BlueOptics UF-SM-1G Netzwerk-Transceiver-Modul Faseroptik 1250 Mbit/s SFP 1310 nm
Der BlueOptics UF-SM-1G von CBO GMBH ist ein kompatibler SFP-Transceiver für Glasfaser-Netzwerkinfrastrukturen, der speziell für Single-Mode-Übertragungen über große Distanzen entwickelt wurde. Das Modul unterstützt Gigabit-Ethernet-Verbindungen bis 1250 Mbit/s und erreicht dabei Übertragungsstrecken von bis zu 10 Kilometern. Mit seiner kompakten SFP-Bauform und LC-Anschlüssen positioniert sich der Transceiver als kostengünstige Alternative zu Originalmodulen großer Netzwerkhersteller, ohne dabei Kompromisse bei der Leistung oder Kompatibilität einzugehen.
Technische Leistung und Übertragungscharakteristika
Der BlueOptics UF-SM-1G basiert auf bewährter 1000BASE-LX-Technologie und arbeitet mit einer Wellenlänge von 1310 Nanometern. Diese Wellenlänge wurde nicht zufällig gewählt: Sie liegt im sogenannten ersten optischen Fenster und bietet optimale Übertragungseigenschaften für Single-Mode-Fasern. Die geringe Dämpfung bei 1310 nm ermöglicht es dem Transceiver, auch über längere Strecken stabile Signale zu übertragen.
Die maximale Datenübertragungsrate von 1250 Mbit/s entspricht dem Standard für Gigabit-Ethernet-Anwendungen. In der Praxis bedeutet dies, dass der Transceiver problemlos in modernen Netzwerkumgebungen eingesetzt werden kann, wo hohe Bandbreiten für Datenbankzugriffe, Videostreaming oder File-Server-Verbindungen erforderlich sind. Die symmetrische Übertragung ermöglicht sowohl das Senden als auch Empfangen von Daten mit voller Geschwindigkeit.
Besonders hervorzuheben ist die integrierte Digital Diagnostic Monitoring (DDM)-Funktionalität. Diese ermöglicht es Netzwerkadministratoren, wichtige Betriebsparameter wie Sendeleistung, Empfangsleistung, Temperatur und Spannung in Echtzeit zu überwachen. Moderne Netzwerk-Management-Systeme können diese Daten auslesen und proaktiv vor möglichen Ausfällen warnen, was die Verfügbarkeit kritischer Netzwerkverbindungen erheblich verbessert.
Single-Mode-Faser-Optimierung und Reichweite
Die Spezialisierung auf Single-Mode-Fasern macht den UF-SM-1G zu einem wertvollen Baustein für WAN-Verbindungen und Campus-Netzwerke. Single-Mode-Fasern besitzen einen deutlich kleineren Kerndurchmesser als Multi-Mode-Fasern und ermöglichen dadurch verlustärmere Übertragungen über große Distanzen. Der Transceiver nutzt diese Eigenschaften optimal aus und erreicht eine maximale Übertragungsstrecke von 10.000 Metern.
Diese 10-Kilometer-Reichweite qualifiziert den Transceiver für verschiedene Anwendungsszenarien: Von der Verbindung zwischen Gebäuden eines Unternehmensstandorts über die Anbindung von Rechenzentren bis hin zu Metropolitan Area Networks (MANs). Die hohe Reichweite reduziert die Notwendigkeit für Zwischenverstärker oder Repeater und senkt damit die Gesamtkosten der Netzwerkinfrastruktur.
Die LC-Steckverbindung hat sich als Standard für moderne Glasfaser-Installationen etabliert. Die kompakte Bauform ermöglicht hohe Portdichten in Switches und Panels, während die Keramik-Ferrule für präzise Faser-zu-Faser-Verbindungen sorgt. Der sichere Rastmechanismus verhindert ungewolltes Lösen der Verbindung auch bei Vibrationen oder mechanischen Belastungen.
Kompatibilität und Einsatzgebiete
Als kompatibler Transceiver ist der UF-SM-1G darauf ausgelegt, nahtlos mit Netzwerkgeräten verschiedener Hersteller zu funktionieren. Die Einhaltung der SFP-MSA-Spezifikationen (Multi-Source Agreement) gewährleistet die mechanische und elektrische Kompatibilität zu Standard-SFP-Ports. Dies ermöglicht den flexiblen Einsatz in gemischten Netzwerkumgebungen, ohne auf herstellerspezifische Module angewiesen zu sein.
Typische Einsatzbereiche umfassen die Vernetzung von Serverschränken in Rechenzentren, wo Single-Mode-Verbindungen zwischen Core-Switches und Access-Switches über längere Distanzen innerhalb des Gebäudes erforderlich sind. In Unternehmensumgebungen eignet sich der Transceiver für Backbone-Verbindungen zwischen Gebäuden oder Etagen, wo die 10-Kilometer-Reichweite auch anspruchsvolle Campus-Topologien abdeckt.
Für Service Provider ist der Transceiver interessant für Metro-Ethernet-Anwendungen, wo Kundenstandorte über Glasfaser-Infrastruktur angebunden werden. Die DDM-Funktionalität unterstützt dabei das proaktive Monitoring der Verbindungsqualität und ermöglicht SLA-konformen Betrieb der Services.
Mechanische Eigenschaften und Installationsaspekte
Mit einem Gewicht von nur 20 Gramm gehört der UF-SM-1G zu den leichtesten Transceivern seiner Klasse. Das geringe Gewicht reduziert die mechanische Belastung der SFP-Ports und ermöglicht den Einsatz in Geräten mit hoher Portdichte, ohne die strukturelle Integrität der Platine zu gefährden. Die silberne Gehäusefarbe erleichtert die visuelle Identifikation in dicht bestückten Netzwerkschränken.
Die Hot-Pluggable-Eigenschaft aller SFP-Module ermöglicht das Einsetzen und Entfernen im laufenden Betrieb, ohne den Host-Switch herunterfahren zu müssen. Dies ist besonders in 24/7-Umgebungen kritisch, wo Ausfallzeiten minimiert werden müssen. Der EMV-geschirmte Käfig des Transceivers verhindert elektromagnetische Interferenzen mit benachbarten Modulen oder empfindlichen Netzwerkkomponenten.
Die kompakte SFP-Bauform mit standardisierten Abmessungen ermöglicht Portdichten von bis zu 48 Ports pro Höheneinheit in modernen Switches. Dies ist besonders in Rechenzentren relevant, wo der verfügbare Rack-Space optimal genutzt werden muss.
Betriebsbedingungen und Zuverlässigkeit
Der spezifizierte Betriebstemperaturbereich bis 70°C qualifiziert den Transceiver für den Einsatz in klimatisierten Rechenzentren und Serverräumen. Diese Obergrenze liegt deutlich über den typischen Umgebungstemperaturen in professionellen IT-Umgebungen und bietet ausreichend Sicherheitsreserven auch bei schwankenden Kühlungsleistungen oder sommerlichen Temperaturen.
Die laserbasierte Übertragungstechnologie arbeitet in einem stabilen Temperaturbereich und kompensiert temperaturbedingte Schwankungen automatisch. Dies gewährleistet konstante Übertragungsqualität auch bei wechselnden Umgebungsbedingungen. Die integrierte Temperaturüberwachung der DDM-Funktion kann Administratoren frühzeitig vor kritischen Betriebszuständen warnen.
Moderne SFP-Transceiver wie der UF-SM-1G sind für eine mittlere Betriebsdauer (MTBF) von mehreren Millionen Stunden ausgelegt. In der Praxis bedeutet dies eine Lebensdauer von 10-15 Jahren bei kontinuierlichem Betrieb, was sie zu langfristigen Investitionen in die Netzwerkinfrastruktur macht.
Wirtschaftliche Aspekte und Total Cost of Ownership
Als kompatibler Transceiver bietet der UF-SM-1G erhebliche Kosteneinsparungen gegenüber Original-Modulen der großen Netzwerkhersteller. Die identische Funktionalität bei deutlich niedrigeren Anschaffungskosten macht ihn besonders für größere Rollouts attraktiv, wo die Kostendifferenz schnell beträchtliche Summen erreicht.
Die DDM-Funktionalität trägt zur Senkung der Betriebskosten bei, da proaktives Monitoring ungeplante Ausfälle reduziert und planbare Wartungsfenster ermöglicht. Netzwerkadministratoren können Verschleißerscheinungen frühzeitig erkennen und Ersatzmodule rechtzeitig beschaffen, bevor kritische Verbindungen ausfallen.
Die 10-Kilometer-Reichweite eliminiert in vielen Szenarien die Notwendigkeit für teure Zwischenverstärker oder Mediakonverter. Dies reduziert nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch die Komplexität der Installation und die laufenden Wartungskosten.
Qualitätssicherung und Standards-Konformität
Der BlueOptics UF-SM-1G entspricht den relevanten IEEE- und SFF-Standards für SFP-Transceiver. Die Einhaltung dieser Standards gewährleistet die Interoperabilität mit Netzwerkgeräten verschiedener Hersteller und eliminiert Kompatibilitätsprobleme, die bei proprietären Lösungen auftreten können.
Die Qualitätskontrolle umfasst umfangreiche Tests der optischen Eigenschaften, elektrischen Parameter und mechanischen Toleranzen. Jeder Transceiver durchläuft Burn-in-Tests, um frühzeitige Ausfälle zu eliminieren und die Feldtauglichkeit sicherzustellen. Die konsistente Qualität ist entscheidend für den zuverlässigen Betrieb in kritischen Netzwerkumgebungen.
Die EAN-Kennzeichnung 4063232018522 ermöglicht die eindeutige Identifikation und Rückverfolgbarkeit des Produkts über den gesamten Lebenszyklus. Dies ist besonders in regulierten Umgebungen oder bei der Dokumentation der Netzwerkinfrastruktur für Compliance-Zwecke relevant.
Ideal für diese Einsatzbereiche
- Rechenzentrum-Backbone-Verbindungen: Die 10-Kilometer-Reichweite und Gigabit-Geschwindigkeit machen den Transceiver ideal für Core-zu-Distribution-Switch-Verbindungen in größeren Rechenzentren, wo Single-Mode-Verkabelung bereits installiert ist.
- Campus-Netzwerk-Infrastrukturen: Für Unternehmensstandorte mit mehreren Gebäuden bietet der UF-SM-1G die notwendige Reichweite für direkte Gebäude-zu-Gebäude-Verbindungen ohne Zwischenverstärker, unterstützt durch die DDM-Überwachung für proaktive Wartung.
- Metro-Ethernet-Services: Service Provider können den Transceiver für Kundenanbindungen in städtischen Gebieten einsetzen, wo die 1310nm-Wellenlänge optimale Übertragungseigenschaften in vorhandenen Glasfaser-Infrastrukturen bietet.
- Backup- und Disaster-Recovery-Verbindungen: Die hohe Zuverlässigkeit und das integrierte Monitoring machen den Transceiver geeignet für kritische Backup-Verbindungen zwischen primären und sekundären Standorten, wo die 10km-Reichweite ausreichende geografische Trennung ermöglicht.
- Netzwerk-Konsolidierungsprojekte: Bei der Modernisierung bestehender Multi-Mode-Infrastrukturen auf Single-Mode-Technologie bietet der UF-SM-1G eine kosteneffiziente Lösung für die schrittweise Migration ohne Herstellerbindung.
Häufige Fragen
Ist der BlueOptics UF-SM-1G mit Switches aller großen Netzwerkhersteller kompatibel?
Ja, als standardkonformer SFP-Transceiver ist der UF-SM-1G mit allen Netzwerkgeräten kompatibel, die Standard-SFP-Ports nach MSA-Spezifikation besitzen. Dies umfasst Geräte von Cisco, HP/Aruba, Juniper, Dell, Extreme Networks und vielen anderen Herstellern. Die Einhaltung der IEEE-Standards gewährleistet die elektrische und optische Kompatibilität.
Welche Glasfaser-Kabeltypen werden unterstützt?
Der Transceiver ist ausschließlich für Single-Mode-Glasfasern (SMF) mit 9/125μm Kerndurchmesser optimiert. Multi-Mode-Fasern werden nicht unterstützt. Die LC-Anschlüsse sind standardmäßig für UPC-polierte Stecker ausgelegt, APC-Stecker sind nicht kompatibel ohne entsprechende Adapter.
Wie kann die DDM-Funktionalität genutzt werden?
Die Digital Diagnostic Monitoring-Daten können über SNMP oder CLI-Befehle des Host-Switches ausgelesen werden. Moderne Netzwerk-Management-Systeme wie SolarWinds, PRTG oder Zabbix können diese Daten automatisch erfassen und in Dashboards darstellen. Überwacht werden Temperatur, Versorgungsspannung, Sendeleistung und Empfangsleistung in Echtzeit.
Kann der Transceiver in industriellen Umgebungen eingesetzt werden?
Der UF-SM-1G ist für den kommerziellen Temperaturbereich bis 70°C spezifiziert. Für industrielle Anwendungen mit erweiterten Temperaturbereichen (-40°C bis +85°C) oder besonderen Umgebungsbedingungen sollten speziell gehärtete Industrial-Varianten gewählt werden, da dieser Transceiver primär für klimatisierte IT-Umgebungen konzipiert ist.
Wie lange ist die Garantie und was umfasst sie?
Hierzu liegen uns keine spezifischen Herstellerangaben vor. Informationen zur Garantiedauer und den Garantiebedingungen erhalten Sie direkt vom Hersteller CBO GMBH oder können bei der Bestellung erfragt werden. Standardmäßig bieten die meisten Transceiver-Hersteller eine Herstellergarantie von 1-3 Jahren.
Sind Firmware-Updates für den Transceiver möglich?
SFP-Transceiver wie der UF-SM-1G enthalten in der Regel keine updatebare Firmware, da sie als passive optische Komponenten konzipiert sind. Die Funktionalität ist in der Hardware implementiert und bleibt über die gesamte Lebensdauer konstant. Software-Updates sind dem Host-Switch vorbehalten, der die Transceiver-Kommunikation steuert.
Allgemein
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