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BlueOptics SFP-BXU34-40KM-UQ-BO Netzwerk-Transceiver-Modul Faseroptik 1250 Mbit/s

Ersatzteile & Komponenten

CBO BlueOptics SFP-BXU34 | 1.25 Gbit/s BiDi | 40km Single-Mode

Herstellernummer: SFP-BXU34-40KM-UQ-BO

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BlueOptics SFP-BXU34-40KM-UQ-BO: Hochleistungs-BiDi-Transceiver für Netzwerk-Infrastrukturen

Das BlueOptics SFP-BXU34-40KM-UQ-BO ist ein professioneller Single-Mode-Faseroptik-Transceiver, der speziell für Gigabit-Ethernet-Verbindungen über große Distanzen entwickelt wurde. Mit seiner BiDi-Technologie (bidirektional) ermöglicht das Modul Datenübertragungen von bis zu 1,25 Gbit/s über eine einzige Faser bei Reichweiten von bis zu 40 Kilometern. Als SFP-Modul (Small Form-factor Pluggable) richtet sich das Produkt an Netzwerkadministratoren und Systemintegratoren, die kostengünstige Long-Haul-Verbindungen in Metropolitan Area Networks (MAN) oder Wide Area Networks (WAN) realisieren müssen.

Optische Übertragungstechnologie und BiDi-Prinzip

Das SFP-BXU34-40KM-UQ-BO arbeitet nach dem BiDi-Standard (BX-U), einer bidirektionalen Übertragungstechnologie, die eine revolutionäre Vereinfachung der Glasfaserinfrastruktur ermöglicht. Während herkömmliche SFP-Module zwei separate Fasern für Senden und Empfangen benötigen, nutzt dieses BiDi-Modul eine einzige Single-Mode-Faser (9/125 µm) für beide Übertragungsrichtungen. Dies wird durch die Verwendung unterschiedlicher Wellenlängen erreicht: Das Modul sendet bei 1310 nm und empfängt bei 1490 nm.

Diese Wellenlängentrennung bietet entscheidende Vorteile für Netzbetreiber und Rechenzentren. Die Halbierung des Faserverbrauchs reduziert nicht nur die Infrastrukturkosten erheblich, sondern vereinfacht auch die Kabelführung in bereits überfüllten Kabelschächten. Bei Neuinstallationen können Unternehmen mit derselben Anzahl verfügbarer Fasern doppelt so viele Punkt-zu-Punkt-Verbindungen realisieren. Für bestehende Infrastrukturen bedeutet dies die Möglichkeit, zusätzliche Verbindungen zu schaffen, ohne neue Kabel verlegen zu müssen.

Die maximale Datenübertragungsrate von 1250 Mbit/s entspricht dem Gigabit-Ethernet-Standard und bietet ausreichend Bandbreite für die meisten Enterprise-Anwendungen. Diese Geschwindigkeit eignet sich optimal für die Anbindung von Außenstellen, Campus-Vernetzung zwischen Gebäuden oder die Verbindung von Rechenzentren über Stadtgebiete hinweg. Laut Hersteller erreicht das Modul eine mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen (MTBF) von 1.000.000 Stunden, was einer theoretischen Laufzeit von über 114 Jahren entspricht und die hohe Zuverlässigkeit für kritische Netzwerkinfrastrukturen unterstreicht.

Reichweite und Anwendungsszenarien für Weitverkehrsnetze

Mit einer maximalen Übertragungsstrecke von 40 Kilometern positioniert sich das SFP-BXU34-40KM-UQ-BO im Long-Haul-Segment der Netzwerktechnik. Diese Reichweite macht es zur idealen Lösung für Metropolitan Area Networks (MAN), bei denen verschiedene Standorte einer Stadt oder Region miteinander vernetzt werden müssen. Typische Einsatzszenarien umfassen die Verbindung von Hauptsitzen mit Filialen, die Anbindung von Industrieanlagen an zentrale IT-Standorte oder die Vernetzung von Campus-Bereichen über große Distanzen.

In der Praxis ermöglicht diese Reichweite beispielsweise die direkte Glasfaserverbindung zwischen einem Rechenzentrum in der Innenstadt und einem Backup-Standort am Stadtrand, ohne auf teure DWDM-Systeme (Dense Wavelength Division Multiplexing) angewiesen zu sein. Für Internetdienstanbieter eröffnet das Modul kostengünstige Möglichkeiten zur Kundenhausanbindung in ländlichen Gebieten, wo Entfernungen zwischen Vermittlungsstellen und Endkunden oft mehrere Dutzend Kilometer betragen.

Die Single-Mode-Faser-Kompatibilität mit 9/125 µm entspricht dem internationalen ITU-T G.652-Standard und gewährleistet die Kompatibilität mit praktisch allen modernen Glasfaserinfrastrukturen. Dies ist besonders relevant für Unternehmen, die bestehende Faserstrecken nutzen möchten oder Interoperabilität mit Equipment verschiedener Hersteller sicherstellen müssen. Der LC-Steckverbinder als optischer Anschluss ist der de-facto Standard in modernen Netzwerkumgebungen und ermöglicht einfache Integration in bestehende Patchpanel-Infrastrukturen.

SFP-Interface und Hot-Plug-Funktionalität

Das Small Form-factor Pluggable (SFP) Interface macht das Modul kompatibel mit einer breiten Palette von Netzwerkgeräten. Praktisch alle modernen Switches, Router und Medienkonverter von Herstellern wie Cisco, Juniper, HPE, Dell oder Extreme Networks verfügen über SFP-Ports und können das BlueOptics-Modul aufnehmen. Die standardisierte SFP-MSA (Multi-Source Agreement) Spezifikation gewährleistet dabei physische und elektrische Kompatibilität über Herstellergrenzen hinweg.

Die Hot-Plug-Unterstützung ist ein kritisches Feature für produktive Netzwerkumgebungen. Sie ermöglicht den Austausch von Transceivern während des laufenden Betriebs, ohne dass das komplette Gerät heruntergefahren werden muss. Dies ist besonders wertvoll bei Wartungsarbeiten, Upgrades oder Fehlerbehebung in 24/7-Umgebungen. Netzwerkadministratoren können defekte Module austauschen oder Konfigurationen ändern, ohne Ausfallzeiten für andere Ports oder Services zu verursachen.

Das kompakte Design mit einem Gewicht von nur 20 Gramm und die silberne Metallkonstruktion entsprechen den industriellen Standards für Netzwerkkomponenten. Die Metallausführung bietet bessere EMV-Eigenschaften (Elektromagnetische Verträglichkeit) und Wärmeableitung im Vergleich zu Kunststoffgehäusen, was besonders in dicht bestückten Switch-Umgebungen mit hoher Portdichte von Vorteil ist.

Betriebsbedingungen und Umgebungsresistenz

Der spezifizierte Betriebstemperaturbereich von 0 bis 70 °C qualifiziert das SFP-BXU34-40KM-UQ-BO für den Einsatz in klimatisierten Rechenzentren sowie in industrienahen Umgebungen mit schwankenden Temperaturbedingungen. Diese Temperaturtoleranz ist ausreichend für die meisten Indoor-Installationen, von temperaturkontrollierten Serverräumen bis hin zu weniger kontrollierten Technikräumen in Produktionsumgebungen.

In der Praxis bedeutet dieser Temperaturbereich, dass das Modul sowohl in modernen Hyperscale-Rechenzentren mit präziser Klimatisierung als auch in kleineren IT-Räumen ohne dedizierte Kühlung funktioniert. Für Outdoor-Installationen oder extrem raue Umgebungen wäre jedoch ein erweiterte Temperaturbereich erforderlich, den dieses Modell nicht abdeckt. Die obere Grenze von 70 °C berücksichtigt dabei auch die Eigenerwärmung in dicht bestückten Switches, wo die Umgebungstemperatur durch benachbarte aktive Module zusätzlich erhöht wird.

Die MTBF-Angabe von 1.000.000 Stunden basiert auf standardisierten Zuverlässigkeitstests und gibt Netzwerkplanern eine Grundlage für die Berechnung von Ersatzteilbeständen und Wartungszyklen. In Verbindung mit der Hot-Plug-Fähigkeit ermöglicht dies eine proaktive Wartungsstrategie, bei der Module präventiv getauscht werden können, bevor es zu ungeplanten Ausfällen kommt.

Integration in bestehende Netzwerkarchitekturen

Das BlueOptics SFP-BXU34-40KM-UQ-BO ist als BX-U-Modul konzipiert, was bedeutet, dass es für den Upstream-Betrieb in bidirektionalen Verbindungen ausgelegt ist. Bei BiDi-Verbindungen muss das Partner-Modul am anderen Ende der Verbindung als BX-D (Downstream) konfiguriert sein, um die komplementären Wellenlängen zu nutzen. Diese Paarung ist essentiell: Das BX-U-Modul sendet bei 1310 nm und erwartet Empfangssignale bei 1490 nm, während das BX-D-Gegenstück umgekehrt arbeitet.

Diese Architektur eröffnet flexible Netzwerkdesigns für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. In Hub-and-Spoke-Topologien kann beispielsweise das Rechenzentrum als zentraler Hub ausschließlich mit BX-D-Modulen ausgestattet werden, während alle Außenstellen BX-U-Module verwenden. Dies vereinfacht die Lagerhaltung und reduziert Verwechslungsrisiken bei der Installation. Alternativ können auch gemischte Konfigurationen realisiert werden, je nach spezifischen Netzwerkanforderungen.

Für Service Provider und große Unternehmen ermöglicht diese Technologie die Migration von traditionellen Dual-Fiber-Verbindungen zu Single-Fiber-BiDi-Lösungen ohne komplette Neuverkabelung. Bestehende Faserstrecken können schrittweise auf BiDi umgestellt werden, wobei eine Faser für die neue BiDi-Verbindung genutzt wird, während die zweite Faser als Backup oder für zusätzliche Services verfügbar bleibt.

Wirtschaftlichkeit und Total Cost of Ownership

Der Einsatz von BiDi-Transceivern wie dem SFP-BXU34-40KM-UQ-BO kann die Gesamtkosten der Netzwerkinfrastruktur erheblich reduzieren. Die Halbierung des Faserverbrauchs wirkt sich besonders bei langen Strecken aus, wo die Kabelkosten einen wesentlichen Anteil der Gesamtinvestition ausmachen. Bei einer 40-Kilometer-Verbindung zwischen zwei Standorten können die Einsparungen bei den Kabelkosten bereits die höheren Anschaffungskosten der BiDi-Module kompensieren.

Zusätzlich ergeben sich Einsparungen bei der passiven Infrastruktur. Weniger Fasern bedeuten kleinere Kabelkanäle, kompaktere Spleißgehäuse und reduzierte Anforderungen an Patchpanel-Kapazitäten. In städtischen Umgebungen, wo Kanalmieten oder Grabungskosten erheblich sind, kann die Single-Fiber-Lösung die Projektkosten um 30-50% reduzieren. Diese Einsparungen sind besonders relevant für Carrier und Service Provider, die große Mengen von Punkt-zu-Punkt-Verbindungen betreiben.

Die Hot-Plug-Funktionalität trägt zur Reduzierung der Betriebskosten bei, da Wartungsarbeiten ohne Netzwerkunterbrechungen durchgeführt werden können. Die hohe MTBF von 1.000.000 Stunden minimiert zudem ungeplante Ausfälle und reduziert den Aufwand für reaktive Wartung. Für Unternehmen mit Service Level Agreements (SLAs) ist dies ein kritischer Faktor zur Vermeidung von Strafzahlungen bei Verfügbarkeitsproblemen.

Ideal für diese Einsatzbereiche

  • Metropolitan Area Networks (MAN): Die 40-Kilometer-Reichweite macht das Modul perfekt für die Vernetzung verschiedener Standorte innerhalb einer Stadt oder Region, wobei die BiDi-Technologie die Infrastrukturkosten halbiert.
  • Campus-Vernetzung über große Distanzen: Für Universitäten, Industrieanlagen oder Behörden mit weitläufigen Geländen ermöglicht das Modul die direkte Glasfaseranbindung zwischen entfernten Gebäuden ohne zwischengeschaltete Active Equipment.
  • Backup-Standort-Anbindung: Die hohe Reichweite erlaubt die kostengünstige Direktverbindung zwischen Hauptrechenzentrum und Disaster Recovery-Standort für Datenreplikation und Backup-Services.
  • Service Provider Kundenhausanbindung: Internetdienstanbieter können mit diesem Modul entfernte Gewerbekunden oder kleinere Ortschaften wirtschaftlich an ihr Backbone-Netzwerk anbinden.
  • Industrielle Kommunikationsnetze: Die robuste Metallkonstruktion und der erweiterte Temperaturbereich eignen sich für die Vernetzung von Produktionsstandorten und Automatisierungssystemen über größere Distanzen.

Häufige Fragen zum BlueOptics SFP-BXU34-40KM-UQ-BO

Was ist der Unterschied zwischen BX-U und BX-D Modulen?

BX-U (Upstream) und BX-D (Downstream) Module arbeiten mit komplementären Wellenlängen für bidirektionale Übertragung über eine einzige Faser. Das BX-U-Modul sendet bei 1310 nm und empfängt bei 1490 nm, während BX-D-Module umgekehrt arbeiten. Für eine funktionsfähige Verbindung muss an jedem Ende ein unterschiedlicher Modultyp installiert werden.

Ist das Modul mit Switches verschiedener Hersteller kompatibel?

Ja, das Modul folgt dem SFP-MSA-Standard und ist kompatibel mit allen Netzwerkgeräten, die über SFP-Ports verfügen. Dies umfasst Switches und Router von Cisco, Juniper, HPE, Dell, Extreme Networks und anderen führenden Netzwerkherstellern.

Welche Fasertypen werden unterstützt?

Das Modul ist für Single-Mode-Fasern mit 9/125 µm Kern-/Manteldurchmesser konzipiert, was dem ITU-T G.652-Standard entspricht. Es ist nicht kompatibel mit Multimode-Fasern (50/125 µm oder 62,5/125 µm).

Kann das Modul während des Betriebs getauscht werden?

Ja, das Modul unterstützt Hot-Plug-Funktionalität und kann ohne Abschaltung des Netzwerkgeräts gewechselt werden. Dies ermöglicht Wartungsarbeiten ohne Unterbrechung anderer Netzwerkverbindungen.

Wie hoch ist der Stromverbrauch des Moduls?

Hierzu liegen uns keine spezifischen Herstellerangaben vor. Typische SFP-Module dieser Klasse bewegen sich im Bereich von 1-2 Watt, aber für genaue Werte sollten die detaillierten Datenblätter des Herstellers konsultiert werden.

Welche Reichweite ist in der Praxis tatsächlich erreichbar?

Laut Hersteller beträgt die maximale Übertragungsstrecke 40.000 Meter (40 km) über Standard-Single-Mode-Faser. Die tatsächlich erreichbare Reichweite kann durch Faserqualität, Anzahl der Spleißstellen und Umgebungsbedingungen beeinflusst werden.

Allgemein

Hersteller
CBO GMBH
Herstellernummer
SFP-BXU34-40KM-UQ-BO

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