären.
Laut Hersteller wird eine Garantiezeit von fünf Jahren gewährt, was das Vertrauen in die Langzeitstabilität des Produkts unterstreicht. Diese erweiterte Garantiezeit ist in der SFP-Welt überdurchschnittlich und spricht für die Qualität der verwendeten optischen Komponenten und der Fertigungsprozesse.
Installation und Konfiguration
Die Installation des SFP-BIDI-1490-10-BO folgt den Standard-Verfahren für SFP-Module. Nach dem Einsetzen in den entsprechenden SFP-Port wird das Modul automatisch von der Host-Hardware erkannt. Die meisten modernen Netzwerkgeräte unterstützen Digital Diagnostics Monitoring (DDM), wodurch wichtige Betriebsparameter wie optische Sendeleistung, Empfangsleistung, Temperatur und Spannung überwacht werden können.
Bei der Verkabelung ist zu beachten, dass Single-Mode-Glasfaser und LC-Steckverbinder verwendet werden müssen. Die Glasfaser sollte sauber und frei von Verschmutzungen sein, da bereits kleinste Partikel die optische Übertragung beeinträchtigen können. Professionelle Glasfaser-Reinigungssets sind daher für die Installation unerlässlich.
Die Konfiguration erfolgt in der Regel über die Management-Software des Host-Geräts. Moderne Switches und Router erkennen das Modul automatisch und stellen die korrekten Parameter für 1000BASE-BX10 ein. Bei manueller Konfiguration müssen die entsprechenden Port-Einstellungen für Gigabit-Ethernet über Single-Mode-Faser gewählt werden.
Ideal für diese Einsatzbereiche
- Campus-Netzwerk-Verbindungen: Die 20-Kilometer-Reichweite macht das Modul ideal für die Vernetzung verschiedener Gebäude auf einem Firmen- oder Universitätsgelände, wobei die BIDI-Technologie die Glasfaser-Infrastruktur optimal ausnutzt.
- Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zwischen Standorten: Für Unternehmen mit mehreren nahegelegenen Standorten bietet das Modul eine kostengünstige Alternative zu gemieteten Leitungen, da nur eine Single-Mode-Faser pro Verbindung benötigt wird.
- Rechenzentrum-Anbindungen: Bei der Verbindung von Rechenzentren oder Server-Standorten ermöglicht die hohe Reichweite flexible Standortwahl, während die BIDI-Technologie die Verkabelungskosten reduziert.
- Modernisierung bestehender Netzwerk-Infrastrukturen: In Umgebungen mit bereits verlegter Glasfaser-Infrastruktur kann durch den Einsatz von BIDI-Modulen die verfügbare Bandbreite verdoppelt werden, ohne neue Kabel verlegen zu müssen.
- Service-Provider-Anwendungen: Für kleinere Internet-Service-Provider oder Telekommunikationsunternehmen bietet das Modul eine kosteneffiziente Lösung für die Anbindung von Kunden im Umkreis von bis zu 20 Kilometern über Single-Mode-Faser.
Häufige Fragen
Benötige ich ein spezielles Gegenstück für die BIDI-Technologie?
Ja, BIDI-Module arbeiten immer paarweise mit komplementären Wellenlängen. Während dieses Modul bei 1490 nm sendet und bei 1310 nm empfängt, benötigen Sie ein entsprechendes BIDI-Modul an der Gegenstelle, das bei 1310 nm sendet und bei 1490 nm empfängt. Beide Module müssen für dieselbe Reichweite (hier 20 km) ausgelegt sein.
Kann ich das Modul mit Multi-Mode-Fasern verwenden?
Nein, das SFP-BIDI-1490-10-BO ist ausschließlich für Single-Mode-Fasern konzipiert. Die Verwendung mit Multi-Mode-Fasern würde zu erheblichen Signalverlusten führen und die spezifizierte Reichweite von 20 Kilometern nicht erreichen.
Ist das Modul mit allen SFP-Ports kompatibel?
Das Modul folgt dem Standard-SFP-Formfaktor und ist grundsätzlich mit allen SFP-fähigen Geräten kompatibel. Wichtig ist jedoch, dass das Host-Gerät 1000BASE-BX10 unterstützt und für die entsprechenden Wellenlängen (1490 nm Tx, 1310 nm Rx) konfiguriert werden kann.
Welche Glasfaser-Steckverbinder werden benötigt?
Das Modul verwendet LC-Steckverbinder, die für Single-Mode-Fasern optimiert sind. Diese bieten präzise optische Verbindungen und sind in der Netzwerk-Technik weit verbreitet. Stellen Sie sicher, dass Ihre Glasfaser-Verkabelung entsprechende LC-Anschlüsse aufweist.
Unterstützt das Modul Digital Diagnostics Monitoring (DDM)?
Hierzu liegen uns keine spezifischen Herstellerangaben vor. Die meisten modernen SFP-Module unterstützen DDM für die Überwachung von Betriebsparametern, aber die konkrete Verfügbarkeit sollte vor dem Einsatz mit dem Host-Gerät getestet werden.
Wie hoch sind die optischen Leistungswerte des Moduls?
Konkrete Werte für Sendeleistung und Empfangsempfindlichkeit sind in den verfügbaren Produktdaten nicht spezifiziert. Diese Parameter entsprechen laut Hersteller den Standards für 1000BASE-BX10 über 20 Kilometer Single-Mode-Faser.
Allgemein
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